Immobilien-Boom: Warum Investoren auf Bangkok setzen

Für 500.000 Euro gibt’s in Bangkok rund 80 Quadratmeter Eigentum – und als Ausländer keine Extra-Steuer. Wo steckt der Haken? 🏙️

Immobilien-Boom: Warum Investoren auf Bangkok setzen
Photo by Walkerssk on Pixabay

BANGKOK, THAILAND – Bangkok lockt ausländische Käufer mit deutlich niedrigeren Quadratmeterpreisen, vergleichsweise hohen Mietrenditen und ohne zusätzliche Stempelsteuer für Ausländer. Im Vergleich zu Singapur und Hongkong bekommen Investoren in Thailands Hauptstadt für das gleiche Budget ein Vielfaches an Wohnfläche.

Bangkok vs. Singapur und Hongkong: Mehr Fläche fürs gleiche Geld

Mit einem Budget von 500.000 US-Dollar (rund 17,5 Millionen Baht) erhalten Käufer in Singapurs Core Central Region (CCR) laut Bericht etwa 20 Quadratmeter, am Hongkong Peak rund 10 Quadratmeter.

In Bangkoks Toplagen entlang der Sukhumvit reicht derselbe Betrag dagegen für ungefähr 80 Quadratmeter Freehold-Condo – und es bleibt laut Quelle sogar noch Spielraum übrig.

Preisniveau in Bangkok: Von „Mid-Market“ bis Prime-CBD

Die durchschnittlichen Immobilienpreise in Bangkok liegen demnach bei etwa 140.000 bis 155.000 Baht pro Quadratmeter (rund 4.200 US-Dollar).

In den zentralen Premiumlagen wie Sukhumvit, Silom und Sathorn werden für Prime-Objekte etwa 200.000 bis 350.000 Baht pro Quadratmeter genannt.

Die regionalen Vergleichszahlen: Singapur und Hongkong deutlich teurer

Für Singapur verweist der Artikel auf Daten der Urban Redevelopment Authority (URA): Neue Projekte in der CCR lagen im dritten Quartal 2025 im Schnitt bei rund 26.900 US-Dollar pro Quadratmeter.

Hongkongs Spitzenadressen wie Peak und Mid-Levels werden im Bericht mit etwa 48.000 bis 83.000 US-Dollar pro Quadratmeter beziffert.

Warum Bangkok für Ausländer heraussticht: Preis, Rendite und keine Zusatzabgabe

Der Bericht argumentiert, Bangkok sei eine der wenigen großen asiatischen Metropolen, in der ausländische Käufer Freehold-Eigentum zu „single-digit“ Tausenden US-Dollar pro Quadratmeter erwerben können.

Hinzu kommen laut Quelle keine ausländerspezifische Stempelsteuer sowie Brutto-Mietrenditen von etwa 5 bis 7% – während Singapur und Hongkong jeweils nur zwei dieser drei Vorteile gleichzeitig bieten.

Mietrenditen im Vergleich: Bangkok vorn, Singapur und Hongkong dahinter

Stadtweit wird Bangkoks Brutto-Mietrendite im Artikel mit rund 6% angegeben, gegenüber 3,1 bis 3,4% in Singapur und etwa 3,9% in Hongkong.

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Selbst in Bangkoks niedrig rentierenden Prime-Zonen rund um Asoke und Phrom Phong (Sukhumvit) werden noch 4 bis 5,5% genannt – und damit weiterhin über den stadtweiten Durchschnittswerten der beiden Rivalen.

On Nut und die „Lower Sukhumvit“-Achse: Solide Renditen im Mietgürtel

Als besonders verlässlich beschreibt der Artikel den unteren BTS-Sukhumvit-Korridor (u.a. Phra Khanong, Punnawithi, On Nut, Udom Suk), der 25 bis 40% günstiger als Upper Sukhumvit sein soll und per Skytrain etwa 15 Minuten von Asoke entfernt liegt.

Genannt werden Preise von etwa 128.000 bis 160.000 Baht pro Quadratmeter sowie Brutto-Renditen von 5 bis 6,5% (Studios teils bis 7%); als Richtwerte für Mieten nennt der Bericht rund 20.000 Baht/Monat für 1-Zimmer und etwa 34.000 Baht/Monat für 2-Zimmer.

