Thailand – Die Provinz-Wasserwerke schlagen Alarm: Für 2026 zeichnet sich eine doppelte Wasserkrise ab. Experten warnen vor Wasserknappheit, extremer Hitze und später im Jahr vor Starkregen, Überschwemmungen und Sturzfluten. Besonders im Fokus stehen 20 Niederlassungen der PWA in 17 Provinzen.
El Niño könnte Thailand 2026 hart treffen
Für Thailand wird ein El-Niño-Ereignis zwischen Mai und Juli 2026 erwartet. Nach den Prognosen könnte das Land damit in eine doppelte Wasserkrise rutschen, weil Trockenheit und Überschwemmungen im selben Jahr möglich sind.
Der kritische Zeitraum beginnt demnach mit Dürre und großer Hitze von Mai bis August. Von September bis November rückt dann starker Regen in den Vordergrund, mit dem Risiko von Fluten und Sturzfluten.
PWA sichert Wasserreserven und Produktion
Die Provincial Waterworks Authority hat wegen der Prognose ihre Dürrepläne landesweit verschärft. Chakapong Kamchan sagte, die Behörde habe Gebiete geprüft, denen Rohwasser fehlen könnte.
Nach Angaben der PWA sind 20 Niederlassungen in 17 Provinzen beim Wasservolumen gefährdet, weitere 7 Niederlassungen in 5 Provinzen bei der Wasserqualität. Die Behörde beschleunigt deshalb die Sicherung von Wasserreserven und will Produktion und Verteilung stabil halten.
Kostenloses Wasser für Betroffene bleibt Teil des Plans
Die PWA setzt bei der Reaktion auf drei Bereiche: Rohwasserquellen, Produktion und Verteilung sowie öffentliche Unterstützung. Dazu gehört auch die kostenlose Abgabe von Leitungswasser an von Katastrophen betroffene Bewohner.
Im vergangenen Jahr verteilte die PWA mehr als 52 Millionen Liter Wasser kostenlos. Die Behörde macht damit klar, wie ernst sie die Lage für die kommenden Monate einschätzt.
Experten warnen vor extremer Klimavariabilität
Tara Buakamsri verwies darauf, dass die Weltorganisation für Meteorologie eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Bildung von El Niño ab Mitte 2026 sieht. Neue Signale aus dem äquatorialen Pazifik zeigen demnach rasch steigende Meeresoberflächentemperaturen.
Klimaexperten warnen zugleich, dass die globale Erwärmung die Folgen von El Niño verstärkt. Dadurch können Hitzewellen, Starkregen und extremes Wetter heftiger ausfallen als früher.
Thailand muss mit Regen, Flut und Abfluss rechnen
Dr. Seree Supratid vom Climate Change and Disaster Centre der Rangsit University sagte, die Wahrscheinlichkeit für den Übergang zu El Niño liege bei mehr als 80 Prozent. Zugleich betonte er, dass das nicht bedeute, dass Überschwemmungen ausbleiben.
Nach seinen Worten wird Thailand 2026 das ganze Jahr über höhere Temperaturen als üblich erleben, während der jährliche Niederschlag wahrscheinlich unter dem Normalwert liegt. Das könnte die verfügbaren Wasserreserven im Jahr 2027 belasten.
Besonders gefährdet: Norden, Zentralregion und Süden
Für den Norden werden tiefliegende Gebiete als gefährdet genannt, in der Zentralregion drohen überlaufende Flussufer. Im Süden steigt zum Jahresende das Risiko durch Abfluss und Sturzfluten.
Als besonders wichtig gilt die Überwachung von Mae Sai in Chiang Rai. Dort könnte starker Regen aus dem Shan State in Myanmar die Lage verschärfen; der Schweregradindex liegt bei 0,7 bis 0,8.
TEI drängt auf den nationalen Anpassungsplan
Das Thailand Environment Institute fordert, die Reaktion auf die Wasserkrise am nationalen Anpassungsplan auszurichten. Genannt werden Wasserressourcen, Siedlungssicherheit, Landwirtschaft und öffentliche Gesundheit. Dazu gehören weniger Wasserverluste, neue Reserven, fairere Regeln für die Wassernutzung, angepasste Anbaumuster und der Schutz vor Problemen wie Salzwassereinbruch und Abwasserbelastung. Die Experten machen damit klar: Thailand braucht Vorbereitung auf Dürre und Flut zugleich.
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