SUVARNABHUMI AIRPORT – Das Department of Special Investigation (DSI) ist auf eine brisante Spur gestoßen: Es geht um mutmaßliche Manipulation bei AOT-Aufträgen im Wert von fast 75 Millionen Baht. Ein Anwalt hat Behörden und Politik ins Visier genommen.
Zeugentüte voller Projekte
Am 16. Juni 2026 rückte Anwalt Sittra Biabungkerd mit einem Berg Papier an. Der Generalsekretär der People’s Lawyer Team Foundation übergab dem DSI detaillierte Unterlagen – darunter Line-Chats, Projektdetails und Beschaffungsinfos.
Die Vorwürfe drehen sich um Internetsysteme und Passagier-Drop-off-Einrichtungen am Suvarnabhumi Airport. Sittra will, dass die Behörde seinen Hinweis als formelle Strafanzeige behandelt, falls sich der Verdacht auf Absprachen erhärtet.
Ex-Vize-Premier unter Beschuss
Der brisanteste Punkt der Beschwerde: Ein ehemaliger stellvertretender Premierminister soll genauso mitgemischt haben wie eine große Nachrichtenorganisation. Beide sollen Arbeiten für Personen koordiniert haben, die jetzt unter Beobachtung stehen.
DSI-Sprecher Polizeioberstleutnant Woranan Srilam nahm die Dokumente offiziell entgegen. Namen der beschuldigten Schwergewichte nannte die Behörde bislang nicht – weder den Politiker noch das Medienhaus.
Millionen-Deals mit Netzwerktechnik
Die Projekte summieren sich auf stolze 74,9 Millionen Baht. Finanziert wurden sie über das Haushaltsjahr 2025 und ergänzende Ausgaben im selben Jahr. Es geht um ein ganzes Bündel an Aufträgen.
In den Papieren tauchen KI-Netzwerkkameras von i-PRO auf, ebenso FastLane-Systeme, Netzwerk-Upgrades, CCTV, Sicherheitstechnik, automatisierte Passkontrollschleusen, Brandmelder und sogar Geschwindigkeitsmessgeräte.
Chef schaltet die Korruptionsjäger ein
DSI-Generaldirektor Polizeimajor Yutthana Praedam zog am 19. Juni die Reißleine. Er wies den Fall direkt dem Büro für Straftaten im Zusammenhang mit Angeboten an staatliche Stellen zu – der Abteilung, die sich auf Angebotsmanipulation spezialisiert hat.
Die Ermittler sollen nun prüfen, ob sich während der Ausschreibung jemand abgesprochen hat. Finden sie genug Belastendes, könnte das Ganze zum formellen Sonderfall hochgestuft werden.
Ermittler wälzen Dokumente
Das DSI-Team steckt bereits mitten in der Sichtung der Unterlagen. Die Beamten bewerten, ob die Beweise die schweren Vorwürfe untermauern und den Sprung zum Spezialfall rechtfertigen.
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Bislang gibt es keine Ergebnisse, keine Anklagen, keine Festnahmen. Die Prüfung läuft auf Hochtouren – Ergebnisse können jederzeit kommen.



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