BANGKOK – Die AfD-Bundestagsabgeordneten Tino Chrupalla und Enrico Komning haben bei einem Arbeitsbesuch in der thailändischen Hauptstadt mit thailändischen Parlamentariern, der Staatssekretärin im Außenministerium und deutschen Unternehmern gesprochen. Im Mittelpunkt standen hohe Energiekosten, Bürokratie, die Folgen internationaler Konflikte und das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Thailand. Chrupalla zog ein klares Fazit: Investitionen in beide Richtungen sicherten Arbeitsplätze.
Parlamentariergruppe und Außenministerium in Bangkok
Die beiden Politiker tauschten sich mit der Thailändisch-Deutschen Parlamentariergruppe aus. Zu den Gesprächspartnern zählte der Abgeordnete Chonlathan Supphaiboonlerd, der im thailändischen Repräsentantenhaus sitzt und sich für den Austausch mit Deutschland einsetzt. Der Jurist arbeitete früher für die Hanns-Seidel-Stiftung.
Außerdem trafen Chrupalla und Komning die Staatssekretärin im thailändischen Außenministerium. Nach Angaben Chrupallas ging es dabei wie bei allen anderen Terminen um wirtschaftliche Fragen und die Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand, die für beide Länder von Bedeutung sind.
Abendessen auf Einladung des Botschafters
Am Abend lud der deutsche Botschafter zum Essen. Dort sprachen die Abgeordneten mit Vertretern der Deutsch-Thailändischen Handelskammer (AHK) und mit deutschen Unternehmen, die in Thailand tätig sind. Es war der Abschluss eines Tages, der vor allem dem Austausch mit Politik und Wirtschaft gewidmet war.

Michael Reiffenstuel ist seit September 2026 im Amt. Der Diplomat war zuvor von 2020 bis 2023 Botschafter in Südkorea und leitete von 2018 bis 2020 das Generalkonsulat in Istanbul. Seine Laufbahn im Auswärtigen Dienst begann 1993.
Energiekosten, Bürokratie und internationale Konflikte
Die Themen waren nach Chrupallas Darstellung bei allen Gesprächen ähnlich: hohe Energiekosten, zu viel Bürokratie und die Folgen internationaler Konflikte. Auch das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Thailand kam bei jedem Termin zur Sprache, ebenso wie die Lage deutscher Firmen im Ausland.
Mit den Unternehmern sprachen die Abgeordneten darüber, unter welchen Bedingungen deutsche Firmen in Thailand investieren und Arbeitsplätze sichern können. Aus den Gesprächen leitet Chrupalla die Forderung ab, dem Mittelstand verlässliche Rahmenbedingungen zu geben, statt ihm neue Hürden in den Weg zu legen.
Freihandelsabkommen EU-Thailand in der Schlussphase
Die EU und Thailand verhandeln über ein Freihandelsabkommen, das Handel und Investitionen erleichtern soll. Die zehnte Runde fand vom 28. September bis 6. Oktober 2026 in Phuket statt. Nach Angaben der thailändischen Handelsministerin Suphajee Suthumpun sind die meisten Textkapitel abgeschlossen. Offen sind die Marktöffnung und einzelne politische Fragen. Beide Seiten wollen noch in diesem Jahr fertig werden.

Wie viel auf dem Spiel steht, zeigen die Handelszahlen. Die EU war 2025 nach thailändischen Angaben der viertgrößte Handelspartner des Landes. Der Warenaustausch erreichte rund 45 Milliarden US-Dollar, 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Thailand erzielte einen Überschuss von rund 7,9 Milliarden US-Dollar. Für Firmen mit Geschäften zwischen Europa und Thailand ist der Ausgang der Verhandlungen deshalb ein zentrales Thema.
Duale Ausbildung und Mittelstand als Standortfaktor
Auch die duale Ausbildung kam zur Sprache. Chrupalla bezeichnete sie als echtes Qualitätsmerkmal „Made in Germany“. Das System aus Berufsschule und Betrieb gilt als Grundlage für gut qualifizierte Fachkräfte und war in den Gesprächen ein Beispiel für deutsche Stärken im Ausland.
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Sein Fazit fiel eindeutig aus: Investitionen in beide Richtungen sicherten Arbeitsplätze und Wohlstand, in Thailand wie in Deutschland. Gerade der deutsche Mittelstand brauche dafür verlässliche Rahmenbedingungen statt neuer Hürden, sagte der AfD-Politiker.
Reaktionen: Visumfrage und Rolle der EU
Unter dem Beitrag Chrupallas meldeten sich viele Leser zu Wort. Ein Nutzer wies darauf hin, dass Deutsche in Thailand nur 30 Tage visumfrei bleiben dürfen, obwohl Deutschland ein wichtiger Handelspartner und Investor sei. Die 30-Tage-Regel gilt für EU-Bürger seit dem 15. September 2026, zuvor waren es 60 Tage. Reisende aus Argentinien, Brasilien, Chile, Peru und Südkorea dürfen 90 Tage bleiben.
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Ein anderer Nutzer kritisierte, Chrupalla lobe das Freihandelsabkommen, ohne zu erwähnen, dass erst die EU solche Abkommen möglich mache. Tatsächlich verhandelt die EU-Kommission Handelsabkommen für alle Mitgliedstaaten, die Handelspolitik fällt in die Zuständigkeit der EU. Eine frühere AfD-Forderung nach dem EU-Austritt steht nicht mehr im Wahlprogramm 2025.

jetzt nervt die AfD sogar in Thailand. Es reicht doch, wenn sie Deutschland auseinander dividieren mit ihrer rückwärtsgewandten menschenverachtenden Politik!
Was ist denn das Ergebnis der „vorwärtsgewandten“ links-rot-grünen CDU-SPD-Linke-FDP-GRÜNE Politik?
Kriegsgefahr, wirtschaftlicher Niedergang, Probleme in der Energieversorgung, illegale Masseneinwanderung, Firmenwegzug, Arbeitsplatzverluste in gigantischer Höhe, Machtzentralisierung in Brüssel usw usw.
Da wird es doch offensichtlich mal Zeit, über andere Konzepte nachzudenken.
AfD – wer sie verweigert, sägt am Ast Deutschlands!
die Parteien der Mitte haben sich sicher nicht mit Ruhm bekleckert, aber die Parteien am linken und am rechten Rand lehne ich ab! Und die unzufriedenen Bürger lassen sich von denen noch am Nasenring herumziehen!