PHUKET – Der tägliche Kampf auf Phukets einziger Zufahrtsstraße soll endlich ein Ende haben. Die Behörden planen den massiven Ausbau des Highway 402 zwischen der Sarasin-Brücke und dem Tha Chatchai Checkpoint. Eine aufwendige 15-monatige Prüfung hat bereits begonnen, doch das Geld für die Bagger steht noch lange nicht bereit.
Die einzige Ader der Insel wird verbreitert
Es ist die Lebensader von Phuket: Der Highway 402 verbindet die Urlaubsinsel auf 2,3 Kilometern mit dem Festland. Während die Zahl der Autos unaufhörlich steigt, stöhnen Pendler und Urlauber regelmäßig unter zähem Stau.
Das Department of Highways nimmt nun konkret die Verbreiterung des Abschnitts auf mindestens vier Spuren ins Visier. Damit sollen der Verkehrsfluss entlastet und vor allem die Sicherheit für alle Ein- und Ausfahrenden deutlich erhöht werden.
15 Monate Prüfmarathon
Bevor aber überhaupt ein Kostenrahmen feststeht, starteten die Ingenieure im März dieses Jahres eine umfassende Studie. Sie soll exakt 15 Monate dauern und im Juni 2027 abgeschlossen sein.
Das Programm ist gewaltig: Technische Vermessungen, ausgeklügelte Brücken- und Entwässerungsplanungen sowie bessere Kreuzungen stehen an. Zwingend nötig ist zudem eine ausführliche Umweltverträglichkeitsprüfung.
Wo Mangroven auf Asphalt treffen
Die Strecke schlängelt sich direkt durch heikles Terrain. Das Planer-Team warnte eindringlich, dass die Route durch sensible Mangroven- und Küstengebiete führt, was eine äußerst sorgfältige Prüfung verlangt.
Auch die Menschen vor Ort werden genauestens unter die Lupe genommen. Fachleute betonten, dass Gemeinden, Schulen, Tempel, Moscheen und Kitas in Tha Chatchai und Ban Tha Nun besondere Rücksicht erfordern.
Anwohner sollen mitreden
Um den besten Weg aus dem Verkehrschaos zu finden, wägt das Autobahndepartement mehrere Varianten ab. Zur Debatte stehen unter anderem eine vierspurige Bahn mit erhöhtem Mittelstreifen oder eine Lösung mit abgesenktem Mittelstreifen und Hochstraßen-Elementen.
Bevor ein endgültiger Entwurf abgenickt wird, will die Behörde die Bürger intensiv beteiligen. Während der gesamten Studienlaufzeit sind öffentliche Konsultationen geplant, bei denen die Phuketer ihren Senf dazugeben können.
Erst prüfen, dann zahlen
Das Projekt ist ein zentraler Baustein in den langfristigen Infrastrukturplänen, um das Wirtschaftswachstum und den Tourismusboom der Insel weiter anzukurbeln. Klar ist jedoch: Ohne fertige Gutachten und den Umweltbericht wird kein Baht fließen.
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Das bestätigte auch der Ex-Gouverneur Nirat Pongsitthaworn. Er stellte unmissverständlich klar, dass erst nach dem Abschluss der gesamten Vorarbeiten aktiv nach einer Finanzierung für den Straßenausbau gesucht wird.
Personalbeben im Gouverneursamt
Doch ausgerechnet jener Spitzenbeamte, der die Finanzierungsstrategie erklärte, ist seinen Posten los. Nirat Pongsitthaworn wurde am Dienstag von der Insel versetzt, mitten in der heißen Planungsphase. Als Grund für den Rauswurf nennen Insider eine handfeste Fehde mit seinen beiden Stellvertretern. Ein interner Machtkampf, der nun die Chefetage der wichtigsten Straßenplanung Phukets durcheinanderwirbelt.
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