Ausländer kapern Thailands Inseln: Senat warnt vor Strohmann-Deals

Ausländer kapern mit Strohmännern Land auf Koh Samui und Koh Phangan – Senatoren warnen vor wirtschaftlicher Bedrohung. Was tun die Behörden?

Ausländer kapern Thailands Inseln: Senat warnt vor Strohmann-Deals
Bangkok Post

BANGKOK, Thailand – Senatoren schlagen Alarm: Auf den Trauminseln Koh Samui und Koh Phangan kaufen Ausländer im großen Stil Land – mit Hilfe von thailändischen Strohmännern. Die Einheimischen fühlen sich enteignet, die Behörden haben offenbar die Kontrolle verloren.

Strohmänner für Strand-Grundstücke

General Kriangkrai Srirak, erster stellvertretender Senatspräsident, war mit einem Ausschuss in der Provinz Surat Thani. Dort traf er auf wütende Bewohner beider Urlaubsinseln. Ihre Klage: Ausländer nutzen einheimische Strohmänner, um illegal Geschäfte zu eröffnen und Land zu kaufen.

Der General kennt das Problem seit Jahren. Als Kommandeur der 4. Armeeregion ging er gegen illegale Bauten und Landraub vor. Doch die Erfolge waren kurz. Jetzt sind die Missstände zurück – schlimmer denn je.

Empörung über israelische Siedlungen

Besonders brisant: Immer mehr israelische Touristen kaufen sich auf den Inseln ein. Sie eröffnen Läden nur für ihre Landsleute. Es entstehen religiöse Andachtsstätten und ganze isolierte Siedlungen. Die einheimische Bevölkerung fühlt sich verdrängt.

Auch Chaiyong Maneerungsakul, ein Sprecher des Senatsunterausschusses für Militärfragen, schlägt Alarm. Das Phänomen beschränkt sich nicht nur auf die Inseln. In Phuket, Narathiwat, Pai und Teilen von Chiang Mai kaufen Israelis Land und bauen Unternehmen auf. Er nannte dies ein wachsendes Sicherheitsproblem.

620 Fälle – nur sieben Visa weg

Die Behörden in Surat Thani haben bereits reagiert. Im letzten Jahr gründeten sie eine Sondertruppe gegen illegale Ausländeraktivitäten. Die Bilanz aus knapp sieben Monaten: 620 Fälle wurden aufgedeckt. Doch die Zahl der harten Konsequenzen ist ernüchternd.

In 18 Fällen ging es um Strohmann-Geschäfte, Landbesitz oder Tourismusfirmen – aber nur sieben Visa wurden gestrichen. Für viele Einheimische ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie fordern härteres Durchgreifen.

Senat schaltet Regierung ein

Jetzt wird der Fall auf die höchste politische Ebene gehoben. General Kriangkrai kündigte an: Ein Senatsausschuss wird das Problem von Grund auf untersuchen. Die Ergebnisse sollen dann an das Repräsentantenhaus weitergeleitet werden. Ziel: neue Gesetze, die die Lücken stopfen.

Chaiyongs Unterausschuss sammelt bereits Beweise für die angeblichen Strohmann-Deals. Er forderte den Nationalen Sicherheitsrat, das Innenministerium, die Polizei und die Einwanderungsbehörde zu Ermittlungen auf. Die Prüfung läuft.

Wer schützt die Thailänder?

Die Menschen auf den Inseln haben Angst um ihre Zukunft. Sie sehen, wie Ausländer mit Geld und Gesetzeslücken ganze Landstriche aufkaufen. Das Gesetz verbietet Ausländern den direkten Landerwerb – doch mit Strohmännern wird es zur Makulatur. Die Wirtschaft profitiert, die Einheimischen verlieren ihre Heimat.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

Ein Kommentar zu „Ausländer kapern Thailands Inseln: Senat warnt vor Strohmann-Deals

  1. Nun ist das Geschrei groß.
    Dazu gehören immer zwei einer der tut und ein anderer der es under the table bewilligt.
    Mit dieser Nummer treibt man den Ausverkaufdes eigenen Landes voran.
    Sehr gut zu beobachten in Phuket und Koh Samui

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