BANGKOK, Thailand – Ausländische Touristen sollen eine Gebühr von 450 Baht zahlen, die teilweise ihre Versicherung finanziert. Das will das Gesundheitsministerium, weil Krankenhäuser auf hohen unbezahlten Behandlungskosten sitzen bleiben: 32 Kliniken stellten ausländischen Patienten 2024 knapp 17 Milliarden Baht in Rechnung, erhielten aber nur knapp 10 Milliarden. Zusätzlich wird eine Ausreisesteuer von 1.000 Baht diskutiert. Beide Vorschläge sind noch nicht in Kraft.
Krankenhäusern fehlten 7,022 Milliarden Baht
Die 32 Kliniken berechneten ausländischen Patienten 2024 zusammen 16,957 Milliarden Baht für Behandlungen. Eingegangen sind davon 9,935 Milliarden Baht.
Damit erhielten die Krankenhäuser im Schnitt rund 59 Baht je 100 Baht Rechnungssumme. Die Differenz betrug 7,022 Milliarden Baht.
Auch eine Umfrage unter mehr als 30 Kliniken zeigte Ausfälle
Gesundheitsminister Pattana Promphat sagte, eine vorläufige Erhebung bei mehr als 30 regionalen Krankenhäusern habe jährlich mehrere Milliarden Baht an uneinbringlichen Behandlungskosten ergeben.
Eine Versicherung könnte nach seiner Einschätzung das Risiko verlagern: Das Risiko, Behandlungskosten nicht einzunehmen, würde dann von den Krankenhäusern auf Versicherer übergehen.
Gebühr zunächst für Einreisen per Flugzeug geplant
Das Tourismus- und Sportministerium schlägt vor, von berechtigten ausländischen Touristen 450 Baht pro Person zu erheben. Zunächst soll die Abgabe für Anreisen mit dem Flugzeug gelten.
Für Einreisen auf dem Land- und Seeweg wäre die Einführung nach dem Vorschlag um ein Jahr verschoben. Ein Teil der Einnahmen soll eine Versicherung für Besucher finanzieren. Pattana sagte, die Absicherung solle Touristen gelten, die nicht zum Arbeiten einreisen.
Dazu kommt die Diskussion um 1.000 Baht Ausreisesteuer
Parallel prüft das Finanzministerium eine Ausreisesteuer von 1.000 Baht für jeden Abflug, die Ausländer und Thais gleichermaßen treffen würde. Die öffentliche Konsultation dazu läuft noch bis zum 29. Oktober. Wir haben gestern ausführlich darüber berichtet.
Der Reisebüroverband ATTA rechnet vor, dass zusammen mit der bestehenden Flughafengebühr von 1.120 Baht und der geplanten Touristengebühr von 450 Baht 2.570 Baht pro ausländischem Besucher zusammenkämen. Auch diese Steuer ist noch nicht beschlossen.
Versicherung wäre nicht für alle ausländischen Patienten
Die Zahlen der Krankenhäuser umfassen mehrere Gruppen ausländischer Patienten und beziehen sich nicht allein auf Touristen. Eine Versicherung aus der geplanten Gebühr würde nur für berechtigte Touristen gelten, die die Abgabe zahlen.
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Die Behörden müssten daher die Datengrundlage und den Umfang des Versicherungsschutzes prüfen. Außerdem bräuchten Krankenhäuser ein Verfahren, um die Berechtigung festzustellen und Ansprüche bei Versicherern geltend zu machen.
Vorschlag wird noch geprüft
Bei einer Anhörung am 6. Oktober unter Leitung von Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul berieten Vertreter der Regierung, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft über die Gebühr und die Versicherung. Pattana sagte, sein Ministerium unterstütze den Vorschlag, habe aber Bedenken zu Teilen des Entwurfs geäußert.
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Die Pläne sind noch in der Prüfung und gelten bislang nicht. Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

In früheren Artikeln war immer die Rede von diversen 100 Mio Baht, jetzt sind es bei 30 befragten Krankenhäusern angeblich 7 Mrd Baht, das wären pro Krankenhaus circa 6 Mio Euro umgerechnet.
Vermutlich geht es darum, das klamme Staatssäckel zu füllen.