Hitze-Hölle trifft Party: Touristen trotzen Chaos

37 Grad, Songkran-Alarm: Manche Touristen flüchten in 7-Eleven zum Abkühlen – andere haben noch nicht mal einen Rückflug. Wie verrückt wird’s? 💦

Hitze-Hölle trifft Party: Touristen trotzen Chaos
Pattarapong Chatpattarasill, Bangkok Post

BANGKOK, THAILAND – Touristen in der Hauptstadt kämpfen kurz vor Songkran mit extremer Hitze, vollen Straßen und Reizüberflutung. Trotz Reiseproblemen und steigender Kosten wollen viele Besucher das thailändische Neujahrsfest nicht verpassen.

Bangkok vor Songkran: Hitze und Menschenmassen

In Bangkok steigen die Temperaturen kurz vor dem Songkran-Festival deutlich an, während die Stadt sich auf wachsende Besucherzahlen vorbereitet. Viele Reisende erleben die Metropole als zugleich überwältigend und faszinierend.

Bangkok gilt als Stadt mit dichtem Verkehr, vollen Märkten und intensiven Gerüchen von Streetfood. Im April, dem oft heißesten Monat des Jahres, prägt die Hitze besonders stark den Alltag von Einheimischen und Touristen.

Songkran: Tradition, Neujahr und „Wasserschlacht“

Songkran, das traditionelle thailändische Neujahr, wird vom 13. bis 15. April gefeiert und zählt zu den wichtigsten Feiertagen des Landes. Es fällt zugleich in die heißeste Zeit des Jahres.

Ursprünglich von Ritualen der Reinigung und Erneuerung geprägt, hat sich Songkran zu einem landesweiten Fest entwickelt, das vor allem für große öffentliche Wasserschlachten bekannt ist. Das Spektakel zieht jedes Jahr Reisende aus aller Welt an.

37 Grad in der Stadt: Wie sich Menschen vor der Sonne schützen

Am Donnerstag wurden am Nachmittag 37 Grad Celsius gemessen, nur wenige Tage vor dem offiziellen Feiertagszeitraum. Viele Bewohner zogen sich daraufhin in klimatisierte Innenräume zurück.

Wer draußen unterwegs war, suchte Schatten, schützte sich vor der Sonne und machte häufig Stopps in Convenience Stores, um sich abzukühlen. Die Bedingungen beeinflussen spürbar, wie sich Menschen durch die Stadt bewegen.

Khao San Road als Magnet: Stimmung vor dem Ansturm

Trotz der drückenden Hitze sammeln sich Touristen weiterhin an Hotspots wie der Khao San Road im Bezirk Phra Nakhon. Die rund 400 Meter lange Straße gilt als Zentrum für Budget-Reisende und Songkran-Feiern.

Der Fußgängerverkehr bleibt stabil, doch mit dem näher rückenden Feiertag wird ein deutlich größerer Andrang erwartet. Damit dürfte auch die ohnehin hohe Energie in dem Viertel weiter zunehmen.

Deutscher Tourist: „Ein Kulturschock, den ich wollte“

Der deutsche Tourist Aaron Marschall, der zwei Wochen in Thailand verbringt, bezeichnete das Land als willkommenen Kulturschock und sagte, die Reise habe seine Erwartungen erfüllt. Er betonte zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis als wichtigen Grund für seinen Besuch.

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Von Songkran hatte er vor der Anreise zwar gehört, sei sich aber nicht vollständig über die kulturelle Bedeutung im Klaren gewesen. Dennoch wolle er das Ereignis unbedingt selbst erleben und nannte es etwas, das es in Europa so nicht gebe.

Irischer Stammgast: Reisepläne durch Flugausfall verändert

Der Ire Aaron Kerney, zum dritten Mal in Thailand, berichtete von geänderten Reiseplänen, nachdem ein Freund wegen eines gestrichenen Flugs nicht mitkommen konnte. Der Flugausfall stand laut seiner Schilderung im Zusammenhang mit Spannungen im Nahen Osten.

Trotzdem habe er nicht gezögert, die Reise fortzusetzen, und nannte Thailand seinen Lieblingsort. Für ihn ist es zugleich das erste Mal, dass er Songkran vor Ort erlebt, da die Reise zufällig in den April fiel.

Unsicherheit bei Flügen und Preisen: Kosten als entscheidender Faktor

Reiseunterbrechungen und steigende Kosten bleiben für viele Besucher ein Thema, insbesondere weil Instabilität im Nahen Osten Flugrouten und Preise beeinflussen kann. Einige Reisende berichten von kurzfristigen Warnungen und gestrichenen Flügen im Freundeskreis.

Der Reisende Roan Younger sagte, er sei zwar vor der Abreise abgeraten worden, habe aber nach eigener Recherche die Reise angetreten. Songkran kenne er, wolle jedoch wegen hoher Reisekosten nicht für das Festival bleiben.

Finnische Reisende weichen aus: Statt Festival lieber Strand

Die Finninnen Paula Utriainen und Melanie Nieme planen, während Songkran in den Süden zu fahren, etwa nach Koh Tao oder Krabi. Über das Fest wüssten sie nicht viel, außer dass es Wasserschlachten gebe.

Gleichzeitig äußerten sie Sorge, ob die Rückreise beeinträchtigt werden könnte, und sagten, sie hätten wegen der hohen Preise noch keinen Heimflug gebucht. Sie hoffen auf günstigere Optionen und befürchten, dass eine Verschärfung der Lage Reisen schwieriger oder teurer machen könnte.

Deine Meinung

Warst du schon einmal während Songkran in Bangkok oder meidest du die Hauptstadt in dieser Zeit bewusst wegen Hitze, Menschenmassen und Wasserschlachten? Schreib in die Kommentare, wie du das Festival erlebst oder erleben würdest.

Wie stark beeinflussen dich aktuell steigende Flugpreise und mögliche Umwege bei der Reiseplanung nach Thailand? Teile deine Tipps, Erfahrungen und Einschätzungen mit der Wochenblitz-Community.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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