BANGKOK, THAILAND – Bei einer Razzia in zwei Häusern in der Soi Ramkhamhaeng 122 und 120 sollen acht ausländische Kinder in Sicherheit gebracht worden sein. Der Analyst Nattha Mongkolnawin stellte den Fall am 19. Oktober 2026 auf Facebook vor und verbindet ihn mit einer angeblich geleakten Chatnachricht. Darin war eine Kontrolle durch einen Berater des Bangkoker Gouverneurs angekündigt. Für Leser ist der Fall brisant, weil es um mutmaßliche Zwangsarbeit und Menschenhandel in beliebten Ausgehvierteln geht.
Razzia mit Gerichtsbeschluss in Ramkhamhaeng
Nach Angaben des Beitrags durchsuchte die Polizeieinheit gegen Menschenhandel mit einem Gerichtsbeschluss zwei Unterkünfte in Ramkhamhaeng. Die Aktion trägt den Namen „Phithak Kulap Tum“ und wurde von der Zentralen Ermittlungsbehörde über ihre Einheit gegen Menschenhandel durchgeführt.
Dabei seien acht Kinder aus dem Ausland aus den Häusern geholt worden. Sie sollen misshandelt und zum Blumenverkauf gezwungen worden sein.
Von Mae Sot nach Bangkok: Kinder sollen nachts verkaufen
Die Kinder stammen laut dem Beitrag aus Myanmar. Sie seien über unbefestigte Wege an der Grenze bei Mae Sot in der Provinz Tak nach Thailand gebracht und danach in Ramkhamhaeng festgehalten worden.
Abends sollen sie Blumen und Snacks bei Unterhaltungsstätten, auf der Khao San Road und im Viertel Nuan Chan verkauft haben, bis gegen vier Uhr morgens. Den Kindern habe dadurch der Schlaf gefehlt.
Falsche Ausweise und Strafen bei zu geringem Verkauf
Die Kinder hatten laut Beitrag Dokumente bei sich, die nicht ihre eigenen waren. Dazu gehörten rosafarbene Karten und Karten für Personen ohne Registrierungsstatus mit der Nummer 0. Sie sollen thailändische Namen auswendig gelernt haben, obwohl sie kein Thailändisch sprechen.
Wer zu wenig verkaufte oder Geld verlor, soll nach den Schilderungen des Beitrags körperlich bestraft worden sein. Das Ziel sei gewesen, die Kinder einzuschüchtern. Bei Widerstand sollen sie ebenfalls misshandelt worden sein.
Chatnachricht mit Kontrollankündigung im Netz
Auf dem veröffentlichten Foto steht, dass um 22.30 Uhr ein Berater des Gouverneurs die Ratchadamnoen Road und die Khao San Road kontrollieren werde. Die Nachricht sei laut Beitrag bereits um 19.30 Uhr verschickt worden.
Der Autor sieht darin einen Hinweis, dass Einsatzpläne durchgesickert sein könnten. Eine Stellungnahme der Behörden zur Echtheit der Nachricht ist im Beitrag nicht enthalten.
Analyst fordert Ermittlungen zu Geldflüssen und Ausweisen
Der Autor verlangt, das Verfahren nicht bei disziplinarischen Maßnahmen zu belassen. Er fordert strafrechtliche Ermittlungen nach Paragraf 157 und Prüfungen der Geldflüsse gemeinsam mit der Behörde für Geldwäsche.Zudem fordert er, Vermögen der Gruppe und ihrer Begünstigten einzuziehen.
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Außerdem verlangt er eine rückwirkende Prüfung der Kartenausgabe in Grenzgebieten und biometrische Identitätsprüfungen.Für Betroffene fordert er ein Zeugenschutzsystem mit höchster Sicherheit und geheim gehaltenem Aufenthaltsort. Er vermutet, dass Schmiergeldzahlungen an Kontrollstellen den Fall begünstigt haben könnten.
Hotlines für Hinweise an Polizei und Sozialministerium
Laut Beitrag können Hinweise direkt an die Polizeieinheit gegen Menschenhandel unter der Nummer 1191 gemeldet werden. Für Sozialdienste nennt der Autor die Nummer 1300 des Ministeriums für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit.
Wer Kinder beim nächtlichen Verkauf sieht, soll sie nicht selbst ansprechen. Der Autor empfiehlt, Ort, Uhrzeit und Autokennzeichen zu notieren und die Hotline zu wählen.

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