Lebenslange Haft für Promi-Koch Daniel Sancho

Das Berufungsgericht in Thailand lehnt Sanchos Antrag ab. Der spanische Koch bleibt wegen vorsätzlichen Mordes lebenslang im Gefängnis.

Lebenslange Haft für Promi-Koch Daniel Sancho
Naewna

KOH SAMUI, THAILAND – Das Berufungsgericht Region 8 hat die lebenslange Haft für den spanischen Koch Daniel Sancho Bronchalo bestätigt. Es wies am 25. September 2026 sowohl seine Berufung als auch den Einspruch der Eltern des kolumbianischen Schönheitschirurgen Edwin Arrieta Arteaga ab. Damit bleibt das Urteil wegen vorsätzlichen Mordes bestehen.

Werbeanzeige

Beide Berufungen scheitern

Die Entscheidung wurde am Provinzgericht Koh Samui in Surat Thani verkündet. Sancho hatte gegen seine Verurteilung Berufung eingelegt, ebenso Arrietas Eltern gegen die Herabsetzung der ursprünglich verhängten Todesstrafe.

Das Berufungsgericht bestätigte die lebenslange Haft. Die Eltern hatten eine Hinrichtung gefordert, Sancho dagegen geltend gemacht, er habe Arrieta nicht töten wollen.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Haftstrafe und Entschädigung bleiben bestehen

Das Gericht in Koh Samui hatte Sancho zunächst zum Tode verurteilt, die Strafe dann aber in lebenslange Haft umgewandelt. Zusätzlich muss er Arrietas Eltern 4,424 Millionen Baht zahlen.

Die Eltern hatten 30 Millionen Baht Entschädigung verlangt. Nach der Begründung des Gerichts können weitere Strafen nicht zu einer lebenslangen Haft hinzugefügt werden. Die Todesstrafe kann daher nicht nachträglich wieder eingesetzt werden.

Werbeanzeige

Sancho bestritt den Mordvorsatz

Sancho räumte ein, eine Leiche verborgen oder beseitigt zu haben, um den Tod oder dessen Ursache zu verschleiern. Den Vorwurf des vorsätzlichen Mordes bestritt er ebenso wie den Vorwurf, Arrietas Reisepass beschädigt, zerstört, beseitigt oder unbrauchbar gemacht zu haben.

In seiner Berufung erklärte Sancho, Arrieta sei während einer Auseinandersetzung versehentlich gestorben. Die Eltern argumentierten dagegen, es gebe keinen Grund, die Todesstrafe in einem Fall vorsätzlichen Mordes herabzusetzen.

Naewna
Werbeanzeige
Werbeanzeige

Gericht sah Widersprüche in Sanchos Aussagen

Im Prozess hatte Sancho den Tod als Folge eines Gerangels dargestellt. Sancho sagte, Arrieta habe ihn bedrängt und gedroht, ein Geheimnis offenzulegen, falls er ablehne. Dabei sei Arrieta unglücklich gestürzt. Er selbst habe nicht die Absicht gehabt, Arrieta zu töten.

In einer früheren Aussage bei der Polizei beschrieb Sancho nach Angaben des Gerichts einen anderen Ablauf. Das Gericht stellte fest, Sancho habe die frühere Aussage gemacht, bevor Zeit gewesen sei, eine alternative Darstellung zu entwickeln. Darin räumte er ein, Arrieta im Verlauf des Streits selbst schwer verletzt zu haben.

Werbeanzeige

Hotelzimmer und Ausrüstung als Hinweise auf Planung

Sancho hatte laut Gericht Werkzeuge, Müllsäcke, Gummihandschuhe und Reinigungsmittel in dem Bungalowzimmer aufbewahrt, das er im Bungalow Villa Hotel gebucht hatte. Die Richter sahen darin Hinweise auf eine Vorbereitung des Tatorts und auf Mittel zur Beseitigung von Spuren.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Als Arrieta auf Koh Phangan ankam, holte Sancho ihn ab und brachte ihn in dieses Hotel. Arrieta hatte eigentlich eine Unterkunft im Panviman Resort gebucht. Das Gericht wertete auch die Wahl des Zimmers als Hinweis auf Planung.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Sancho blieb laut Gericht eine Stunde im Zimmer

Die Richter erklärten, Sancho hätte Arrieta in ein Krankenhaus bringen oder Hotelmitarbeiter um Hilfe bitten können, wenn er dessen Tod nicht beabsichtigt hätte. Stattdessen blieb er laut Gericht etwa eine Stunde im Zimmer, bevor er begann, die Leiche zu beseitigen.

Lesen Sie auch: Thailändischer Pass: So läuft die Einbürgerung ab

Aus den unterschiedlichen Aussagen, der Ausrüstung und dem Verhalten nach dem Tod leitete das Berufungsgericht eine Vorbereitung der Tat ab. Es bestätigte deshalb die Verurteilung wegen vorsätzlichen Mordes und die lebenslange Haft.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: AseanNow

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.