Schweiz zückt 120 Millionen Dollar für Thailands Klimaprojekte

Bundespräsident Parmelin kommt erstmals seit 22 Jahren nach Thailand, mit Ehrengarde und Nationalhymnen. Auch Handelsabkommen und Betrugsbanden stehen auf dem Tisch. Was springt für die Gäste heraus?

Schweiz zückt 120 Millionen Dollar für Thailands Klimaprojekte
Royal Thai Government, Nation

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin ist am Donnerstag zu einem offiziellen Besuch in Thailand empfangen worden. Der Besuch ist der erste eines Schweizer Staatspräsidenten in Thailand seit 22 Jahren und fällt auf das 95-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen beider Länder. Wichtigstes Ergebnis: Die KliK-Stiftung soll CO2-Gutschriften im Wert von rund 120 Millionen US-Dollar aus neuen Klimaprojekten in Thailand kaufen.

KliK-Stiftung will CO2-Gutschriften für rund 120 Millionen US-Dollar kaufen

Die KliK-Stiftung soll CO2-Gutschriften im Wert von etwa 120 Millionen US-Dollar aus neuen Klimaprojekten in Thailand erwerben. Grundlage ist die bisherige Zusammenarbeit beider Länder nach Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens.

Der Kauf soll Gelegenheit bieten, grüne Finanzierungen zu mobilisieren und Thailands Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu beschleunigen. Der Kauf soll zudem neue Klimaprojekte unterstützen.

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Empfang mit Ehrengarde im Government House

Ministerpräsident Anutin Charnvirakul begrüßte Parmelin um 10.40 Uhr vor dem Thai Khu Fah Building. Die Begrüßung verlief in einer herzlichen und freundlichen Atmosphäre, zu der eine Ehrengarde sowie die Nationalhymnen der Schweiz und Thailands gehörten.

Danach ließen sich beide auf der Treppe in der Zentralhalle fotografieren und trugen sich ins Gästebuch der Regierung ein. Im Ivory Room betrachteten sie die Geschenke, die beide Seiten ausgetauscht hatten, bevor ein Treffen in kleiner Runde im Empfangsraum im zweiten Stock folgte.

Freihandelsabkommen mit der EFTA soll so bald wie möglich in Kraft treten

Beide Seiten betonten, dass das Freihandelsabkommen zwischen Thailand und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) so schnell wie möglich in Kraft treten soll. Das Abkommen hat das Parlament bereits gebilligt.

Die Vereinbarung soll Handel und Investitionen ausweiten und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken. Die Schweiz war 2025 Thailands größter Handelspartner in Europa und hat diese Position in den ersten neun Monaten 2026 gehalten.

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Schweizer Investitionen in Zukunftsbranchen sollen steigen

Die Seiten vereinbarten, Investitionen in Zukunftsbranchen zu fördern, darunter fortschrittliche Fertigung, Medizintechnik, Lebensmittelinnovationen und grüne Technologien. Begleitet wurde Parmelin von einer Schweizer Wirtschaftsdelegation.

Thailand will vor allem Investitionen in Branchen mit hoher Wertschöpfung und in moderne Technologien unterstützen. Geplant sind außerdem Kooperationen beim Technologietransfer und beim Aufbau von Lieferketten.

Forschung, Innovation und Berufsbildung im Fokus

Die Stärken der Schweiz in Forschung und Innovation passen zu Thailands Ziel, eine innovativere und wettbewerbsfähigere Wirtschaft aufzubauen. Besprochen wurden engere Kontakte zwischen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen, etwa bei gemeinsamer Forschung und bei der praktischen Anwendung von Innovationen in der Industrie.

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Thailand schätzt die Expertise der Schweiz in Bildung und beruflicher Ausbildung, besonders die enge Verbindung zwischen Bildung und Industrie. Beide Seiten wollen die Qualifizierung von Fachkräften ausbauen, damit die Beschäftigten auf künftige Branchen vorbereitet sind.

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Bangkok E-Bus Programme als Beispiel für Klimaerfolge

Als konkretes Beispiel nennen die Partner das Bangkok E-Bus Programme, mit dem rund 2.000 Elektrobusse eingeführt wurden. Die Busse helfen, Treibhausgasemissionen und Luftverschmutzung zu senken und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

Die Zusammenarbeit beim Klimaschutz nach Artikel 6 des Pariser Abkommens soll weitergehen. Beide Länder wollen sie auch über multilaterale Formate vorantreiben.

Unterstützung für OECD-Beitritt und Kampf gegen Betrugsbanden

Beide Seiten waren bereit, Thailands Beitritt zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durch fachlichen Austausch zu Investitionen, guter Regierungsführung und Humankapital zu unterstützen. Anutin und Parmelin sprachen zudem über den gemeinsamen Kampf gegen Online-Betrugsbanden und illegale Finanzströme.

Anutin zeigte sich zuversichtlich, dass der Besuch die Beziehungen voranbringt und die gemeinsamen Prioritäten in greifbare Ergebnisse umsetzt. Er dankte Parmelin für seine Freundschaft und sein Engagement und äußerte die Hoffnung auf eine stärkere, dynamischere und nachhaltige Partnerschaft.

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Quelle: Nation (Business) Thailand

Ein Kommentar zu „Schweiz zückt 120 Millionen Dollar für Thailands Klimaprojekte“

  1. Ich befürworte solche Unterstützung für Schwellenländer eigentlich. Ich denke aber, das sich die Opfer der Brandkastastrophe wundern, da für die offenen Spitalrechnungen der unschuldigen Opfer 1.2 Millionen fehlen und die Schweiz sich weigert die Kosten zu übernehmen. Sehr geehrter Herr Parmelin springen sie mal über den eigenen Schatten und lassen sie die Paragraphenreiterei beiseite.

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