Interpol-Jagd: Gesuchter Ausländer in Pattaya gefasst

Ein mutmaßlicher Casinobetreiber soll Schaden von 1,5 Milliarden Baht verursacht haben. Bei einer Durchsuchung kam ein Vaterschaftsfall ans Licht. Zusätzlich sind strengere Kontrollen in Touristengebieten geplant.

Interpol-Jagd: Gesuchter Ausländer in Pattaya gefasst
Matichon

PATTAYA, THAILAND – Die Einwanderungspolizei hat in Pattaya einen 37 Jahre alten Chinesen festgenommen, der per Interpol-Haftbefehl gesucht wird. China wirft ihm laut Polizei den Betrieb von Glücksspielhäusern vor, der Schaden soll sich auf mehr als 1,5 Milliarden Baht belaufen. Hinter der Festnahme steht außerdem ein Fall um die Staatsbürgerschaft eines kleinen Mädchens, der nun überprüft wird.

Festnahme im Privathaus in Pattaya

Beamte der Einwanderungspolizei aus Chonburi nahmen den Chinesen Li am 21. Oktober in seinem Privathaus in Pattaya fest. Die Überprüfung ergab, dass er mit einem Interpol-Haftbefehl gesucht wird.

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Die chinesischen Behörden suchen ihn wegen des Betriebs von Glücksspielhäusern. Der dabei entstandene Schaden wird auf insgesamt mehr als 1,5 Milliarden Baht geschätzt.

Durchsuchung legte Zweifel an einer Vaterschaft offen

Der Fall geht auf eine Durchsuchung des Hauses am 10. April 2025 zurück. Dort trafen die Beamten eine 33 Jahre alte Chinesin, die mit einem Aufenthaltsvisum auf Grundlage der Versorgung eines thailändischen Kindes im Land lebte, sowie ein kleines Mädchen mit thailändischer Staatsangehörigkeit. Das Mädchen war zwei Jahre alt.

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Weil Zweifel an der Verwandtschaft aufkamen, prüften die Ermittler die Geburtsurkunde des Kindes, in der ein 22 Jahre alter Thailänder als Vater eingetragen ist. Ein DNA-Test ergab, dass dieser Mann nicht der biologische Vater ist, während Li als leiblicher Vater bestätigt wurde.

Registrierungsamt soll Staatsbürgerschaft des Kindes prüfen

Die Polizei übergab die Beweise dem Registrierungsamt der Stadt Pattaya. Dort soll nach dem Gesetz das weitere Vorgehen zum Registerstatus und zur Staatsangehörigkeit des Kindes geprüft und anschließend die Aberkennung der thailändischen Staatsbürgerschaft vorgeschlagen werden.

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Parallel laufen Ermittlungen gegen eine Gruppe, die sich fremde Identitäten verschafft und sich gegen Bezahlung als Vater ausgibt, sogenannte Papierväter. Die Polizei prüft auch, wer eine Vaterschaft möglicherweise unrechtmäßig bestätigt hat. Gegen Frau Wang erstattete die Polizei bei der Polizeiwache Pattaya Anzeige, weil sie Unterlagen für ihren Antrag auf einen weiteren Aufenthalt im Königreich genutzt haben soll.

Polizei verweist auf Vorgabe aus Regierung und Innenministerium

Generalleutnant Nopsin Phunsawat sagte, der Einsatz folge einer Vorgabe von Regierungschef Anutin Charnvirakul, dem Innenminister und Polizeichef Samran Nuanma. Ziel sei es, grenzüberschreitende Kriminalität und Ausländer, die gegen das Gesetz verstoßen, konsequent zu verfolgen.

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Die Beamten sollen straffällig gewordene Ausländer aufspüren, festnehmen und außer Landes bringen. Hinweise aus der Bevölkerung nehmen die Behörden über die Hotline 1178 und die Website immigration.go.th entgegen.

Mehr Kontrollen in Pattaya und Chonburi geplant

Vertreter der Einwanderungspolizei, der Polizei der Provinz Chonburi, der Touristenpolizei, der Verwaltung und der Stadt Pattaya kamen zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Sie wollen die Sicherheit für Urlauber in Pattaya und an den wichtigsten Ausflugszielen der Provinz verbessern.

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Geplant sind Kontrollen in Touristengebieten, Betrieben und Unterkünften sowie die Überprüfung des Aufenthaltsstatus von Ausländern. Die Beamten wollen zudem verdächtige Personen beobachten und Gruppen im Blick behalten, die mit Verbrechen in Verbindung stehen könnten.

Gesichtserkennung soll gesuchte Personen schneller finden

Die Beamten wollen dafür auch Technik und künstliche Intelligenz einsetzen. Als Beispiel nennt die Polizei Gesichtserkennungssysteme, mit denen gesuchte Personen erkannt und verfolgt werden sollen, während Daten zwischen den Einheiten verknüpft werden.

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Quelle: Matichon

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