Bangkok, Thailand – Die Food and Drug Administration zieht bei Fischkonserven jetzt die Reißleine. Nach Beschwerden über falsche Angaben auf den Dosen ordnete die Behörde landesweite Kontrollen in Fabriken und Geschäften an. Im Fokus stehen Hygiene, Kennzeichnung und mögliche Täuschung der Verbraucher.
FDA schickt Kontrolleur nach Samut Songkhram
Die FDA hat landesweite Inspektionen von Fischkonservenfabriken und Einzelhandelsgeschäften angeordnet. Hintergrund sind Beschwerden, dass manche Produkte Fischarten enthalten, die nicht zu den Angaben auf dem Etikett passen.
FDA-Generalsekretärin Supattra Boonserm sagte am Sonntag, die Behörde arbeite dafür mit den Gesundheitsämtern der Provinzen zusammen. Geprüft werden Produktionsstätten und Verkaufsstellen im ganzen Land.
GMP-Standards und Etiketten im Visier
Die Kontrollen konzentrieren sich auf die Standards der Guten Herstellungspraxis. Dazu gehören Fabrikhygiene, sanitäre Einrichtungen, Abwassermanagement und die Einhaltung gesetzlicher Herstellungsanforderungen.
Außerdem sollen die Behörden die Produktetiketten genau ansehen. Entscheidend ist, dass die verwendete Fischart mit der Angabe auf der Verpackung übereinstimmt und keine Ersatzware eingesetzt wird, um Käufer zu täuschen.
Tilapia statt Sardinen in 425-Gramm-Dosen
Ein konkreter Fall kam aus Samut Songkhram. Dort ließen Beamte eine Fabrik prüfen, nachdem Verbraucher bei Sardinen in Tomatensoße in Dosen stutzig geworden waren.
Labortests des Fischereiministeriums ergaben: In den 425-Gramm-Dosen steckte Tilapia statt der angegebenen Sardinen. Die Behörden beschlagnahmten 235 Dosen aus der betroffenen Charge.
Falsche Fischart gilt als „gefälschtes Lebensmittel“
Die FDA wertet den Austausch einer Fischart bei falscher Kennzeichnung als „gefälschtes Lebensmittel“ nach dem Lebensmittelgesetz. Wer dagegen verstößt, muss mit bis zu 10 Jahren Haft und Geldstrafen zwischen 5.000 und 100.000 Baht rechnen.
Zusätzliche Verstöße wegen irreführender Kennzeichnung können mit bis zu 30.000 Baht geahndet werden. Wer die GMP-Standards nicht einhält, riskiert zudem Geldstrafen von bis zu 10.000 Baht.
Auch Samut Sakhon steht unter Beobachtung
Die jüngsten Kontrollen knüpfen an Untersuchungen in Samut Sakhon Anfang dieses Monats an. Dort hatte ein virales Facebook-Video die Frage ausgelöst, ob Makrelenkonserven tatsächlich Makrele enthalten. Nach Tests des Fischereiministeriums stand fest: Auch diese Produkte enthielten Tilapia statt Makrele. Verbraucher können falsch gekennzeichnete Lebensmittel über die Hotline 1556, den Line-Account @FDAThai, die Facebook-Seite FDAThai oder die Gesundheitsämter der Provinzen melden.
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