„Aus zehn Bier wurden sieben“: Preise in Pattaya steigen

🍺 „Aus zehn Bier wurden plötzlich sieben“: Urlauber schlagen Alarm über steigende Preise in Pattaya. Was früher günstig war, wird jetzt zur Kostenfalle für Nachtschwärmer. Steckt mehr hinter den neuen Rechnungen?

„Aus zehn Bier wurden sieben“: Preise in Pattaya steigen
Jetsada Homklin, Pattaya Mail

PATTAYA, THAILAND – In Pattaya wächst die Diskussion, ob die Stadt inzwischen „First-World-Preise“ aufruft, während im Hintergrund weiter niedrige Löhne gelten. Rentner, Langzeitresidenten und Budget-Reisende berichten, dass sie ihr Geld nicht mehr so locker im Nachtleben lassen.

Teurer trinken, früher nach Hause

In Leserreaktionen der Pattaya Mail hieß es, Preissteigerungen in Bars, Restaurants und Entertainment-Läden veränderten das Ausgehverhalten spürbar.

Statt „noch eine Runde“ werde häufiger gerechnet, und einige Gäste entschieden sich für weniger Abende im Nachtleben oder wechselten konsequent dorthin, wo sie noch gutes Preis-Leistungs-Gefühl hätten.

„First-World-Preise, Third-World-Löhne“ als Reizwort

Mehrere Stimmen bündelten ihre Kritik in der provokanten Formel „charging first-world prices while paying third-world wages“, die in der Debatte zum Schlagwort wurde.

Dahinter steckt weniger Romantik als ein knallharter Vorwurf: Wenn das Preisniveau steigt, aber Qualität, Service oder Fairness nicht sichtbar mitziehen, kippt die Wahrnehmung – und genau die ist im Tourismus oft die halbe Miete.

Rentner bleiben beim Budget, ändern aber die Prioritäten

Ein Leser beschrieb das Prinzip der Fixrente so: Wer im Monat nur eine feste Summe zur Verfügung habe, gebe am Ende trotzdem ungefähr diese Summe aus.

Der Unterschied liege darin, wofür das Geld noch verwendet werde – und das bedeute in der Praxis eben nicht mehr zehn Bier am Abend, sondern vielleicht sieben, plus eine strengere Auswahl der Locations.

Geld wandert von der Bar zu den Basics

In den Kommentaren wurde zudem beschrieben, dass frei werdende Beträge eher zu Lebensmitteln, Unterkunft oder Gesundheitskosten wanderten als zu Shows, Drinks und Spontankäufen.

Damit verschiebt sich ein Teil des Konsums von „Nice-to-have“ zu „Must-have“, was gerade in einer Stadt, die lange von impulsivem Nachtleben-Geld lebte, wirtschaftlich spürbar werden kann.

Inflation und Wechselkurse machen Touristen wählerischer

Als Hintergrund nannten Beobachter globale Inflation und schwankende Wechselkurse, die Reisebudgets unberechenbarer machen und die Preissensibilität erhöhen.

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Wer früher im Urlaubsmodus großzügig war, kalkuliert heute häufiger wie im Alltag – und solche kleinen Entscheidungen summieren sich in einem Tourismusstandort schnell zu großen Effekten.

Mehr Transaktion, weniger Leichtigkeit

Einige Besucher beklagten, das Nachtleben habe sich in Teilen von der früheren „locker-leichten“ Dynamik hin zu einem stärker transaktionalen Gefühl entwickelt.

Ein Kommentator formulierte es drastisch mit dem Hinweis, man habe Touristen früher „ausgemolken“, doch sobald das „leichte Geld“ weniger werde, entstünden schneller Spannungen zwischen Kundschaft und denjenigen, die im Entertainment-Sektor von Tagesverdiensten abhängig sind.

Pattaya will mehr sein als sein Ruf

Gleichzeitig wird darauf verwiesen, dass Pattayas Wirtschaft deutlich komplexer ist als das weltbekannte Nachtleben-Image und die Stadt seit Jahren versucht, sich breiter als Reiseziel aufzustellen.

In diesem Kurs spielen internationale Festivals, Sportevents, Familienangebote und Infrastrukturprojekte eine Rolle – doch die Diskussion zeigt, dass ein moderneres Profil allein nicht reicht, wenn beim Publikum das Gefühl von Wert und Fairness verloren geht.

Deine Meinung

Ist es für Pattaya ein normaler Schritt Richtung „reifer“ Urlaubsort – oder zerstören steigende Preise ohne sichtbares Qualitätsplus genau den Mix aus Spontanität und Erschwinglichkeit, der die Stadt groß gemacht hat?

Welche Erfahrungen wurden zuletzt mit Preisen, Service und „Value for Money“ in Pattaya gemacht – und wo zieht sich die Grenze, ab der weniger ausgegangen und anders ausgegeben wird?

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Quelle: pattayamail.com

16 Kommentare zu „„Aus zehn Bier wurden sieben“: Preise in Pattaya steigen

  1. Ich will ja kein Spielverderber sein. Aber der Typ mit „nicht mehr zehn Bier am Abend, sondern vielleicht sieben“ hat m.E. ein ganz anderes Problem.

    1. Das war auch mein Gedanke. Der sieben oder zehn Bier an einem Abend schafft hat echt die Kontrolle über seinen Alkoholkonsum verloren und bei wem das regelmäßig passiert, der ist einfach krank.

