BANGKOK, Thailand – Thailands Polizeichef hat angekündigt, Kommandanten und Revierleiter binnen 24 Stunden zu versetzen, wenn in ihrem Gebiet Vernachlässigung festgestellt wird. Polizeigeneral Samran Nuanma nannte als Vorrang den Kampf gegen Lasterhöhlen, Glücksspielhallen und Menschenhandel. Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bringt die Vorgabe konkrete Änderungen bei Kontrollen und beim Schutz vor Kriminalität.
24 Stunden für Versetzungen bei Vernachlässigung
Am 9. Oktober erklärte Polizeigeneral Samran Nuanma, wo die Polizei zuerst hinschauen muss. Ganz oben stehen Lasterhöhlen, illegale Spielbanken und Menschenhandel. Wenn in einem Gebiet Vernachlässigung festgestellt wird, sollen der zuständige Kommandant und Revierleiter innerhalb von 24 Stunden versetzt werden.
Parallel soll die Polizei Regierungsrichtlinien beschleunigt umsetzen. Die Polizei soll danach auch mit aller Entschlossenheit gegen Drogen, Nominee-Kapitalgruppen, Betrügerbanden und grenzüberschreitende Verbrecherorganisationen vorgehen.
Verkehrskontrollen: Keine Gesichtsverhüllung mehr
Der Polizeichef ordnete an, dass Verkehrspolizisten ihren Kontrollen offen und ehrlich gegenübertreten. Die Beamten dürfen künftig keine Hauben mehr tragen, die das Gesicht verdecken. Wer wegen der Luftverschmutzung einen Schutz braucht, soll stattdessen einen weißen medizinischen Mundschutz tragen.
Bei extremer Hitze sollen Kontrollstellen ganz ausfallen. Auch bei Verstößen setzt die Führung auf Ermahnungen. Strafen sollen nur dann folgen, wenn sie unbedingt nötig sind, und dann in gestaffelter Höhe.
Zwei Ebenen: Helfen und durchgreifen
Die Durchsetzung des Verkehrsrechts wird in zwei Teile gegliedert. Der eine Teil betrifft das Helfen und Erleichtern, der andere die Durchsetzung des Gesetzes. Im Vordergrund stehen Ermahnungen und Hinweise.
Jeder Kontrollpunkt muss der Öffentlichkeit erklären können, warum er eingerichtet wurde. Außerdem muss klar benannt sein, welcher Vorgesetzte die Stelle leitet.
Drei Schutzzonen vom Haus bis zur Straße
Im Wohnbereich soll die Polizei nach einer Meldung so schnell wie möglich vor Ort sein. Liegt keine Meldung vor, sind stichprobenartige Besuche vorgesehen. In Einkaufszentren und Wohnsiedlungen will die Polizei mit den privaten Sicherheitskräften zusammenarbeiten, von denen es nach Angaben des Polizeichefs mehr als 350.000 gibt. Sie sollen als Netzwerk bei der Beobachtung und Betreuung helfen.
Auf öffentlichen Plätzen trägt die Polizei die direkte Verantwortung. Ziel ist, dass die Menschen sicher unterwegs sind, wenn sie das Haus verlassen. Jeder Kontrollpunkt muss seinen Zweck gegenüber der Öffentlichkeit erklären können.
Ermittlungen: Nach Fakten korrekt entscheiden
Nach den Worten des Polizeichefs müssen Ermittler nicht jede Akte zur Anklage bringen. Wichtiger sei, dass Fälle hundertprozentig richtig nach den Tatsachen entschieden werden. Dadurch sollen Opfer und Beschuldigte gleichermaßen fair behandelt werden.
Die Ermittler sollen zudem moderne Technik nutzen, um Täter schneller zu fassen. Der Polizeichef verlangte, dass Täter zügig gefasst und bestraft werden.
Fünf Arbeitsfelder und die Rolle der Führung
Die Vorgaben fasste der Polizeichef in einem Rahmen mit fünf Arbeitsfeldern zusammen. Die Kriminalitätsbekämpfung hat dabei Vorrang vor allen anderen Aufgaben. Bei Vernachlässigung in einem Gebiet sollen der zuständige Kommandant und Revierleiter versetzt werden.
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