Vietnam vs. Thailand: Was der Hype wirklich taugt

Billiger, authentischer, gesünder — Vietnam soll Thailand in jeder Kategorie schlagen. Was stimmt, was übertrieben ist — der nüchterne Vergleich.

Vietnam vs. Thailand: Was der Hype wirklich taugt
KI generiertes Symbolbild.

Vietnam ist das neue Thailand — das behaupten gerade zahlreiche Expat-Blogs, Reise-Influencer und Foren, wo Leute sich gegenseitig versichern, sie hätten den besseren Deal gefunden. Günstiger, authentischer, gesünder — Vietnam soll Thailand in fast jeder Kategorie schlagen. Wer in Thailand lebt, kennt diesen Diskurs. Und fragt sich zu Recht: Stimmt das eigentlich?

Der Vergleich lohnt sich — aber er verlangt Genauigkeit. Was Vietnam tatsächlich billiger macht, wo es liefert und wo der Hype der Realität nicht standhält, das zeigt dieser Artikel. Keine Reiseprospekt-Prosa, sondern Zahlen und Fakten für Menschen, die wissen wollen, ob sie etwas verpassen.

Was Vietnam bei den Kosten tatsächlich günstiger macht

Vietnam ist nach aktuellen Berechnungen für 2026 rund 20 bis 35 Prozent günstiger als Thailand — bei vergleichbarem Lebensstil. Ein Expat, der in Ho-Chi-Minh-Stadt im Expat-Viertel Thao Dien lebt, zahlt für eine Zweizimmerwohnung 800 bis 1.500 Dollar pro Monat. Bangkoks Thonglor oder Ekkamai kostet 1.200 bis 2.000 Dollar.

In Da Nang liegt das Budget für einen Singlehaushalt mit komfortablem Lebensstil bei 600 bis 1.000 Dollar monatlich. Für ein Paar, das in HCMC gut lebt — eigene Wohnung, Restaurantbesuche, gelegentliche Reisen — sind 1.800 bis 2.500 Dollar realistisch. Bangkok kommt auf 2.000 bis 3.000 Dollar für dieselbe Situation.

Beim Essen fällt der Unterschied weniger dramatisch aus, als oft behauptet wird. Eine Pho oder ein Banh Mi an einer guten Straßenküche kostet 2 bis 3 Dollar — eine vergleichbare Mahlzeit in Bangkok liegt bei 2 bis 4 Dollar. Westliches Restaurant-Essen ist in beiden Ländern in einer ähnlichen Preisklasse von 7 bis 15 Dollar pro Person. Der Unterschied liegt also weniger im spektakulären Einzelpreis als in der Summe aller Ausgaben am Monatsende.

Vietnamesische Küche: Weltklasse zu Straßenpreisen

Pho bo, Bun Bo Hue, Banh Mi, Goi Cuon — das sind keine Touristengerichte, sondern Alltagsessen, das in jeder Gasse frisch zubereitet wird. Die vietnamesische Küche gehört weltweit zu den gesündesten: wenig Fett, viel frisches Gemüse, Kräuter, leichte Brühen. Wer sich in Thailand von westlichem Essen und Bangkoks Restaurant-Szene ernährt, gibt deutlich mehr aus — und isst nicht unbedingt gesünder. Das ist kein Klischee, sondern erlebbare Realität im Alltag.

Der Kaffee hat in Vietnam tatsächlich Kultstatus. Ca Phe Trung — der mit aufgeschlagenem Eigelb zubereitete Eierkaffee aus Hanoi — oder der stark-süße Ca Phe Sua Da auf Eis sind keine Trendgetränke, sondern Teil der Alltagskultur. Eine Tasse kostet 50 bis 80 Cent. Wer in Thailand seinen Morgenkaffee aus einer Coffee-Chain bezieht, zahlt das Zehnfache.

Visa: Wo Thailand den klaren Vorteil hat

Deutsche und Schweizer reisen aktuell visumfrei für 45 Tage nach Vietnam. Österreicher benötigen ein E-Visum, das 90 Tage gilt und online beantragt werden kann — unkompliziert, aber nicht kostenlos. Wer länger bleibt, braucht ein Langzeitvisum: Geschäftsvisum, Arbeitsvisum, Investorenvisum. Ein Rentenvisum — wie Thailands Non-OA mit klaren Anforderungen und jährlicher Verlängerungsoption — existiert in Vietnam nicht. Wer als Rentner dauerhaft bleiben will, bewegt sich in einer Grauzone aus rollierenden E-Visa-Aufenthalten und gelegentlichen Grenzausreisen.

