Ohne Bargeld kann Thailand die Einreise verweigern

Am Schalter gibt es keine zweite Chance, und der Geldautomat steht auf der falschen Seite. Welche Summe die Beamten sehen wollen, hängt davon ab, wie man ins Land kommt.

Ohne Bargeld kann Thailand die Einreise verweigern
KI generiertes Symbolbild

Wer nach Thailand einreist, kann am Schalter der Immigration gebeten werden, seine Geldmittel zu zeigen. Die Regel gilt für Urlauber und Expats gleichermaßen und wird stichprobenartig angewendet. Welcher Betrag verlangt wird und was als Nachweis zählt, hängt von der Einreiseart ab. Nach der Landung gibt es keine zweite Chance, denn der Beamte entscheidet im Moment der Kontrolle. Eine gute Vorbereitung kostet wenig und spart im Ernstfall die ganze Reise.

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Wer am Einreiseschalter nach Geld gefragt wird

Die Immigration kann jeden Reisenden bei der Einreise auffordern, seine Geldmittel zu zeigen. Das geschieht stichprobenartig. Der Beamte am Schalter entscheidet allein, ob er fragt und ob der Nachweis genügt.[1][2] Wer bei früheren Reisen nie gefragt wurde, kann beim nächsten Mal trotzdem an der Reihe sein.

Nach den amtlichen Reisehinweisen trifft es vor allem Reisende, die häufig einreisen oder lange in Thailand bleiben.[1] Für Expats mit mehreren Einreisen im Jahr ist die Frage deshalb wahrscheinlicher als für Urlauber auf der ersten Reise. Ausgeschlossen ist sie für niemanden.

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Wie viel Geld die Immigration sehen will

Reisende ohne Visum oder mit Touristenvisum sollen 20.000 Baht je Person nachweisen können, eine Familie 40.000 Baht.[1] Bei rund 38 Baht je Euro sind das etwa 520 Euro je Person und etwa 1.050 Euro für die Familie. In Schweizer Franken sind es rund 480 und rund 960 Franken.[8] Die Summe ist ein Mindestnachweis und keine Reisekostenrechnung.

Die Beträge unterscheiden sich nach Einreiseart. Die thailändische Tourismusbehörde nennt für Visa on Arrival, Transit und einzelne visumfreie Fälle nur 10.000 Baht je Person oder 20.000 Baht je Familie.[2] Kinder unter 12 Jahren sind ausgenommen. Wer die höhere Summe dabeihat, ist in jedem Fall auf der sicheren Seite.

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Was als Nachweis gilt

Anerkannt sind Baht, ein gleichwertiger Betrag in anderer Währung oder Unterlagen, die den Zahlungsbetrag belegen.[2] Die deutschen Reisehinweise nennen ausdrücklich Bargeld und erkennen Euro und US-Dollar an.[1] Bargeld ist damit die Form, die am Schalter keine Diskussion auslöst.

Ob ein Beamter einen Kontoauszug, eine Kreditkarte oder die Banking-App gelten lässt, liegt allein bei ihm. Die Berichte darüber gehen auseinander.[4][5] Ein Bildschirm lässt sich schwer prüfen, und ohne Verbindung zeigt die App womöglich nichts an. Wer auf Karte oder Konto setzt, trägt das Risiko selbst.

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Warum Bargeld trotzdem der sicherste Weg bleibt

Wer erst am Schalter merkt, dass Geld fehlt, kann es dort nicht mehr besorgen. Geldautomaten und Wechselstuben liegen in der Regel hinter der Passkontrolle.[5] Der Weg dorthin führt durch den Schalter, an dem die Frage gestellt wird. Den Betrag sollten Reisende deshalb schon beim Abflug einstecken.

Das Bargeld gehört ins Handgepäck und in eine Tasche, die schnell zu erreichen ist. Der aufgegebene Koffer ist bei der Passkontrolle noch nicht in Reichweite. Auch ganz unten im Rucksack ist der Betrag schlecht aufgehoben, weil langes Suchen am Schalter Zeit kostet.

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Welche Währung am Schalter zählt

Baht müssen Reisende nicht vorzeigen. Euro und US-Dollar werden anerkannt, der Betrag muss dem Wert von 20.000 Baht entsprechen.[1] Wer in der Schweiz lebt, rechnet die Summe in Franken um. Ob der Beamte Franken ausdrücklich anerkennt, ist nicht bekannt. Euro und Dollar sind sicher anerkannt.

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Wer Euroscheine ohnehin einpackt, muss nichts vorab tauschen. In Thailand tauschen Wechselstuben und Banken Euro in Baht. Die Kurse unterscheiden sich von Stelle zu Stelle, ein Vergleich vor dem Tausch lohnt sich.

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Wer häufiger kontrolliert wird

Wer oft ein- und ausreist oder lange bleibt, wird nach den amtlichen Reisehinweisen häufiger gefragt.[1] Seit dem 15. September dürfen Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Luxemburg ohne Visum nur noch 30 Tage bleiben.[1][3] Wer schon vorher eingereist ist, behält die damals gewährte Dauer.

Eine einmalige Verlängerung um bis zu 30 Tage ist möglich. Sie muss vor Ablauf der Frist bei der Immigration beantragt werden.[1] Wie die Beamten ihre Stichproben auswählen, ist nicht veröffentlicht. Auch Erstreisende können gefragt werden.

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Wie Paare und Familien den Betrag nachweisen

Für eine Familie gelten 40.000 Baht, bei rund 38 Baht je Euro etwa 1.050 Euro.[1] Die Summe gilt für die Familie zusammen und nicht für jedes Mitglied einzeln. Kinder unter 12 Jahren sind von der Regel ausgenommen.[2] Ob ein Paar ohne Kinder als Familie zählt, ist nicht bekannt. Wer sicher gehen will, rechnet dann mit 20.000 Baht je Person.

