PHANG NGA, Thailand – Knallhartes Durchgreifen gegen illegale Strohmann-Geschäfte und schmutzige Firmen-Deals in Südthailand. Mehr als 16 Regierungsstellen schwärmten am Mittwoch unter Führung von Gouverneur Phairat Phetchayuan und Polizeigeneralmajor Chaikiat Wiriyasatikul zu koordinierten Razzien in den Bezirken Takua Thung und Thai Mueang aus. Im Visier: 174 Unternehmen, die unter dem dringenden Verdacht stehen, mit thailändischen Strohmännern ausländische Besitzverhältnisse zu verschleiern.
Zwei Monate Überwachung münden in Blitz-Razzien
Der massive Schlag gegen die kriminellen Netzwerke kam nicht über Nacht. Ermittler hatten zwei Monate lang Informationen gesammelt, Verdächtige überwacht und Beweise gesichert.
Auf dieser Grundlage erwirkte die behördenübergreifende Task Force schließlich Durchsuchungs- und Haftbefehle und schlug an mehreren Orten gleichzeitig zu.
Ausländischer Chef ohne Arbeitserlaubnis geschnappt
Vor Ort klickten sofort die Handschellen. Die Beamten nahmen mehrere Straftäter fest, darunter eine ausländische Führungskraft in Thai Mueang, die ohne gültige Arbeitserlaubnis arbeitete.
Zusätzlich flogen Betriebe auf, die ohne Lizenz Hotels führten. Die Polizei durchleuchtet nun Finanzunterlagen, Aktionärsstrukturen und weitverzweigte Geschäftsnetzwerke.
Warum die Behörden jetzt so hart durchgreifen
Die Razzien folgen einer klaren Order von Premierminister Anutin Charnvirakul zum Schutz thailändischer Wirtschaftsinteressen. Im Kern geht es gegen Firmen, die Einheimische nur als Stellvertreter-Aktionäre vorschieben, um gesetzliche Beschränkungen für Ausländer zu umgehen.
Laut den Behörden verzerren diese Strohmann-Praktiken den fairen Wettbewerb, rauben lokalen Unternehmern Chancen und untergraben die Lebensgrundlage thailändischer Arbeiter.
15 Hochrisiko-Fälle im Fokus der Fahnder
Polizeigeneralmajor Chaikiat betonte, die Task Force habe die Fälle gegen die Strohmann-Netzwerke systematisch aufgebaut. Die aktuellen Razzien sind nur der Anfang.
Insgesamt 174 Unternehmen in Phang Nga stehen unter Beobachtung. 15 Fälle stuften die Ermittler als Hochrisiko ein und markierten sie für sofortige, tiefgehende Untersuchungen.
Provinz will Netzwerke auf allen Ebenen zerschlagen
Die Provinzführung kündigte an, die proaktive Durchsetzung der Gesetze massiv zu intensivieren. Das Ziel: die kriminellen Strohmann-Netzwerke auf jeder Ebene zu zerschlagen.
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Besonders der Tourismussektor und die breitere Wirtschaft sollen so für thailändische Bürger geschützt werden. Die Ermittlungen zu verbundenen Unternehmen laufen derweil auf Hochtouren weiter.



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