Thailand bietet mit dem Non-OA, dem Non-O auf Rentenbasis und der Thailand Elite Card strukturierte Langzeitoptionen, die rechtssicher und planbar sind. Vietnam diskutiert seit Jahren ein „goldenes Visum“ für Investoren — Details blieben bis Mitte 2026 vage. Wer auf Stabilität angewiesen ist und nicht ständig Visa-Arithmetik betreiben will, ist in Thailand besser aufgehoben. Das ist kein marginaler Punkt, sondern eine der wichtigsten Fragen für jeden, der dauerhaft ein Leben in Südostasien aufbauen will.

Gesundheitsversorgung: Thailand bleibt die Benchmark

Vietnam hat in den letzten Jahren erheblich in seine Krankenhausinfrastruktur investiert. In Ho-Chi-Minh-Stadt und Hanoi gibt es moderne Privatkliniken — FV Hospital, Vinmec, Family Medical Practice — mit englischsprachigem Personal und Qualitätsstandards, die für Expats brauchbar sind. Wer in Da Nang oder einer der vielen kleineren Städte lebt, verlässt sich auf ein deutlich dünneres Netz. Öffentliche Krankenhäuser sind überfüllt, sprachlich kaum zugänglich und für Ausländer ohne lokale Krankenversicherung de facto keine Option.

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Thailand betreibt mit dem Bumrungrad, dem Bangkok Hospital, dem Samitivej und zahlreichen weiteren Häusern Privatkliniken, die internationalen Standards entsprechen — nicht nur in der Hauptstadt, sondern in Chiang Mai, Phuket, Pattaya und Hua Hin. Wer mit 60 Jahren nach Südostasien zieht und schon absehen kann, dass er das Gesundheitssystem regelmäßig braucht, sollte diesen Vergleich ernstnehmen. Vietnam holt auf — aber es holt auf.

Infrastruktur, Internet und das tägliche Chaos

Bangkoks BTS und MRT sind nicht perfekt, aber sie funktionieren. Ticketpreise von 20 bis 90 Baht pro Fahrt, Monatstickets für 35 bis 55 Dollar, klimatisierte Waggons — das ist ein verlässliches System. Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt haben keine vergleichbare Metro-Infrastruktur; Linie 1 in HCMC wurde nach jahrzehntelanger Bauzeit erst 2024 eröffnet, das Netz ist minimal. Der Alltag in vietnamesischen Städten funktioniert für die meisten Einwohner per Motorrad oder Grab — mit entsprechenden Risiken im Stadtverkehr.

Internet ist in Vietnam tatsächlich schnell. Mit durchschnittlich 285 Mbit/s Festnetz liegt das Land über dem Thailand-Schnitt — ein Argument für digitale Nomaden. Für Expats, die nicht primär am Laptop arbeiten, sondern ein bequemes Leben aufbauen wollen, ist dieser Punkt nachrangig. Was im Alltag zählt: Straßenzustand, Strom-Zuverlässigkeit, Behördenzugänglichkeit auf Englisch — und da ist Thailand weiter.

Authentizität: Was das Wort eigentlich bedeutet

„Authentischer als Thailand“ — dieses Urteil taucht in fast jedem Vietnam-Vergleich auf. Was steckt dahinter? Gemeint ist meist: weniger internationalisierte Touristenviertel, weniger westliche Ketten auf jeder Straße, mehr sichtbares Alltagsleben der Einheimischen. Das stimmt für Teile Hanois und für Städte wie Hoi An oder Hue. Es stimmt nicht für die expat-dichten Viertel von HCMC, die sich von Bangkoks Sukhumvit kaum unterscheiden.