Reisen Eltern mit Kindern, trägt am besten eine Person den gesamten Betrag in einer Tasche am Körper. So ist er bei der Kontrolle sofort griffbereit. Gehen zwei Erwachsene getrennt zum Schalter, sollte jeder seinen Anteil selbst dabeihaben. Die Kontrolle läuft dann ohne Suchen und ohne Rückfragen.

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Welche Unterlagen die Fragen verkürzen

Vor dem Abflug muss die digitale Einreisekarte ausgefüllt sein. Sie ist kostenlos und frühestens drei Tage vor der Ankunft online möglich, das Papierformular gibt es nicht mehr.[1] Die Karte verlangt auch Angaben zur Unterkunft, die Buchung sollte deshalb bereitliegen.[6]

Der Reisepass muss am Einreisetag noch sechs Monate gültig sein, ein Personalausweis genügt nicht. Ohne Nachweis einer Weiter- oder Rückreise gilt die Visumpflicht.[1] Ein Flugticket oder Busticket sollte deshalb ausgedruckt oder auf dem Handy griffbereit sein.

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Was bei einer Einreiseverweigerung folgt

Die Einreise kann verweigert werden, wenn der Beamte die Voraussetzungen nicht erfüllt sieht. Grundlage ist Section 12 des Immigration Act, der mehrere Gründe nennt. Die Beamten haben dabei einen großen Ermessensspielraum.[4] Die endgültige Entscheidung trifft der Beamte am Schalter.[2]

Wer abgewiesen wird, muss zurückfliegen. Wer die Kosten dafür trägt, ist nicht bekannt. Die Reise ist damit beendet, bevor sie begonnen hat. Einen Betrag von etwa 520 Euro bereitzuhalten, kostet im Vergleich dazu wenig.

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Wie man Bargeld sicher transportiert

Eine flache Geldtasche unter der Kleidung ist unauffällig und schützt vor Diebstahl. Das Bargeld gehört nicht in den aufgegebenen Koffer und nicht in ein Außenfach des Rucksacks. Große Scheine sind bequemer als viele kleine, weil der Betrag am Schalter schnell zu zählen ist.

Eine Anmeldepflicht besteht bei diesem Betrag nicht. Fremdwährung muss in Thailand erst ab einem Gegenwert von 20.000 US-Dollar beim Zoll angegeben werden.[7] Nach der Einreise kann das Geld im Hotelsafe liegen, bis es gebraucht wird.

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Wo man das Geld nach der Einreise tauscht

Nach der Passkontrolle lässt sich das Geld in Baht tauschen, wenn kein Nachweis verlangt wurde oder er nicht mehr gebraucht wird. Wechselstuben und Banken in den Städten tauschen Euro und Dollar. Der Tausch im Flughafengebäude ist bequem, ein Kursvergleich lohnt sich aber auch dort.

Wer lieber am Automaten abhebt, zahlt für Karten aus dem Ausland pro Abhebung eine Gebühr von mindestens 250 Baht. Das gilt für jede einzelne Abhebung. Ein größerer Betrag auf einmal ist deshalb günstiger als viele kleine Abhebungen.

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Redaktionelle Hinweise

Lesen Sie auch: Thailand im Wandel, wohin steuert das Land?

Die Beträge hängen von der Einreiseart ab, die amtlichen Angaben weichen teilweise voneinander ab, und ob ein Beamter Kontoauszug oder Karte gelten lässt, entscheidet er im Einzelfall. Stand ist der 5. November, die Umrechnung beruht auf rund 38 Baht je Euro und etwa 0,92 Franken je Euro. Aktuelle Hinweise gibt es beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) und bei der Immigration (immigration.go.th).

  1. Auswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise Thailand (Stand 5. November): Stichproben, 30 Tage visumfrei, 20.000 und 40.000 Baht, Euro und US-Dollar, digitale Einreisekarte, Pass, Rückreise. auswaertiges-amt.de ↩
  2. Tourism Authority of Thailand, Hinweis vom 6. Juli: Beträge nach Einreiseart, Nachweisarten, Kinder unter 12 Jahren, Entscheidung der Beamten. tatnews.org ↩
  3. VisasNews, Bericht zur Veröffentlichung im Royal Gazette vom 31. August: Länderliste, 30 Tage ab 15. September, bestehende Einreisen. visasnews.com ↩
  4. Thaiger, Gründe für eine Einreiseverweigerung: Section 12 Immigration Act, Ermessen der Beamten, digitale Nachweise. thethaiger.com ↩
  5. iVisa, Meldung vom 24. Juli: Bargeld empfohlen, Kontoauszüge möglich, Geldautomaten und Wechselstuben hinter der Passkontrolle. ivisa.com ↩
  6. Mainly Miles, digitale Einreisekarte: Abschnitt zu Reise und Unterkunft. mainlymiles.com ↩
  7. Wandern und mehr, Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung: Anmeldung ab 20.000 US-Dollar Gegenwert. wandernundmehr.at ↩
  8. Kursarchiv Euro und Baht für Juli und August sowie Referenzkurs der Europäischen Zentralbank für den Franken vom 18. Mai. poundsterlinglive.com, eur-lex.europa.eu ↩

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Ein Kommentar zu „Ohne Bargeld kann Thailand die Einreise verweigern“

  1. Kommt mir bekannt vor. Früher bei Fahrten in die DDR gab es den Zwangsumtausch. Auch im Volksmund Eintrittsgeld genannt Pro Tag, pro Kopf , 5 DM. Oft zum Wechselkurs , 1:1. Die getauschten Ostmark durften nicht ausgeführt werden.

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