  2. Nach 13 Jahre Pattaya, selbstverständlich inklusive Nachtleben kann ich kein Qualitätsplus attestieren. Pattaya hat sich verändert, wie der Rest der Welt wohl auch, aber nützliche Qualität ist nicht mit einhergegangen. Mehr „Neonlicht“, nochmehr gleichartike Lokalitäten, breitere Strände, bemahlte Straßen, und dutzende von Events, können nicht über ein katastrophale Verkehrsstruktur, desaströsen Gewegen(ausgenommen die Strandseite) und äußerst unfreundlichen Dienstleistern hinweg täuschen. Das Land des Lächeln entwickelt sich mehr und mehr zum Land der Heuchelei, Kommerz um jeden Preis heißt die Devise.

    1. Thailand war vor 30 Jahren teurer als heute! Der Service nicht besser, die Strassen und Gehwege aber wesentlich schlechter. Zudem musste man beim überqueren der Strasse noch aufpassen, dass einem ein Einheimischer nicht aufs Korn genommen hat! Aber Jammern scheint ein beliebte Tätigkeit zu sein.

      1. Warst du vor 30 Jahren in Thailand? Eher nicht, oder gib uns mal ein Beispiel was da teurer war wie heute. Ein Baht Gold war damals 5’000 Baht, jetzt kostet es fast 80’000 Baht! Das überqueren der Strassen ist heute nicht weniger gefährlich wie vor 30 Jahren.

        1. Was ganz sicher teurer war vor 35 Jahren, war der Flug von der Schweiz nach Thailand, ich meine natürlich die Flugpreise bevor nun Trump und Israel einen unnötigen Krieg im Nahen Osten angefangen haben. Das Telefonieren in die Schweiz war damals auch teurer und erst wenn Du eine Zeitung oder eine Zeitschrift gekauft hast, heute liest Du das fast gratis im Internet. Gefühlsmässig waren die Taxis auch teurer als heute, aber da könnte ich mich täuschen. Aber sonst war, soweit ich mich erinnern kann alles billiger als heute. Etwas hat sich aber nicht geändert, die Thais hatten damals und haben heute eine abgrundtiefe Abneigung davor, Englisch auch nur im Ansatz zu lernen und ich wohne in Jomtien, kann mir vorstellen, dass sie auf dem Land gar nichts können.

          1. Dann schaut mal die Wechselkurse an. Damals gab es für 100 sFr. 2500 THB. Bier hat 60 THB in der Bar gekostet, Essen bei der Garküche 25- 30 THB. Heute bekomme ich für 100 sFr. 4100 THB!

            apropos Englisch: Bei uns lernen die Kids schon im Kindergarten etwas Englisch und das probieren Sie voller Stolz täglich, wenn Sie mich sehen. Das ändert sich sobald sie in die Schule kommen, wer englisch lernt wird gemobbt. Damit verliert sich das leider. aber viele lernen als 2. Sprache ab der 3. Klasse Chinesisch, was halt auch Sinn macht.

  3. Wer sieben Bier schlucken kann, vermag auch locker deren zehn und muss nicht jammern. Solche Leute nennt man ‚Schluckspecht‘! Hoffentlich nach der Beizen-Tour die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.

  4. Bei zehn Bier am Abend sollte man dringend seinen Arzt konsultieren! Da ist etwas böse aus dem Ruder gelaufen!

  5. Leider muss ich feststellen das sich bei den Kommentaren viele [entfernt] melden. Sind wahrscheinlich Leute die zum Lachen in den Keller gehen. Was sind denn 8 oder 10 Bier die gemütlich in einigen Stunden getrunken werden. Leute bleibt lieber zu Hause.

    Hinweis: Ein Ausdruck wurde durch die Redaktion entfernt.

    1. Naja, wenn einer 7-10 Bier braucht um zum lachen nicht mehr in den Keller zu müssen, hat vermutlich dafür auch genügend Platz im Kopf. 😯

    2. 10 Bier sorgen bei einem erwachsenen Mann von 80kg für etwa 3,6 ‰. Über die Zeit wird davon ein Teil abgebaut, aber mindestens 2,5 ‰ hat man danach immer noch. Das hat nichts mehr mit trinken zu tun, sondern ist einfach saufen. Bei so einem regelmäßigen Trinkverhalten handelt es sich einfach um Alkoholsucht und wer das braucht um nicht „zum Lachen in den Keller gehen“ ist einfach krank.

      1. Genau so ist es. Aber sag mal einem Top Intelligenten dass er gescheit ist. Oh sorry ich hab glaub ein paar Begriffe verwechselt.

  6. Ich lese immer von 7 oder 10 Bieren. Die Rechnung vom Cocktail-Trinker ist doch etwas zu einfach. Wenn ich einen Promillewert errechnen will sollte man schon genauer hinschauen. Grosse Flaschen, kleine Flaschen? Alkohol Gehalt des Bieres? In Thailand von 3,9% bis 6,5% .
    Also erst überlegen, dann Rechnungsdatum dann den Kommentar abschicken.

  7. Vor etwa 30 Jahren fragte ich meine Frau, wieviel Geld monatlich vonnöten sei (eig. Haus ist vorhanden). Sie meinte, mindestens 15,000 Baht mtl. und ohne Entertainment… Das war sicher minimalistisch.
    Heute hat sie ein Budget von etwa 45 – 50k. Ich selbst verbrauche etwa 20k für mich und gehe nur gelegentlich in Bars, fahre lieber GoKart u.a. und trinke meist zu Hause. Demnach sind 70k weg, man könnte es aber auch mit 50k schaffen.
    Ich könnte aber nicht sagen, dass Pattaya in 20 Jahren gefühlt viel teurer geworden ist, nur meine Frau beklagt das.

Kommentare sind geschlossen.

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