Thailand hat Touristenzonen, die seit Jahrzehnten auf Ausländer ausgerichtet sind — das ist bekannt und von den meisten hier lebenden Expats längst eingepreist. Wer in Chiang Mai in einem Stadtviertel jenseits der alten Stadtmauer lebt, oder in einer Kleinstadt im Isaan, erlebt ebenfalls ein Thailand fernab von Banglampu-Klischees. Authentizität ist keine Landeseigenschaft, sondern eine Frage des Wohnorts.

Für wen Vietnam tatsächlich attraktiv ist

Vietnam ist ein ernstzunehmender Aufenthaltsort — für Menschen unter 45, mit mobilem Einkommen in Dollar oder Euro, die keine dauerhaften Visa-Lösungen brauchen und flexibel genug sind, das Gesundheitssystem in Privathand zu nutzen. Wer Geo-Arbitrage betreiben will — stark verdienen, günstig leben — bekommt in Da Nang oder HCMC ein ausgezeichnetes Kosten-Lebensqualitätsverhältnis. Der vietnamesische Dong verliert jährlich rund 3 bis 4 Prozent gegenüber dem Dollar, was Einnahmen in Hartwährung im Zeitverlauf kaufkräftiger macht.

Wer dagegen mit 60 Jahren nach Südostasien zieht, eine Thai-Partnerin hat, Wert auf rechtssicheren Aufenthalt legt, regelmäßig Arzt oder Krankenhaus braucht und nicht jedes Jahr Visa-Strategien neu kalkulieren will — für den ist Thailand der nüchternere Favorit. Das bedeutet nicht, dass Vietnam kein lohnender Aufenthaltsort ist. Es bedeutet, dass er andere Anforderungen hat.

Was dieser Vergleich für Thailand-Expats wirklich heißt

Vietnam ist 20 bis 35 Prozent billiger — das ist real. Aber die Kostendifferenz schrumpft, sobald man Krankenversicherung, gelegentliche Visa-Reisen und fehlende öffentliche Infrastruktur einrechnet. Der tatsächliche Kostenvorteil liegt für einen Rentner mit stabilem Lebensstil eher bei 10 bis 20 Prozent gegenüber einer vergleichbaren Situation in Chiang Mai — nicht bei den dramatischen Zahlen, die Online-Vergleiche gerne zitieren.

Thailand bleibt für die meisten Expats hier die bessere Entscheidung — nicht weil Vietnam schlecht wäre, sondern weil das bestehende System aus Visumsoptionen, Gesundheitsversorgung und vertrauten Strukturen einen Wert hat, der in keiner Hochrechnung auftaucht. Wer trotzdem neugierig ist: Drei Monate Da Nang oder Hoi An mit einem E-Visum kosten wenig, lehren viel — und führen die meisten am Ende wieder zurück.

Redaktionelle Hinweise

Alle Kostenangaben in diesem Artikel sind Richtwerte auf Basis von Marktbeobachtungen für 2026 und können je nach Stadtlage, Lebensstil und Wechselkursentwicklung erheblich abweichen. Visa-Regelungen ändern sich kurzfristig — vor einer Reise oder einem Umzug stets offizielle Quellen (vietnamesische Botschaft, Einwanderungsbehörde) konsultieren.

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50 Kommentare zu „Vietnam vs. Thailand: Was der Hype wirklich taugt

  1. Vietnam schließt doch Thailand nicht aus! Warum nicht einfach pendeln und das jeweils Beste dieser beiden Welten abwechselnd genießen…?!!!

    1. Genauso ist das. Aber nicht nur zwischen Thailand und Vietnam pendeln, sondern mit Thailand als Homebase zwischen Thailand und anderen Länder in Südostasien. Beim Pendeln besonders die Philippinen und Indonesien nicht vergessen. Es ist mir völlig unverständlich, dass sich Expats das ganze Jahr über in Thailand aufhalten, außer vielleicht einen visa run zu machen und wenn überhaupt nur ein paar Tage dranzuhängen. Morgen geht es nach 90 Tagen in Vietnam wieder zurück nach Thailand und dann beginnt die Planung für die nächste Reise unter dem Motto: Regenzeit in Thailand, nein danke.

