NAKHON RATCHASIMA, Thailand – Empörung über Urkunden-Betrug! Ein Gemeindebeamter soll Ausländern mit gefälschten Geburtsurkunden zu illegalen Papieren verholfen haben. Mindestens 27 Fälle sind bekannt – die Polizei weitet die Ermittlungen aus.
Beamter half bei Baby-Urkunden-Schwindel
Ein Standesbeamter in der Gemeinde Pho Klang steht unter schwerem Verdacht. Er soll gegen Bestechungsgelder von umgerechnet 260 bis 780 Euro pro Fall gefälschte Geburtsurkunden ausgestellt haben.
Die meisten Betrugsfälle betreffen chinesische Staatsbürger, in einigen Fällen auch Frauen aus Myanmar. Die Papiere sollen alle auf ein Militärkrankenhaus in der Provinz als angeblichen Geburtsort verweisen.
27 Fälle schon entdeckt!
Die Verwaltungsbehörde deckte gemeinsam mit der Polizei Unregelmäßigkeiten bei mindestens 27 Registrierungen auf. In allen Fällen ist der Vater als Thai eingetragen, die Mutter als Chinesin oder Myanmarin.
Die Ermittler vermuten, dass auch die medizinischen Unterlagen gefälscht wurden. So erschlichen sich die Ausländer offenbar unrechtmäßig den Status eines in Thailand geborenen Kindes.
Bürgermeister schlug Alarm
Kitipong Pongsurawet, Bürgermeister von Pho Klang, erstattete Anzeige gegen den Beamten. Seine Gemeinde ist bisher die einzige, die offiziell Anklage erhoben hat.
Der beschuldigte Standesbeamte wurde vorläufig vom Dienst suspendiert. Die Staatsanwaltschaft prüft nun weitere Verbindungen in andere Bezirke.
Jetzt ermittelt die Anti-Korruptionsbehörde
Der Polizeichef der Provinz, General Narongsak Phromtha, ordnete eine gründliche Überprüfung aller Beweise an. Der Fall wird an die staatliche Korruptionsbekämpfungsbehörde weitergeleitet.
Denn der Verdacht richtet sich nicht nur gegen den Einzeltäter, sondern gegen ein ganzes Netzwerk. Möglicherweise waren weitere Beamte in den Betrug verstrickt.
Harte Strafen drohen
Das Innenministerium hat die Bekämpfung von Korruption bei Standesämtern zur Priorität erklärt. Wer mit gefälschten Urkunden die thailändische Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltsrechte erschleicht, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
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Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Neue Fälle könnten jederzeit ans Licht kommen.



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