Botschaft warnt vor Entführungen in Thailand

Betrüger locken vor allem Influencer, Künstler und Schauspieler mit angeblichen Jobangeboten an. Ein Schauspieler wurde innerhalb von vier Tagen dreimal in Myanmar weiterverkauft.

Botschaft warnt vor Entführungen in Thailand
Photo by Geoff Greenwood on Unsplash

BANGKOK – Die chinesische Botschaft in Thailand hat nach einer Serie von Entführungen chinesischer Besucher eine neue Reisewarnung herausgegeben. Betrüger locken vor allem Online-Influencer, Künstler und Schauspieler mit angeblich gut bezahlten Jobs in Thailand an. Die Hinweise richten sich zwar an chinesische Staatsbürger, gelten aber für Touristen und Expats aller Nationalitäten.

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Fotograf verschwand nach Shooting in Bangkok

Die Botschaft verweist auf einen 34-jährigen chinesischen Fotografen, der Anfang Oktober 2026 für ein Shooting nach Bangkok gereist und danach verschwunden ist. Kurz darauf wurde seine Familie zur Zahlung eines Lösegelds aufgefordert.

Nach den Angaben aus dem Bericht wurden alle genannten Opfer gerettet und sicher nach China zurückgebracht.

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Lehrer aus Shanghai und Entführung nach falscher Fahrt

Ende September verschwand eine Lehrkraft aus Shanghai in Thailand. Die Lehrkraft unterrichtete laut Bericht Manora oder Musik.

Im August wurde ein chinesischer Tourist entführt, nachdem er in das falsche Fahrzeug gestiegen war. Er hielt es für das Auto eines Reiseleiters.

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Schauspieler Wang Xing wurde dreimal verkauft

Als Beispiel nennt der Bericht den chinesischen Schauspieler Wang Xing. Er wurde 2025 mit einem Filmangebot nach Thailand gelockt und in ein Betrugszentrum in Myanmar gebracht.

Dort wurde er innerhalb von vier Tagen dreimal weiterverkauft. Frei kam er erst nach einem Eingreifen der chinesischen Botschaft.

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Betrugsnetze an der Grenze zu Myanmar

Laut dem Bericht haben international agierende kriminelle Netzwerke entlang der Grenze zwischen Thailand und Myanmar Betrugsoperationen im Wert von Milliarden Dollar aufgebaut. Opfer sollen über gefälschte Stellenprofile angeworben werden.

Anschließend sollen die Menschen für Zwangsarbeit, Menschenhandel und Online-Betrug ausgebeutet werden. Diese Vorgehensweise ist in dem Bericht als Muster beschrieben.

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Was die Botschaft Reisenden rät

Die Botschaft empfiehlt, bei Fahrzeugen, die andere organisiert haben, vorsichtig zu sein. Reisende sollten lizenzierte Transport- und Dienstleistungsanbieter wählen.

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Außerdem warnt die Botschaft davor, sich mit Bekannten oder Fremden in ein Auto zu setzen. Unerwartete Änderungen von Route oder Ziel sollte man ablehnen, und Familienangehörige müssen jederzeit über den Aufenthaltsort informiert bleiben.

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Was das für Gäste und Expats bedeutet

Die Hinweise richten sich an chinesische Staatsbürger, sind aber für Touristen und Expats aller Nationalitäten relevant. Besonders Reisende, die für Arbeit, Unterhaltungsprojekte oder private Touren nach Thailand kommen, sollten ihre Buchungen direkt bei anerkannten Unternehmen prüfen.

Kurzfristige Transportlösungen sollte man laut der Empfehlung möglichst vermeiden. Der Bericht betont, dass sich die Vorfälle in den sozialen Medien in China rasant verbreitet haben. Nach seiner Darstellung haben sie außerdem das Image Thailands als Reiseziel beschädigt.

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Quelle: AseanNow

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