      1. Ganz genau so mache ich das, Andre! Seit nunmehr fast sieben Jahren ist Hua Hin mein Zuhause und gleichzeitig mein Basecamp für meine Motorradtouren durch Südostasien. Jedes Land ist anders und absolut erfahrenswert. Meine nächste Tour führt mich nun diesmal zum ersten Mal nach China, da ich inzwischen so gut wie alle anderen Länder Südostasiens mit dem Motorrad bereist habe. Für mich ist es im Alter von 70 Jahren dieses Jahr meine letzte Möglichkeit eine Motorradtour in China zu fahren, weil ich nächstes Jahr mit 71 Jahren leider keinen chinesischen Führerschein mehr bekommen kann. Danach sind für mich dann nur noch Taiwan, Südkorea und Japan weiße Flecken auf meiner Roadmap… 🌏🏍️👍🏽

        1. Sag mal @ Harrycan, hast Du ein schwarzes Motorrad mit 3 silbernen Koffern? Selber auch schwarze Motorradklamotten mit hinten ein paar Reflektoren und an den Hüften rote Abnäher? Natürlich auch Handschuhe, Sturmhaube und Vollvisierhelm und gestern oder vorgestern in der Soi 102 unterwegs?

          1. Nein, das war ich nicht, Oskar. Ich habe zwar auch schwarze Motorräder, aber allesamt ohne „Schrankkoffer“ am Heck. Auf Touren maximal ein Topcase auf den Big Bikes und auf meinem Dirtbike nur einen Rucksack auf der Sitzbank bei meinen Offroad-Touren. In Hua Hin fahre ich aber fast ausschließlich mit meinem (schwarzen) Scooter…

        2. Ich habe ja schon geschrieben, daß ich von Biker zu Biker meinen Hut vor Dir ziehe – selbst wenn es nicht ganz 280.000 km in 6 Jahren gewesen sein sollten 😉.
          Und ebenso, daß ich wohl trotz meiner „erst“ 66 Jahren unter SOAsiatischen Verhältnissen konditionell kaum mithalten kann.
          Aber so ein bißchen … das juckt mich schon.
          Deshalb also meine Frage an Dich: Was für ’nen Hobel nutzt Du hier für Deine Touren?
          Meine „Honda 1000 CBF“ ist zwar für weite Touren auf Europas Landstraßen ein idealer Allrounder, aber hier sicher nicht die beste Wahl.

          1. Ich besitze in Thailand zwei Big Bikes HONDA CB500X für Touren in Thailand, Laos, Kambodscha und Malaysia sowie ein Dirt Bike HONDA CRF300L für Off-Road Touren in Thailand, Laos und Kambodscha. Mietmotorräder in Indien (2019) Royal Enfield Himalayan, in Neuseeland (2019) HONDA CB500X, in Myanmar (2020) HONDA CRF250L. Mietmotorräder außerdem mehrfach in Vietnam HONDA CB500X und HONDA XR190, in Indonesien (Sumatra und Bali) HONDA CRF150 und auf den Philippinen HONDA XR150….

          1. Für mich der beste Allrounder für Südostasien zu einem absolut günstigen Preis, weil von HONDA Japan in Thailand produziert und darum ein Einfuhrzoll entfällt. Und wenn du in Thailand auf Tour bist, hast du in fast jeder größeren Stadt einen HONDA Big Wing Dealer mit Fachwerkstatt…

      2. gut Gesagt Andre Griessenaber warum nur Asien ich Lebe auf 2 Kontinenten und schon bald gehts wieder ein paar Monate in die Herrliche Bergwelt Schweiz

        1. Ja, die Schweiz hat eine herrliche Bergwelt. Da ich über ein viertel Jahrhundert am Bodensee im Dreiländereck gelebt habe kenne ich die Schweizer Bergwelt bestens. Die Sommerferien während der Betriebsschließung habe ich in dieser Zeit fast immer in der Schweizer Bergwelt verbracht. Es gibt für mich in der Schweiz kaum noch etwas Neues zu entdecken, anders als in Südostasien. Dazu kommt die kulturelle Vielfalt, jedes Land in SOA ist anders.

  2. Also ich finde das in Vietnam die Menschen freundlicher sind. Wenn sie mal endlich ein Rentenvisum aufstellen würden, dann Guten Nacht Thailand. Beispiel in Da Nang gibt es schon sehr guten Krankenhäuser und Zahnärtze. Vietnam schläft nicht,sowie auch China. Wir lassen hier jeden Monat tausende Euro und wie wird es einen Gedankt? Nothing.Null Rechte-zwecks Krankenversicherung oder die 90 Tages Meldung. Jetzt kommen wieder die intelligenten Sprüche, na dann verlasse doch Thailand. Nach 17 Jahren, verlässt man nicht so einfach sein Domizil. Bin keine 30 mehr.

