BANGKOK, Thailand – Die thailändische Sonderermittlungsbehörde DSI hat einen israelischen Geschäftsmann ins Visier genommen, der seit Längerem die thailändische Staatsbürgerschaft besitzt. Er nutzt laut DSI weiterhin seinen alten Reisepass und reist häufig ins Ausland. Die Behörde hat den Fall an das Departement für Provinzverwaltung (DOPA) übergeben, das den Fall nach dem Staatsangehörigkeitsrecht prüfen soll.
Staatsbürgerschaft soll überprüft werden
Die DSI hat Unterlagen und Beweismittel zu dem Mann an den stellvertretenden Generaldirektor des DOPA und an die Leitung des DOPA N.I.C.E. Center übergeben. Beide sollen den Fall im Rahmen ihrer Zuständigkeit und nach dem Staatsangehörigkeitsrecht weiterbearbeiten.
Der Generaldirektor der DSI hält es für richtig, die Angelegenheit zusätzlich dem Innenministerium zur Prüfung vorzulegen.
Warum der alte Pass zum Problem wird
Nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz muss ein Ausländer, der Thai wird, seine bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben. Wer mit dem Pass seines Herkunftslandes ins Ausland reist, verhält sich nach Ansicht der DSI nicht im Einklang mit diesem Gesetz.
Die Behörde wertet die vielen Auslandsreisen als verdächtiges Verhalten. Das Gesetz stammt aus dem Jahr 1965 und wurde seitdem mehrfach geändert. Es nennt den Entzug der Staatsbürgerschaft als mögliche Folge.
Durchsuchungen an drei Orten in Bangkok
Am 8. Oktober 2026 startete die DSI gemeinsam mit mehreren Partnerbehörden den Einsatz mit dem Namen Yuttharat. Beteiligt waren unter anderem das Innenministerium, das DOPA, die Steuerbehörde, das Amt für Handelsentwicklung, das Landdepartement, das Büro zur Bekämpfung von Geldwäsche (AMLO) und die Einwanderungsbehörde. Mit gerichtlichen Durchsuchungsbeschlüssen wurden drei Zielorte in Bangkok durchsucht.
Die Orte waren das Chabad House in der Phra Athit Road im Bezirk Phra Nakhon, das Gebäude ITF Silom Palace im 17. Stock der Narathiwat Ratchanakharin Road im Bezirk Bang Rak sowie die Jewish Association of Thailand. Nach Angaben der DSI sollte der Einsatz ausländische Netzwerke aufdecken, bis zu deren Ursprung vordringen und die Sicherheit sowie die Interessen des Landes schützen.
Ermittlungen unter dem Aktenzeichen 104/2569
Die Untersuchung läuft unter dem Aktenzeichen 104/2569. Sie prüft, ob Ausländer Thailänder oder thailändische Firmen als Strohmänner einsetzen, um Land und Immobilien unrechtmäßig zu besitzen.
Zusätzlich sollen Personen überprüft werden, die eingebürgert wurden. Die DSI will klären, ob diese wichtige Tatsachen verschwiegen haben oder Verhaltensweisen zeigen, die die wirtschaftliche und gesellschaftliche Sicherheit des Landes berühren.
DSI kündigt strenge Prüfung an
Die DSI erklärt, sie setze das Gesetz konsequent, fair und transparent durch. Gemeinsam mit anderen Stellen will sie den Missbrauch von Strohmännern beim Erwerb von Immobilien verhindern und bekämpfen.
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Die Behörde will auch prüfen, wie Eigentum erworben wurde und wie sich die Betroffenen nach ihrer Einbürgerung verhalten haben.
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Mal ganz abgesehen ob der Mann die thailändische Staatsangehörigkeit legal erworben hat oder nicht. Die Google KI meint dazu: „Das thailändische Recht verlangt im Regelfall nicht, dass Sie Ihre alte Staatsangehörigkeit aufgeben, wenn Sie die thailändische Staatsbürgerschaft annehmen. Das thailändische Staatsangehörigkeitsgesetz (Nationality Act B.E. 2508) enthält keine generelle Klausel, die den Verzicht auf die bisherige Nationalität vorschreibt. In der Praxis toleriert Thailand die doppelte Staatsbürgerschaft.“
Jetzt frage ich mich halt, warum ist das bei diesem Israeli anders? Das kann ja wohl kaum ein Grund sein, dass er mit „vielen Auslandsreisen als verdächtiges Verhalten“ gezeigt hätte.