Entführungsangst: Sind Touristen in Thailand wirklich sicher?

Banden locken Opfer mit gut bezahlten Jobs Richtung Myanmar-Grenze. Frühere Fälle räumt Minister Surasak ein. Den Ursprung sieht er schon vor der Abreise der Opfer.

Entführungsangst: Sind Touristen in Thailand wirklich sicher?
NBT

BANGKOK – Thailands Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul hat auf die Reisewarnung der chinesischen Botschaft vor Entführungen und Menschenhandel reagiert. Normale Urlauber sollten in Thailand sicher sein, sagte er am 20. Oktober im Regierungssitz Government House. Zugleich kündigte er eine engere Zusammenarbeit mit chinesischen Behörden an.

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Thailand will kriminelle Netze nicht durchlassen

Das Land werde nicht zulassen, dass kriminelle Netzwerke Thailand als Transitroute für grenzüberschreitende Aktivitäten nutzen. Surasak versprach, dass sich die Königliche Thailändische Polizei, die Touristenpolizei, die Einwanderungsbehörde und weitere Regierungsstellen enger abstimmen.

Außerdem will Thailand die chinesischen Behörden kontaktieren. So soll geklärt werden, ob weitere Sorgen auszuräumen sind. Der Minister erkannte dabei an, wie wichtig chinesische Besucher für die Tourismusbranche des Landes sind.

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Warnung der Botschaft vom 16. Oktober

Auslöser war eine Warnung der chinesischen Botschaft in Thailand vom 16. Oktober. Sie verwies auf Berichte, wonach chinesische Staatsbürger verschwinden, illegal festgehalten oder in Richtung der Grenze zu Myanmar getäuscht werden.

Die Banden locken mit gut bezahlten Jobs, Geschäftsmöglichkeiten und Unterhaltungsprojekten. Die Botschaft rät deshalb, Jobangebote genau zu prüfen, legale Transportdienste zu nutzen und unerwartete Änderungen der Reisepläne zu meiden. In Grenzgebieten sei besondere Vorsicht geboten.

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Minister räumt frühere Entführungsfälle ein

Surasak erkannte an, dass einige chinesische Staatsangehörige von kriminellen Netzen ins Visier genommen wurden. Auch frühere Entführungsfälle habe es gegeben. Thailands Beamte hätten die Opfer jedoch befreien können, sagte er.

Er vermutet, dass manche Betroffene schon vor der Abreise aus China getäuscht wurden. Normale Touristen sollten solchen Vorfällen nicht ausgesetzt sein, sagte der Minister und verwies auf Sicherheitskontrollen auf den Routen in Richtung der Nachbarländer.

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Warum treffen die Fälle vor allem Chinesen?

Surasak stellte die Frage, warum ähnliche Vorfälle chinesische Reisende häufiger zu treffen scheinen als andere Nationalitäten. Seine Antwort: Manche Opfer seien angeworben oder getäuscht worden, bevor sie nach Thailand kamen.

Der Minister räumte ein, dass die Warnung dem Image des Tourismuslands schaden könnte. Zur Wiederherstellung des Vertrauens sei ein engerer Informationsaustausch zwischen beiden Ländern nötig.

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Einzelfälle bleiben bei den Ermittlern

Lesen Sie auch: Botschaft warnt vor Entführungen in Thailand

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Die Einschätzungen des Ministers spiegeln seine Bewertung wider. Die genauen Umstände einzelner Entführungs- und Menschenhandelsfälle sind Sache der Ermittler.

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Quelle: Thaiger

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