    1. Aber nach 17 Jahren Thailand sollte man die Wege und die Schleichwege in Thailand kennen. Das Gejammere geht mir auf den Geist. Die 90 Tage Meldung ist ein 3 Minuten Job am Computer und kratzt jetzt eh niemanden! Die Krankenversicherung ist doch auch kein Problem, man braucht nur eine in Thailand anerkannte Versicherung, Problem gelöst.
      Was mir am meisten an Deinem Kommentar aufstösst ist Du behauptest Du lebest seit 17 Jahren in Thailand, aber angekommen bist du noch nicht. Und als Jemand der jeden Monat tausende (?) € in Thailand verbratet, lebst Du in einem Luxus Resort/ Moo Ban, so “ hier wird deutsch gesprochen, deutsche Küche, deutsches Bier, aber von Thailand hast Du null Ahnung.

      1. Gibt auch Menschen,die keine Ahnung von Computern haben.Du lebst im Isan und hast Ahnung von TH? Tante Emma Laden in deinem Dorf und das War´s.Dann fällt mir gar nichts mehr ein.Habe ich ein Wort über Problem mit der Krankenksse erwähnt? Tausende von Euro kann ich im Kaff natürlich nicht ausgeben.Ich meide Deutsche ,weil nur – [entfernt] .

        Redaktioneller Hinweis: Teile dieses Kommentars, die gegen die Regeln verstoßen haben, wurden entfernt.

        1. Ich habe während 18 Jahren Thailand bereist, jeweils 3 x pro Jahr, da ich Überzeit kompensiert habe. So habe ich zwischen Koh Lanta und dem goldenen Dreieck praktisch alle Provinzen bereist. Dass ich jetzt im Isaan lebe, hat den Grund weil es mir hier gefällt. Weil ich mit den Leuten hier zurecht komme und die Leute mich akzeptieren mit allen Mödeli, die ich habe. Und ich versichere Dir, auch hier könnte man ohne Probleme tausende € ausgeben, wenn man denn wollte. P.S. Ich bin Schweizer!
          Und apropos habe ich zur Krankenkasse noch ein Zitat aus Deinem Post:

          „Nothing.Null Rechte-zwecks Krankenversicherung oder die 90 Tages Meldung.“
          Ich wünsche Dir viel Spass beim Geld ausgeben.

          1. Klaus, wenn du keine Ahnung von Computern hast, dann leiste dir doch mal einen Computerkurs mit deinen tausenden von Euros oder kaufe dir ein Buch, z. B. „Computer für Dummies“.

          2. Du bist doch der Roman aus dem Isan,wo dein Schwiegervater der Dorfälteste ist? Laut Kommentare in der Farang Zeitung,wenn ich mich richtig erinnere.Reisen und hier Leben haben wir ja nun erfahren,sind zwei verschiedene Schuhe. Natürlich kannst du tausende € im Isan lassen,indem du sie Spendest oder ins Klo spülst.Mit der Krankenkasse hast du anscheinend nicht verstanden,was ich damit sagen will. Gibt viele Länder,wo du als Ausländer dort lebend in das System integriert wirst.Habe hier auch einige Schweizer zwangsläufig kennengelernt, habe immer das Gefühl, sie kommen vom anderen Planeten. Einstein ist dagegen ein Weisenknabe.Viel Spass im Isan

          3. Klaus, mein Schwiegervater war nie Dorfvorsteher und er ist vor 17 Jahren nach 20 jähriger Krankheit verstorben (R.I.P. Du warst ein sehr guter Mann)!
            Ich gebe mein Geld für mich aus, weil ich spende nicht.

        2. Wer Pattaya für das echte Thailand hält, glaubt wahrscheinlich auch, dass der Ballermann die spanische Kultur widerspiegelt. Genieß deine Betonwüste und die Auswanderer-Bubble.

