BANGKOK, THAILAND – Thailand arbeitet an einem „Altes Auto gegen neues Auto“-Programm für 2569 (2026), das zunächst 10.000 bis 20.000 Fahrzeuge umfassen könnte. Voraussetzung sollen ein niedriger CO₂-Ausstoß und eine Produktion in Thailand sein.
Programm noch in der Entwurfsphase
Nach Angaben aus dem thailändischen Verbrauchsteueramt (Excise Department) wird das Programm „รถเก่าแลกรถใหม่ 2569“ derzeit als Maßnahme konzipiert.
Konkrete Details wie Starttermin, genaue Kriterien und Ablauf sind noch nicht offiziell bestätigt und sollen erst nach weiterer Abstimmung folgen.
Zwei zentrale Bedingungen: CO₂-arm und in Thailand gebaut
Als wichtigste Eckpunkte werden zwei Kriterien genannt: Das neue Fahrzeug muss als CO₂-arm gelten und damit zur CO₂-basierten Steuerstruktur der Verbrauchsteuerbehörde passen.
Zudem sollen nur Fahrzeuge förderfähig sein, die in Thailand produziert wurden, um die heimische Industrie gezielt zu unterstützen.
Erwartungen nach Aussagen aus dem Finanzministerium
Viele Beobachter hatten damit gerechnet, dass das Programm nach öffentlichen Aussagen zur wirtschaftspolitischen Ausrichtung des Finanzministeriums zeitnah ins Kabinett eingebracht werden könnte.
Auslöser waren Medienberichte rund um ein Interview vom 10. April mit dem stellvertretenden Premierminister und Finanzminister, in dem wirtschaftliche Impulse thematisiert wurden.
Zusammenhang mit günstigen EV-Krediten
Bereits am 11. April wurde bekannt, dass die Government Savings Bank (ธนาคารออมสิน) zinsgünstige Kredite für den Kauf von Elektroautos (EV) und elektrischen Motorrädern anbieten soll.
Das Kreditvolumen soll dabei laut Bericht bis zu 2 Millionen Baht betragen, während das „Alt-gegen-Neu“-Programm davon getrennt noch in der Ausarbeitung ist.
Wie die Förderung laut Bericht funktionieren soll
Die staatliche Unterstützung soll demnach nicht direkt an Käufer ausgezahlt werden, sondern über Fahrzeughersteller laufen.
Diese würden die Subvention anschließend als unmittelbaren Preisnachlass an Kunden weitergeben, also als direkte Reduktion des Listenpreises.
Erste Quote: Pilotphase mit 10.000 bis 20.000 Fahrzeugen
Für die erste Phase wird eine Pilotquote von 10.000 bis 20.000 Fahrzeugen genannt.
Ob diese Zahl final ist und wie die Verteilung (z. B. nach Fahrzeugtyp oder Region) aussehen könnte, ist bislang nicht veröffentlicht.
Offen: Wie „alt“ muss das alte Auto sein?
Ein zentraler Punkt bleibt unklar: Es ist noch nicht definiert, ab welchem Fahrzeugalter ein „altes Auto“ als tauschberechtigt gilt.
Auch welche Fahrzeugkategorien konkret teilnehmen können, wurde in dem Bericht noch nicht verbindlich aufgelistet.



Thailand und sein extremer Protektionismus.
Sowas ähnliches hatten wir doch schon einmal. Unter Yingluck mit ihrem Programm für „Erstwagenkäufer“.