CHACHOENGSAO, THAILAND – Im Unterbezirk Pak Nam im Bezirk Bang Khla in Chachoengsao steht das Wasser seit mehr als zwei Wochen in vielen Häusern. Die Bewohner fürchten, dass die Überflutung noch weitere 30 Tage dauern könnte. Große Lkw, die ungebremst durch eine Gasse fahren, verschärfen die Lage, weil ihre Wellen die Sandsäcke überspülen und Wasser in die Wohnungen drücken.
Lkw-Wellen drücken Wasser in die Häuser
Jintana, eine Betroffene aus Moo 1 in Pak Nam, hat Reportern Aufnahmen aus einer Überwachungskamera in der Soi Anamai Kao gezeigt. Darauf sind große Lkw zu sehen, die die Gasse passieren, ohne abzubremsen.
Die Wellen schwappen über die Sandsäcke, die die Anwohner gegen das Wasser aufgeschichtet haben, und fließen in die Häuser. Dort richten sie zusätzlichen Schaden an den Habseligkeiten an. Jintana bittet Lkw-Fahrer, die Gasse zu meiden, solange es nicht unbedingt nötig ist. Wer dort fahren muss, soll langsam und vorsichtig fahren. Außerdem bittet sie die zuständigen Behörden, Maßnahmen wie Beschränkungen für große Fahrzeuge oder eine Verkehrsregelung in gefährdeten Gebieten zu prüfen.
Familien leben seit über zwei Wochen mit dem Wasser
In Bang Khla, vor allem in Pak Nam, prägt die Überflutung den Alltag. Viele Familien leben seit mehr als zwei Wochen mit stehendem Wasser.
Die Aussicht auf einen weiteren Monat mit Hochwasser bereitet den Bewohnern große Sorgen. Sie fragen sich, wie lange sie noch mit den Belastungen leben müssen.
Verlust trifft Besitzer schwer
Thanathon ist Patientenbetreuer im Krankenhaus Bang Khla und selbst vom Hochwasser betroffen. Er sagt, die Menschen hätten in den vergangenen zwei Wochen große Schwierigkeiten gehabt.
Manche beschädigten Haushaltsgegenstände wirken auf Außenstehende vielleicht nicht wertvoll. Für ihre Besitzer stecken darin aber Jahre harter Arbeit, deshalb trifft der Verlust sie schwer. Auch der Weg zur Arbeit ist zur großen Hürde geworden. Selbst wenn der Arbeitsplatz trocken bleibt, machen überflutete Straßen das Pendeln schwierig. Viele können es sich nicht leisten, nicht zu arbeiten, weil sie weiter Geld verdienen und ihre Familien versorgen müssen.
Pflegebedürftige schwer aus den Häusern zu bringen
Thanathon warnt, dass die Folgen für die psychische Gesundheit und die Lebensbedingungen schwer werden könnten, falls das Wasser weitere 30 Tage steht. Besonders schwierig ist die Lage für Familien, die bettlägerige Patienten, ältere Menschen oder andere Personen mit engem Betreuungsbedarf pflegen.
Diese Menschen aus ihren Häusern zu holen, ist schwierig, wenn die Straßen unter Wasser stehen und nur wenig Hilfe verfügbar ist.
Essen, Toiletten und Gestank im stehenden Wasser
Auch die Versorgung mit Lebensmitteln und die Hygiene bereiten Sorgen, vor allem in Gegenden, die Rettungskräfte nur schwer erreichen. Frauen und ältere Bewohner, die lange in den überfluteten Gebieten bleiben müssen, haben besonders große Probleme, die Toiletten zu benutzen.
Thanathon berichtet außerdem, dass sich das stehende Hochwasser zu verschlechtern begann. Es verbreitet üble Gerüche und hinterlässt Müll, was den Alltag weiter erschwert.
Dank an Helfer, Ruf nach dauerhaften Lösungen
Thanathon dankt den staatlichen Stellen, Organisationen und Freiwilligen, die den Bewohnern weiter helfen. Jede Unterstützung zähle, auch in Gegenden, die schwer zugänglich sind.
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Gleichzeitig fordert er dauerhafte Lösungen, damit sich die Überschwemmungen nicht Jahr für Jahr wiederholen. Die Menschen verlieren weiter Besitz, Einkommen und Arbeit. Die Behörden sollen die Pläne für die Wasserwirtschaft beschleunigen und klare Hilfsmaßnahmen festlegen, damit die Bewohner ihr Leben wieder planen können, ohne über lange Zeit ungewiss zu bleiben.
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