BANGKOK, THAILAND – Die Regierung verschärft den Kampf gegen Korruption und Bestechung im Staatsdienst. Gleichzeitig bringt das Kabinett einen neuen Fonds auf den Weg, der Opfern von Naturkatastrophen schneller und unbürokratischer helfen soll.
Regierung sagt Bestechung den Kampf an
Das thailändische Kabinett hat ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Korruption beschlossen. Grundlage sind acht Vorschläge der Antikorruptionsbehörde, die von strengeren Kontrollen bis hin zu mehr Transparenz reichen.
Ziel ist es, ein seit Jahren bestehendes Problem endlich wirksam einzudämmen. Bestechung im Staatsdienst gilt als eines der größten Hindernisse für Vertrauen in Behörden und Wirtschaft.
Klare Aufgaben für zentrale Behörde
Die Federführung übernimmt künftig die Anti-Korruptionsstelle im öffentlichen Sektor (PACC). Sie soll alle beteiligten Behörden koordinieren und die Umsetzung der Maßnahmen vorantreiben.
Dazu zählen unter anderem das Finanzministerium, die Polizei und die Geldwäschebekämpfung. Erste Ergebnisse müssen bereits innerhalb von 30 Tagen vorgelegt werden.
Mehr Transparenz und digitale Kontrolle
Ein Schwerpunkt liegt auf der Offenlegung staatlicher Daten und der Einbindung der Bevölkerung. Gleichzeitig sollen digitale Systeme ausgebaut werden, um Genehmigungen transparenter und nachvollziehbarer zu machen.
Auch die Privatwirtschaft wird stärker in die Pflicht genommen. Unternehmen sollen aktiv in den Kampf gegen Bestechung eingebunden werden.
Vertrauen der Investoren im Blick
Die Regierung erhofft sich durch die Maßnahmen nicht nur weniger Korruption, sondern auch ein besseres internationales Image. Besonders ausländische Investoren achten zunehmend auf transparente Strukturen.
Ein erfolgreicher Kampf gegen Bestechung könnte Thailand wirtschaftlich stärken und langfristig attraktiver machen.
Neuer Fonds für Katastrophenopfer
Parallel dazu beschloss das Kabinett die Einrichtung eines Fonds zur Unterstützung und Wiederherstellung nach Naturkatastrophen. Dafür soll das bestehende Katastrophenschutzgesetz angepasst werden.
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Der Fonds soll schnelle Hilfe ermöglichen und bürokratische Hürden abbauen. Betroffene sollen künftig schneller Geld erhalten und effizienter unterstützt werden.
Steigende Kosten durch häufigere Katastrophen
Hintergrund sind immer häufigere und heftigere Naturereignisse. In den vergangenen Jahren hat der Staat bereits enorme Summen für Hilfeleistungen aufgebracht.
Allein 2026 wurden rund 25 Milliarden Baht ausgegeben. Der neue Fonds soll die Finanzierung stabiler und planbarer machen.
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