Tödliches Geisterfahrer-Drama: Lieferdienst-Fahrer bei Unfall gestorben

Mitten in der Trümmerwüste klingelte plötzlich das Handy des Opfers: Die Zentrale wartete auf die Lieferung – ohne zu ahnen, wer gerade starb.

Tödliches Geisterfahrer-Drama: Lieferdienst-Fahrer bei Unfall gestorben
Pattaya Mail

Pattaya, Thailand – Ein 59‑jähriger Lieferfahrer ist in der Nacht zum 31. Mai bei einem Frontalzusammenstoß mit einem öffentlichen Bus auf der Bang Kruai–Sai Noi Road gestorben. Der Mann war offenbar entgegen der Fahrtrichtung unterwegs, als sein Motorrad mit dem Bus der Linie 134 kollidierte. Rettungskräfte und die Polizei trafen gegen 01:00 Uhr am Unfallort ein.

Frontalzusammenstoß vor Einkaufszentrum

Der Zusammenstoß ereignete sich vor einem Kaufhaus im Tambon Bang Bua Thong, Amphoe Bang Bua Thong. Das Motorrad steckte schwer beschädigt an der Front des Busses, der zwischen der Bua Thong Housing Estate und Mo Chit 2 verkehrt.

Rettungskräfte der Ruamkatanyu‑Stiftung und die Polizei der Bang Bua Thong Station fanden den Fahrer neben dem Bus; er starb noch an der Unfallstelle. Die Strecke musste nach dem Unfall abgesichert werden.

Busfahrer und Zeugen schildern unterschiedliche Abläufe

Der Busfahrer, Nattapol, sagte, der Motorradfahrer sei aus der Gegenrichtung gekommen, habe die Spuren gewechselt und dann abrupt zurückgelenkt, sodass es zum Frontalzusammenstoß kam. Seine Aussage weist die Verantwortung des Gegenverkehrsfahrers aus.

Zeugen berichteten hingegen, der Bus habe versucht, ein Taxi zu überholen, als der entgegenkommende Motorradfahrer plötzlich auf derselben Spur auftauchte und ein Ausweichmanöver unmöglich machte. Die Angaben unterscheiden sich in wichtigen Punkten.

Opfer war als Lieferfahrer unterwegs

Der Tote wurde als Worapot identifiziert; sein Nachname wurde nicht genannt. Er war 59 Jahre alt und arbeitete als Lieferfahrer.

Kurz nach dem Unfall erhielt sein Telefon einen Anruf aus der Auslieferzentrale mit der Frage: „Wo ist die Bestellung jetzt?“ Die Polizei informierte den Anrufer später über den tödlichen Ausgang.

Anwohner nennen Unfallstelle eine Gefahrenzone

Bewohner der Gegend sagen, an der betroffenen Stelle komme es häufig zu Fahrern, die entgegen der Fahrtrichtung unterwegs seien, etwa um Abkürzungen über Brückenbereiche zu nehmen. Solches Verhalten habe in der Vergangenheit bereits zu schweren Unfällen geführt.

Ähnliches Fehlverhalten wird laut den Angaben auch aus touristisch geprägten Orten wie Pattaya gemeldet, wo Einbahnstraßen und Sperrzonen nicht selten missachtet werden. Die Hinweise deuten auf wiederkehrende Verkehrsrisiken hin.

Polizei ermittelt weiter; Leichnam zur Obduktion

Die Polizei von Bang Bua Thong führt Ermittlungen und wird den Busfahrer erneut befragen, um den genauen Ablauf zu klären. Einsatzkräfte hatten den Unfallort gesichert und erste Zeugenaussagen aufgenommen.

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Der Leichnam wurde an das Institute of Forensic Medicine zur Autopsie überführt; die Behörden prüfen nun die gesammelten Spuren und Aussagen als Teil des Ermittlungsverfahrens.

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Quelle: Pattaya Mail

4 Kommentare zu „Tödliches Geisterfahrer-Drama: Lieferdienst-Fahrer bei Unfall gestorben

  1. ob die sich das je abgewöhnen können, gegen die Fahrtrichtung zu fahren? Was geht in den Köpfen da vor? Warum greift die Polizei da nicht massiv ein?

    1. Was in den Köpfen vorgeht ist einfach zu erklären, weil es oft auch in meinem Kopf vorgeht:
      Stell Dich mal mit Deinem Roller auf ’ner vierspurigen (sechsspurig, wenn man den schmäleren Streifen jeweils in Fahrtrichtung links noch dazu zählt, auf dem sich überwiegend Mopeds ihre Rennen liefern) Hauptstraße durch ein Ballungszentrum (z.B. Samut Sakhon) in die Mitte, um nach rechts abzubiegen. Von hinten drohen Dir die, für die die ganz rechte Spur die Überholspur ist, darunter auch gerne mal gefühlte 50-Tonner mit Anhänger.
      Von vorne kommt genau das gleiche auf Dich zu.
      Und Du stehst genau in der Mitte, wo eigentlich kein Platz ist.
      Wenn da mal einer ’ne Sekunde nicht aufpaßt, hast Du nicht die geringste Chance Dich noch irgendwie zu retten.

      Da fahr ich dann manchmal auch schon wenn ich ’ne Lücke entdecke 200 m früher rüber und auf dem Mopedstreifen der anderen Seite die letzten Meter entgegen der Fahrtrichtung, als das ich direkt an meinem Abbiegepunkt u.U. mehr als ’ne Minute in der Mitte stehen und auf Gott vertrauen muß (dabei bin ich Atheist).

      1. sicher ist das eine komplizierte Situation, aber wenn jeder so denkt und handelt, dann brauchen wir keine Verkehrsregeln mehr! Dann bekommen wir noch mehr Unfälle!

  2. Was in den Köpfen vorgeht ist einfach zu erklären, weil es oft auch in meinem Kopf vorgeht:
    Stell Dich mal mit Deinem Roller auf ’ner vierspurigen (sechsspurig, wenn man den schmäleren Streifen jeweils in Fahrtrichtung links noch dazu zählt, auf dem sich überwiegend Mopeds ihre Rennen liefern) Hauptstraße durch ein Ballungszentrum (z.B. Samut Sakhon) in die Mitte, um nach rechts abzubiegen. Von hinten drohen Dir die, für die die ganz rechte Spur die Überholspur ist, darunter auch gerne mal gefühlte 50-Tonner mit Anhänger.
    Von vorne kommt genau das gleiche auf Dich zu.
    Und Du stehst genau in der Mitte, wo eigentlich kein Platz ist.
    Wenn da mal einer ’ne Sekunde nicht aufpaßt, hast Du nicht die geringste Chance Dich noch irgendwie zu retten.

    Da fahr ich dann manchmal auch schon wenn ich ’ne Lücke entdecke 200 m früher rüber und auf dem Mopedstreifen der anderen Seite die letzten Meter entgegen der Fahrtrichtung, als das ich direkt an meinem Abbiegepunkt u.U. mehr als ’ne Minute in der Mitte stehen und auf Gott vertrauen muß (dabei bin ich Atheist).

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