Bangkok: Thai AirAsia fliegt nicht mehr zum Suvarnabhumi Airport

Steigende Kerosinkosten zwingen die Billigairline zu vorübergehenden Streichungen. Betroffene Passagiere müssen auf den anderen Airport ausweichen.

Bangkok: Thai AirAsia fliegt nicht mehr zum Suvarnabhumi Airport
AirAsia Newsroom

BANGKOK – Thai AirAsia hat alle Inlandsflüge vom Suvarnabhumi International Airport mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Die neun betroffenen Strecken werden bis zum 30. September komplett über den Don Mueang Airport abgewickelt. Grund sind explodierende Kerosinpreise.

Neun Routen wandern komplett zu Don Mueang

Vom 15. Juli an hob an Suvarnabhumi keine Maschine von Thai AirAsia mehr ab. Alle Inlandsverbindungen, die der Billigflieger dort zuletzt betrieben hatte, liegen brach.

Die Passagiere werden stattdessen am alten Heimatflughafen Don Mueang abgefertigt. Erst zum 1. Oktober will die Airline an den Bangkoker Hauptstadtflughafen zurückkehren.

„Kerosinpreise haben sich mehr als verdreifacht“

Phairat Pornpathananangoon, Chef von Thai AirAsia, fand im Gespräch mit Scandasia deutliche Worte. „Flugkraftstoff stellt unsere primäre Betriebsausgabe dar.“

Weil die Kerosinpreise zuletzt um mehr als das Dreifache in die Höhe geschossen seien, müsse man Flugfrequenzen kappen und unrentable Routen rigoros streichen. Die komplette Abwanderung von Suvarnabhumi ist Teil dieses Sparkurses.

Bereits im Frühjahr schrumpfte die Kapazität um 30 Prozent

Die aktuelle Radikalkur folgt auf eine spürbare Schrumpfkur. Im Mai und Juni hatte Thai AirAsia das Angebot auf vielen Strecken bereits um durchschnittlich 30 Prozent reduziert.

Damals reihte sich die schwache Reisenachfrage im Jahresmittel als zweiter Kostentreiber ein. Die Ankündigung dieser ersten Großkürzung war schon im April erfolgt.

Ganze Branche leidet unter Preisspirale

Thai AirAsia ist mit dem Strike nicht allein. Thai Airways, Bangkok Airways, Thai Lion Air und Thai VietJet Air strichen ebenfalls Verbindungen zusammen oder erhöhten die Ticketpreise.

Das Verkehrsministerium bestellte die Chefs der Airlines im Mai zum Krisengespräch. Im Raum stand eine vorübergehende Senkung der Verbrauchssteuer auf Flugkraftstoff, um die Wogen zu glätten.

Was betroffene Passagiere jetzt wissen müssen

Wer in den nächsten Wochen ein Suvarnabhumi-Ticket für eine Thai-AirAsia-Inlandsstrecke in der Tasche hat, muss sich umorientieren. Die Fluggesellschaft bittet alle Kunden, wegen Umbuchungen direkt Kontakt aufzunehmen.

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ZUM ANGEBOT

Die Flüge werden über Don Mueang weitergeführt. Ansprüche und Möglichkeiten klären Passagiere direkt mit der Airline.

Künftig darf aufgegebenes Gepäck ohne Passagier geöffnet werden

Die Luftfahrtbehörde CAAT zieht derweil bei der Sicherheit die Zügel an. Neue Regeln erlauben dem Personal künftig, Koffer ohne Beisein des Reisenden zu öffnen. Die Maßnahme greift, wenn die Röntgenkontrolle auf potenziell gefährliche Gegenstände hinweist. Bisher waren Passagiere beim Öffnen meist anwesend.

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Quelle: Thaiger

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