KOH SAMUI, THAILAND – Ein französischer Vater und seine beiden Söhne haben vor Koh Samui eine ganze Nacht auf offener See überstanden. Rund 17 Stunden lang trieben die drei bei Dunkelheit und bis zu vier Meter hohen Wellen auf ihrem havarierten Jetski, bevor Rettungskräfte sie am Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr rund 13 Kilometer östlich der Insel Koh Mat Lang lebend fanden.
Familie lebend gefunden
Was die Nacht für den 50 Jahre alten Vater und seine neun und zwölf Jahre alten Söhne bedeutet haben muss – stundenlang allein auf dem dunklen, aufgewühlten Meer, ohne zu wissen, ob und wann Hilfe kommt – endete am Morgen glücklich. Die lokale Facebook-Nachrichtenseite Nai Sanam bestätigte, dass alle drei lebten, das englischsprachige Nachrichtenportal Khaosod English beschrieb sie übereinstimmend als unversehrt, aber erschöpft.
Zur Kontrolle wurden Vater und Söhne ins Bangkok Hospital Samui gebracht. Mutter und Tochter waren während der Fahrt an Land geblieben. Nai Sanam dankte allen Behörden und Helfern, die an der Suche beteiligt waren.
Jetski kehrte nicht zurück
Der Vater hatte am 13. August gegen 17.30 Uhr mit seinen neun und zwölf Jahre alten Söhnen einen grün-weißen Sea-Doo-Jetski am Chaweng Beach in der Provinz Surat Thani für eine halbe Stunde gemietet.
Eine Angehörige, die an Land geblieben war, sah die drei zunächst in Richtung Lamai Beach fahren, bevor sie aus ihrem Blickfeld verschwanden. Als das Fahrzeug nicht zurückkehrte, alarmierte der Verleiher gegen 20.25 Uhr die Polizei.
Suche bis nach Koh Pha Ngan ausgeweitet
Die Polizeiinspektion Bor Phud, die Bezirksverwaltung von Koh Samui, Katastrophenschutzkräfte, der örtliche Jetski-Club sowie freiwillige Helfer beteiligten sich an der Suche, die zeitweise bis in die Gewässer nahe Koh Pha Ngan ausgeweitet wurde.



Wegen Dunkelheit und gefährlicher Seeverhältnisse wurde die Suche gegen ein Uhr nachts unterbrochen – für die Familie auf dem Wasser hieß das: weitere Stunden warten, ohne zu wissen, wann die Suche weitergeht. Um neun Uhr morgens setzten die Teams sie fort, rund zwei Stunden später wurde die Familie gefunden.
Späte Fahrten bei rauer See vermeiden
Der Fall sorgte unter Bewohnern von Koh Samui in sozialen Netzwerken für große Aufmerksamkeit. Nutzer teilten Informationen und vermuteten vor dem Fund, die Familie könne in Richtung Koh Pha Ngan gefahren sein, keinen Treibstoff mehr gehabt oder einen anderen Strand auf Koh Samui erreicht haben.
Wer auf der Insel einen Jetski oder ein anderes kleines Wasserfahrzeug mietet, sollte die Wetterlage prüfen, die geplante Route und Rückkehrzeit beim Verleiher hinterlegen und bei rauer See nicht starten. Wer ein Fahrzeug in Schwierigkeiten sieht, sollte sofort die örtlichen Rettungsdienste oder nahe Verleiher informieren.


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