Neue Unwetter! 76 Provinzen in Alarmbereitschaft

Für den 4. und 5. Oktober sagt der Wetterdienst verbreitete Gewitterschauer voraus. In Bangkok soll Wasser schneller abgeleitet und ein Überlaufen der Kanäle verhindert werden.

Neue Unwetter! 76 Provinzen in Alarmbereitschaft
Nation

BANGKOK, THAILAND – Für den 4. und 5. Oktober erwartet der Wetterdienst verbreitete Gewitterschauer. Ministerpräsident und Innenminister Anutin Charnvirakul wies deshalb die Gouverneure aller 76 Provinzen an, Personal, Ausrüstung und Notunterkünfte bereitzuhalten. Obwohl sich die Hochwasserlage zu entspannen schien, könne sich die Lage andernorts erneut verschärfen.

Alle 76 Provinzen sollen sich auf neue Überschwemmungen einstellen

Anutin erteilte die Anweisung bei einer Sitzung am Freitag, dem 2. Oktober. Die Einschätzung des thailändischen Wetterdienstes zeige, dass die Wetterlage weiterhin unsicher sei.

Auch Provinzen, in denen die Wasserstände bereits zurückgehen, sollen für neue Überschwemmungen gewappnet bleiben. Behörden müssen Personal, Ausrüstung, Lebensmittel und weitere wichtige Güter bereithalten und ihre Einsatzpläne prüfen.

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Anutin leitete Krisensitzung zum dritten Tag in Folge

Der Ministerpräsident führte die Sitzung des Nationalen Kommandos für Katastrophenschutz im Katastrophenschutzamt. Gouverneure aus allen 76 Provinzen nahmen per Videokonferenz teil.

Zu den Teilnehmern gehörten Vizepremier und Finanzminister Ekniti Nitithanprapas, Minister im Büro des Ministerpräsidenten Paradorn Prissananantakul sowie Verteidigungsminister Generalleutnant Adul Boonthumjaroen und weitere Beamte.

Wasser soll schneller abgeleitet werden, Bangkok steht im Blick

Anutin verlangte, die Entwässerung über Pumpstationen zu beschleunigen. Auch Geräte zur Wasserförderung sollen im gesamten Entwässerungsnetz eingesetzt werden, darunter in Kanälen, die mit Entwässerungstunneln verbunden sind.

Besonders hob er Bangkok hervor. Behörden sollen geeignete Standorte für die Geräte festlegen, den Wasserabfluss eng überwachen und verhindern, dass Wasser über die Ufer von Kanälen tritt. Das Wasser soll schneller ins Meer gelangen, ohne Streit zwischen benachbarten Gebieten auszulösen.

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Lebensmittel und Notunterkünfte müssen bereitstehen

Die Provinzen sollen für Menschen in Überschwemmungsgebieten Lebensmittel, Trinkwasser und Toiletten verfügbar halten. Notunterkünfte müssen jederzeit einsatzbereit sein.

Bewohner und Besucher aus dem Ausland sollen Warnungen der Provinz- und Lokalbehörden beachten. Das gilt besonders dort, wo starker Regen Straßenverkehr, lokale Transportangebote oder den Zugang zu Unterkünften beeinträchtigen könnte.

Behörden sollen einheitliche Hochwasserangaben nutzen

Anutin wies alle staatlichen Stellen an, bei Lageberichten und öffentlichen Mitteilungen dieselben Daten zu verwenden. Unterschiedliche Angaben sollten die Bevölkerung nicht verwirren. So soll auch sichergestellt werden, dass alle die Lage auf derselben Grundlage beurteilen.

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Die Behörden sollen betroffene Gebiete weiter beobachten, aktuelle Meldungen aus den Orten einholen und ihre Einsatzpläne an die Lage anpassen. Hilfsanfragen und Berichte über örtliche Probleme sollen in die Organisation der Unterstützung einfließen.

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Für Schäden gelten je nach Zeitpunkt unterschiedliche Regeln

Schäden, die vor dem 1. Oktober entstanden sind, werden nach den bestehenden Hilfsregeln des Katastrophenschutzamts behandelt. Für Schäden ab dem 1. Oktober gilt das staatliche Katastrophenversicherungsprogramm für 30 Millionen Haushalte, vorbehaltlich der jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Gutachter von Versicherungen sollen an der Bewertung der Schäden mitwirken. Anutin beauftragte Finanzminister Ekniti, die Versicherungsaufsicht als unparteiische Vermittlerin zwischen Versicherern und Versicherten einzusetzen.

Versicherte Schäden an Fahrzeugen sollen rasch geklärt werden

Die Anordnung umfasst auch die dringende Abstimmung bei versicherten Hochwasserschäden an Sachwerten, Fahrzeugen, Schubkarren und Motorrädern. Als Vorbild nannte Anutin ein früheres Vorgehen im Bezirk Hat Yai in der Provinz Songkhla.

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Ausländer mit thailändischen Versicherungspolicen sollen sich bei ihrem Versicherer über den Versicherungsschutz und die Bedingungen für Schadenmeldungen informieren.

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Quelle: AseanNow

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