Niemand steht über dem Gesetz: Ausländern droht Zwangsverkauf

Laut Anutin könnten mehr als zehn Milliarden Baht zurück in die Staatskasse fließen. Riskante Fälle prüfen die Behörden bis Dezember. Ermittler folgen dabei der Geldspur statt nur dem Namen im Landtitel.

Niemand steht über dem Gesetz: Ausländern droht Zwangsverkauf
Thairath

BANGKOK, THAILAND – Ministerpräsident Anutin Charnvirakul hat am 19. Oktober nach buddhistischer Zeitrechnung einen Einsatz gegen Strohmänner beim Landbesitz gestartet. Ausländer sollen Land unter Umgehung des thailändischen Rechts über Thailänder halten, die ihren Namen dafür hergeben. Die Regierung will solches Land zwangsweise verkaufen lassen und das Geld in den Staat zurückholen.

Zwangsverkauf soll Milliardenbeträge in den Staat zurückbringen

Anutin ordnete im Gebäude Santi Maitri des Regierungssitzes an, unrechtmäßig gehaltenes Land zu verkaufen. Nach seinen Angaben könnten dadurch mehr als zehntausend Millionen Baht wieder in den Geldkreislauf des Landes fließen.

Klarheit und Gerechtigkeit für die Thailänder nannte er als Ziel. Land sei eine wichtige Ressource des Landes, und unrechtmäßige Besitzverhältnisse gefährdeten die Sicherheit und das Vertrauen der Bevölkerung in die Rechtsdurchsetzung.

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Riskante Fälle sollen bis Dezember geprüft werden

Das Landamt und die Gouverneure der Provinzen sollen Risikogruppen zügig prüfen und Fall für Fall abschließen. Dafür legen sie Prioritäten fest, benennen Verantwortliche und stecken Arbeitsschritte sowie Fristen ab. Die Prüfung soll bis Dezember abgeschlossen sein.

Stoßen die Behörden auf Verbindungen zu größeren Netzwerken, geben sie den Fall ohne Verzögerung an die zuständigen Stellen weiter. Auf diesem Weg sollen Rechte ausländischer Gesetzesbrecher entzogen werden, die Thailänder ausnutzen.

Ausweisung und Entzug der Staatsbürgerschaft

Die Regierung hat laut Anutin eine Anordnung des Ministerpräsidentenbüros erlassen, mit der Straftäter oder unerwünschte Personen aus dem Land gebracht werden können. Dieses Vorgehen laufe fortlaufend weiter.

Auch der Entzug der Staatsbürgerschaft sei für Ausländer vorgesehen, die Thailänder und das thailändische Recht missachten. Die Regierung setzt damit ein klares Signal gegen Missbrauch.

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Kontrolle reicht nicht bis zum Namen im Landtitel

Anutin machte deutlich, dass sich die Prüfung nicht auf den Namen im Landtitel oder in der Aktienurkunde beschränken darf. Die Regierung wolle sich auf das Verhalten statt auf Namen konzentrieren und bei Gesetzesverstößen unabhängig davon handeln, wer die Person ist. Ermittler sollen herausfinden, wer tatsächlich die Kontrolle über die Vorteile hat, und den Weg des Vermögens nachverfolgen.

Die Regierung lobte für diese Arbeit die Königlich Thailändische Polizei, die Abteilung für Provinzverwaltung, das Büro zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLO) und die Abteilung für Sonderermittlungen (DSI). Auch bei Korruption bei lokalen Prüfungen sei die Zusammenarbeit rasch zu Ergebnissen gekommen.

Ausländische Investoren sollen willkommen bleiben

Die Regierung betont, dass Thailand weiterhin ausländische Investitionen begrüßt und fördert. Voraussetzung ist, dass sie ehrlich und transparent erfolgen, dem thailändischen Recht folgen und die Rechte der Thailänder respektieren.

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Dazu gehören auch Landrechte, die nach dem Gesetz erlaubt sind. Die Investitionsbehörde BOI soll Rechte und Bedingungen vollständig prüfen. Erfolg wird laut Anutin daran gemessen, ob Verfahren tatsächlich abgeschlossen werden und das Gesetz wirkt, nicht nur an den Entdeckungen.

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Drei Vorgaben an Provinzen und Landämter

Laut Anutin verlangt die Regierung drei Schritte: die schnelle Prüfung der Risikogruppen, den Zwangsverkauf unrechtmäßig gehaltenen Landes samt konsequenter Nachverfolgung und eine langfristige Vorbeugung. Die Gouverneure und die Landbeamten der Provinzen sollen die Anordnung sofort vor Ort umsetzen.

Für die Vorbeugung sollen Kontrollen vor und nach der Eintragung von Rechten verschärft werden. Behörden sollen Veränderungen bei Aktionärsstrukturen sowie Verhaltensweisen überwachen, die dazu führen können, dass Ausländer Land über Strohmänner halten, und den Wechsel von Strohmännern verhindern. Außerdem sollen Hinweisgeber über zugängliche Kanäle Meldungen abgeben können, und die Gesamtergebnisse werden regelmäßig veröffentlicht, ohne laufende Verfahren zu gefährden.

Weitere Einsätze gegen Drogen, Glücksspiel und Menschenhandel

Anutin nannte weitere laufende Aufgaben: den Kampf gegen Drogen, illegale Glücksspielhäuser und Unterhaltungsstätten sowie Menschenhandel. Diese Arbeit müsse fortgesetzt werden, betonte er. Zugleich versprach er den Beamten Schutz, und wer ihnen Probleme bereite, werde selbst Schwierigkeiten bekommen.

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Quelle: Thairath

2 Kommentare zu „Niemand steht über dem Gesetz: Ausländern droht Zwangsverkauf“

    1. Antwort auf: Hakan

      Durch Enteignung und zwangsweisen Verkauf wird das Geld in den Staat zurückgeholt. Und dann werden genau diese Grundstücke an die neuen Investoren verkauft, natürlich zu einem angemessen hohen Preis, da fließen die Einnahmen sogar doppelt. Das ist doch gar nicht so dumm gedacht.🤑🤑

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