BANGKOK, THAILAND – Wissenschaftler warnen vor einem drohenden „Super El Niño“ im Jahr 2026, der weite Teile Südostasiens mit extremer Hitze, Dürre und Wasserknappheit bedroht. Besonders thailändische Metropolen wie Bangkok und Samut Prakan zählen laut einer aktuellen Studie der Universität Oxford zu den weltweit am stärksten gefährdeten Städten.
Hohes Hitzerisiko in thailändischen Metropolen
Der Forschungsbericht „Ein global vergleichbarer Rahmen für die Bewertung des Hitzerisikos in Städten“ stuft Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam als weltweit gefährdetsten Ort ein. Bangkok belegt im globalen Vergleich den zweiten Platz, gefolgt von Samut Prakan auf Rang drei.
Das Risiko entsteht durch eine gefährliche Mischung aus hohen Temperaturen, extremer Luftfeuchtigkeit, dem städtischen Wärmeinsel-Effekt, schnellem städtischem Wachstum, der hohen Bevölkerungsdichte, der großen Zahl an Arbeitern im Freien und der Lage in niedrig gelegenen Küstengebieten.
Gefahr durch den Super El Niño
Wissenschaftler beobachten derzeit ungewöhnlich hohe Meeresoberflächentemperaturen im Pazifischen Ozean. Diese Anzeichen deuten auf die Entwicklung eines sogenannten Super El Niño hin, der das globale Wetter massiv beeinflussen könnte.
Sollte sich dieses Phänomen verstärken, drohen Südostasien, Indonesien und Papua-Neuguinea anhaltende Dürreperioden und sinkende Niederschlagsmengen. Dies gefährdet die Ernährungssicherheit, die Wasserressourcen und erhöht das Risiko für großflächige Waldbrände.
Folgen für Umwelt und Weltklima
Die Auswirkungen des Wetterphänomens beschränken sich nicht nur auf Südostasien. Während in Teilen Südamerikas mit Starkregen und Überschwemmungen zu rechnen ist, könnten im Pazifik häufigere und intensivere Taifune entstehen.
Auch die marinen Ökosysteme sind in Gefahr, da die hohen Meerestemperaturen das Risiko einer massiven Korallenbleiche erhöhen. Experten halten es für möglich, dass durch die Kombination aus El Niño und der globalen Erwärmung das Jahr 2027 zum heißesten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wird.
Vorbereitungen in Thailand
Die thailändischen Behörden haben bereits mit der Planung von Wassermanagement-Maßnahmen begonnen. Diese Schritte sind notwendig, da Prognosen darauf hindeuten, dass die Auswirkungen der Dürre bis in das Jahr 2027 anhalten könnten.
Experten betonen jedoch die Unsicherheit der aktuellen Klimamodelle. Sie fordern eine kontinuierliche Überwachung der Daten sowie eine dringende, vorausschauende Planung für Extremwetterereignisse, um die Auswirkungen auf Wirtschaft, Infrastruktur und Gesundheit abzufedern.



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