BANGKOK, THAILAND – ASEAN fordert die USA, Israel und Iran zu schnellen Verhandlungen auf, um eine langfristige Friedenslösung im Nahen Osten zu erreichen. Auslöser der Sorge sind Berichte über eine mögliche Blockade der Straße von Hormus, die eine anhaltende Energiekrise auslösen könnte.
ASEAN-Sondersitzung zur Lage im Nahen Osten
Am 13. April 2026 erklärte Sihasak Phuangketkaeo, Thailands Vizepremier und Außenminister, nach einer Sondersitzung der ASEAN-Außenminister zur Situation im Nahen Osten, die Region beobachte die Entwicklungen mit großer Sorge.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich eine Eskalation im Nahen Osten auf ASEAN auswirken könnte, insbesondere mit Blick auf Energie- und Versorgungssicherheit.
Sorge um stockende Gespräche zwischen USA und Iran
Sihasak verwies auf Gespräche in Islamabad zwischen Vertretern der USA und Irans, bei denen nach seiner Darstellung möglicherweise keine Einigung erzielt werden konnte.
Er betonte, die Lage im Nahen Osten sei komplex und Verhandlungen bräuchten oft mehrere Runden, weshalb alle Seiten ihre diplomatischen Bemühungen fortsetzen sollten.
Warnung vor Blockade der Straße von Hormus
Besonders besorgt zeigte sich ASEAN über Berichte, wonach die USA eine Blockade der Straße von Hormus in Betracht ziehen könnten.
Eine solche Maßnahme würde die Spannungen weiter erhöhen und könnte zu einer Ausweitung des Konflikts führen, was ASEAN und die internationale Gemeinschaft vermeiden wollten.
Appell an USA, Iran und Israel: Deeskalation und Mechanismus für Frieden
ASEAN rief die USA, Iran und Israel dazu auf, den Weg der Verhandlungen einzuschlagen, um Spannungen und Gewalt zu reduzieren.
Ziel müsse ein Mechanismus sein, der zu einer langfristigen Vereinbarung und letztlich zu Frieden führt.
Energiesicherheit: Sparmaßnahmen und Druck auf Öl- und Gaspreise
Nach Darstellung Sihasaks ist ASEAN bereits bei der Energiesicherheit betroffen, weshalb alle Mitgliedstaaten Energiesparmaßnahmen ergreifen.
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Die Auswirkungen beträfen nicht nur Öl- und Gaspreise, sondern könnten auch Lebenshaltungskosten und Lebensmittelpreise beeinflussen.
ASEAN-Energieminister sollen rasch Maßnahmen beraten
Die ASEAN-Außenminister baten die Energieminister der Staatengruppe, kurzfristig zusammenzukommen, um gemeinsame Schritte zur Energiesicherheit zu prüfen.
Diskutiert werden soll unter anderem, wie energieproduzierende Länder Staaten ohne eigene Öl- oder Gasquellen in Engpässen oder Krisen prioritär unterstützen können.
Erneuerbare Energien: Wissen teilen und Finanzierung mobilisieren
Ein weiterer Schwerpunkt ist laut Sihasak die Zusammenarbeit beim Ausbau erneuerbarer und sauberer Energien, einschließlich Wissensaustausch innerhalb der Region.
Zudem soll geprüft werden, wie Mittel aus ASEAN, dem Privatsektor oder internationalen Finanzinstitutionen mobilisiert werden können, um entsprechende Projekte in den Mitgliedstaaten zu fördern.
Ernährungssicherheit: ASEAN als Produzent und Exportregion
Bei der Ernährungssicherheit sieht ASEAN Vorteile, da die Region Lebensmittel produziert und weltweit exportiert.
Für die Zukunft wurde eine Zusammenarbeit angesprochen, bei der bestimmte Mengen als Reserve vorgehalten werden könnten, damit Länder mit ausreichender Produktion bei Engpässen helfen können.
Krisenreaktion: Vietnam legt Diskussionspapier zur ASEAN-Struktur vor
Als weiterer Punkt wurde die Fähigkeit ASEANs thematisiert, schneller auf internationale oder interne Ereignisse zu reagieren, die als gemeinsame Krise gelten.
Vietnam habe dazu ein Dokument für die Diskussion vorbereitet, das auf mehr Handlungsfähigkeit und schnellere Entscheidungsprozesse in Krisen abzielt.
Prinzip bekräftigt: Freiheit der Schifffahrt und sichere Meerengen
Das Treffen bekräftigte zudem den Grundsatz, dass alle Parteien – insbesondere Iran und die USA – internationale Regeln respektieren sollen.
Hervorgehoben wurde dabei die Freiheit der Schifffahrt, da die Sicherheit von Meerengen als besonders wichtig gilt.



Man muss es,einfach so sehen, bevor die USA und Israel ihren Angriffskrieg ohne UN Mandat starteten hat die Energieversorgung funktioniert.
Vielleicht sollten sich die ASEAN Staaten verstärkt an die wenden, die angefangen haben.
Ich fürchte ja, dass das was wir derzeit an den Zapfsäulen sehen nur ein müder Aufgalopp zu dem ist was uns noch bevorstehen könnte. Dieser Netatrumpische Irrsinnskrieg gegen den Iran nimmt den ganzen Planeten in Geiselhaft. Richtig deftig dürfte es werden wenn erst mal die Versorgungssicherheit mangels Düngemittel globale Hungersnöte auslösen wird.
Vielleicht wäre es auch ganz sinnig mal einen aktuellen Blick in die Nachbarländer zu werfen. Reisende aus Laos haben beispielsweise berichtet, dass dort die Tankstellen nur stundenweise geöffnet wären und würden nur gering rationiert Sprit abgeben. Auf den Straßen wären überwiegend nur noch EV’s unterwegs. Sollte das stimmen, dann brechen Lieferketten, auch was Lebensmittel angeht, über kurz oder lang zusammen. Ob das dort tatsächlich bereits so Realität ist weiß ich allerdings auch nicht.