SURIN, THAILAND – Als die Familie einer 46 Jahre alten Frau die Trauerzeremonien vorbereitete, fand sie im Sarg die Leiche eines Mannes. Der Körper war zuvor aus der Provinz Rayong überführt worden. Nun soll die Verwechslung durch einen Tausch der beiden Toten korrigiert werden.
Männerleiche im Sarg entdeckt
Im Tempel Wat Ban Ta Mo im Distrikt Lamduan warteten die Angehörigen auf den Leichnam von Oi Jannubin. Als Verwandte und Dorfbewohner den Sarg öffneten und den Leichensack aufzogen, um der Toten neue Kleidung anzuziehen, lag darin der Körper eines Mannes.
Der Mann war vermutlich etwa 50 Jahre alt. Die Entdeckung löste bei der Familie und bei anderen Menschen im Tempel große Bestürzung aus.
Übergabe in Rayong ohne Gesichtskontrolle
Oi Jannubin war an einer ischämischen Herzkrankheit gestorben. Ihr Leichnam sollte in ihre Heimatprovinz gebracht werden, um dort religiöse Zeremonien abzuhalten. Laut dem Rettungshelfer Chattrawat Kongkla, 30, der den Körper transportierte, wurde er in Rayong nach Krankenhausunterlagen freigegeben und in Anwesenheit eines Verwandten übernommen.
Der Leichensack war verschlossen. Als die Angehörigen das Gesicht sehen wollten, hieß es, es handle sich um einen Infektionsfall, der nicht geöffnet werden dürfe. Das Personal beteuerte trotzdem, die richtige Leiche übergeben zu haben.
Zweifel schon vor der Fahrt
Die Verwandten hatten bereits vorher darauf hingewiesen, dass Oi Jannubin einen größeren Körperbau hatte. Der Körper, den sie übernahmen, wirkte kleiner. Trotzdem bestand das Personal weiter darauf, dass es sich um die richtige Person handle.
Erst im Tempel, als die Vorbereitungen begannen, erfuhr die Familie, dass es sich um einen Mann handelte. Das Krankenhaus wurde daraufhin kontaktiert, um die Rückgabe von Oi Jannubins Leichnam dringend zu organisieren. Der Tausch sollte bei der Rückfahrt des Personals erfolgen.
Dorfvorsteher warnt vor Wiederholung
Saksit Sukbanthoeng, 53, Dorfvorsteher von Ban Ta Mo, sagte, dass an dem Vorgang niemand zuvor einen solchen Fehler erlebt habe. Wer mit Leichen umgehe, müsse alle Angaben genau prüfen, damit sich ähnliche Verwechslungen nicht wiederholen.
Auch am Tempel war die Stimmung ruhig. Die Stühle und Tische für die Trauergäste standen bereit, doch die Angehörigen und Anwohner waren nach Hause gegangen, um auf die richtige Leiche zu warten.
Familie will Beisetzung ermöglichen
Nach den Worten des Dorfvorstehers wollte die Familie die Verwechslung nicht zu einer großen Sache machen. Sie wollte vor allem, dass Oi Jannubins Leichnam zurückkommt, damit die Beerdigung stattfinden kann.
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Zugleich bat die Familie das Krankenhaus, bei der Freigabe von Leichen künftig besonders auf genaue Identitätskontrollen zu achten.

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