Mietwachstum und Nachfrage: Expatriates, internationale Schulen und digitale Nomaden

Für Phra Khanong und Bang Na wird im Bericht ein Mietwachstum von 8 bis 13% im Jahresvergleich zu Beginn 2026 genannt, während Verkaufspreise demnach weitgehend flach geblieben seien.

Als Treiber werden eine stabile Mieterbasis aus Expat-Professionals, Personal internationaler Schulen und eine wachsende Gruppe digitaler Nomaden genannt, die die direkte BTS-Anbindung entlang der Sukhumvit-Linie schätzen.

Huai Khwang: „New Chinatown“ und Renditeband am MRT

Huai Khwang wird als attraktiver Investment-Standort für ausländische Käufer beschrieben, unter anderem wegen der Lage an der MRT Blue Line (u.a. Thailand Cultural Centre, Huai Khwang, Sutthisan) mit Verbindungen Richtung Silom und Asoke.

Der Bericht nennt Huai Khwang zudem als etabliertes „New Chinatown“ Bangkoks, was insbesondere bei chinesischen sowie Hongkong-Käufern seit Jahren für Nachfrage sorge.

Preise, Renditen und REIC-Daten: Huai Khwang unter dem Bangkok-Median

Für Huai Khwang werden durchschnittliche Preise von etwa 125.000 bis 135.000 Baht pro Quadratmeter genannt, was laut Artikel 13 bis 17% unter dem Bangkok-Median liege.

Die Brutto-Renditen werden mit 5 bis 7% angegeben; außerdem verweist der Bericht auf REIC-Daten (Q4/2024), wonach Huai Khwang–Chatuchak–Din Daeng das am schnellsten wertsteigernde Teilgebiet im Großraum Bangkok gewesen sei.

Infrastruktur als Kurstreiber: MRT Orange Line und Knotenpunkt Phra Ram 9

Als möglicher nächster Katalysator wird die MRT Orange Line genannt: Der östliche Abschnitt sei auf Ende 2027 ausgerichtet, nachdem BEM im Juli 2024 einen 30-jährigen PPP-Vertrag mit der MRTA unterzeichnet habe.

Phra Ram 9 soll dadurch laut Bericht zu einem Dreifach-Umsteigeknoten werden (Blue Line, Orange Line und Airport Rail Link bei Makkasan), wobei die aktuellen Preise in Huai Khwang diese Perspektive noch nicht vollständig eingepreist hätten.

Rechtlicher Rahmen: Freehold-Condo für Ausländer – aber mit 49%-Quote

Ein zentraler Punkt ist laut Artikel die vergleichsweise klare Rechtslage: Ausländer dürfen Freehold-Eigentumswohnungen nach dem Condominium Act von 1979 kaufen, solange die 49%-Ausländerquote pro Gebäude nicht überschritten wird.

Ist die Quote in beliebten Projekten ausgeschöpft, gelten Leasehold-Strukturen von bis zu 30 Jahren als gängige Alternative.

Steuern und Nebenkosten: Keine „Capital Gains Tax“ und niedrige laufende Abgaben

Der Bericht betont, dass es in Thailand beim Verkauf keine Capital-Gains-Tax gebe und die jährliche Land- und Gebäudesteuer für vermietete Condos nur etwa 0,02 bis 0,30% des festgestellten Werts betrage.

Die gesamten Transaktionskosten werden mit 2,5 bis 6,3% angegeben und damit als deutlich niedriger als in Singapur dargestellt, wo für Ausländer zusätzlich eine hohe ABSD (im Artikel: 60%) anfällt.

Deine Meinung

Ist Bangkok für dich vor allem wegen der Kombination aus Preisniveau, Mietrendite und fehlender Zusatzabgabe für Ausländer so attraktiv – oder überwiegen am Ende Risiken wie Quotenbegrenzungen, Standortwahl und Marktschwankungen?

Welche Viertel in Bangkok würdest du für ein Investment bevorzugen: eher Sukhumvit/On Nut als „Mietgürtel“ oder Huai Khwang als Infrastruktur- und Wachstumsspiel? Schreib uns deine Einschätzung in die Kommentare.

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Quelle: Thaiger

Ein Kommentar zu „Immobilien-Boom: Warum Investoren auf Bangkok setzen

  1. Der einsame Rufer im Wald, der sich damit selber Mut machen will. Find ich besser als in Sack und Asche dem Desaster entgegen zu schleichen.

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