          1. Du hast so wie viele Thai´s hier von Pattaya Null Ahnung. Ihr kennt doch nur Soi Bahkao und Walkingsstreet.Das Pattaya Thailand präsentiert,da gebe ich dir Recht-hat nichts mit TH zu tun. Aber es gibt nun mal keine andere Provinz mit dieser guten Infrastruktur. Viel Spass im Isan.Nach 3 Tagen im Isan, bin ich Suizid gefährdet. Wenn ich natürlich in einem Kaff in DE gewohnt habe,dann gibt es auch keine Probleme im Isan.

          2. Stimmt, Klaus. Die Infrastruktur in Pattaya ist unschlagbar: Alle 5 Meter eine Bar, deutsches Sauerkraut an jeder Ecke und ein Meer, in dem man vor lauter Dreck nicht mal schwimmen kann. Wer braucht da schon das echte Thailand, wenn er im Isan ohne sein Schnitzel Suizidgedanken bekommt?

          3. Habe gesagt,dass es auch Leute gibt,die keine Ahnung von Computer haben. Kein Wort über mich geschrieben. Aber Lesen und Verstehen sind zwei verschiedene Schuhe.

        3. Klaus, vor lauter Schreiben findest du ja gar keine Zeit mehr, deine Tausende von Euros auszugeben.

          1. Zeit habe ich ohne Ende.Du brauchst also 3 Minuten für die 90 Tage – Online Meldung??? Ich benötige 1,5 Minuten inklusive Computer hochfahren und ohne 1 Minute. Komisch und das ohne Computer schnell Kurs. Sollte das mir zu Denken geben?

          2. Die 90 Tage Meldung ist ein 3 Minuten Job am Computer und kratzt jetzt eh niemanden. Das hat der Roman geschrieben. Wie hast du so schön geschrieben: „Aber Lesen und Verstehen sind zwei verschiedene Schuhe.“
            Du gibst mir tatsächlich zu denken.

    2. Zitat: „Wenn sie mal endlich ein Rentenvisum aufstellen würden, dann Gute Nacht Thailand.“
      Noch vor zwei Jahren hatte ich den Wunsch, dass Vietnam ein Rentnervisum einführen sollte, jetzt nicht mehr.
      Wenn Vietnam ein Rentnervisum einführen würde, dann würden viele „Pattaya-Farangs“ nach Vietnam wechseln. Speziell in Da Nang trifft man immer mehr Farangs aus Thailand die sich hier nach einer Alternative umschauen. Leider sind das meist Leute, um die ich einen großen Bogen mache. Da Nang ist natürlich nicht nur wegen der geringeren Lebenshaltungskosten, der moderneren Infrastruktur, dem größeren schönerem Strand und dem wesentlich saubereren Meerwasser mehr als eine Alternative zum Beispiel gegenüber Pattaya. Die medizinische Versorgung ist in den neuen kommunalen Krankenhäusern sehr gut, nicht nur in Da Nang, sondern auch in Ho-Chi-Minh-City und in Hanoi. Ich lasse in Vietnam meinen Gesundheits-Check für einen Bruchteil der Kosten im Vergleich zu den internationalen Kliniken in Pattaya machen. Die Ausstattung in den neuen kommunalen Krankenhäusern in Vietnam ist auf dem letzten Stand der Medizintechnik, rudimentäre englische Sprachkenntnisse sind für die Kommunikation Voraussetzung. Eine Terminvereinbarung vorab war nie erforderlich. Anders als im Bericht erwähnt hatte ich nie lange Wartezeiten. Morgens bereits kurz vor der Kliniköffnung vor Ort, als einer der ersten eine Wartenummer ziehen und nach ein paar Minuten beginnt der mehrstufige Gesundheits-Check, der bei mir wegen eines auffälligen Pigmentflecks auch ein Hautkrebsscreening beinhaltet. In Da Nang wurden mir von den zu zahlenden pauschalen Kosten sogar noch die Kosten für das obligatorische Thorax-Röntgen abgezogen, da ich darauf verzichtete!
      Mein Fazit: Hoffentlich führt Vietnam kein Rentnervisum wie in Thailand ein und schützt sich so weitgehend vor den nicht wenigen westlichen „Qualitätstouristen“ in Thailand.

      1. ich kenne ehrlich gesagt vietnam nicht-gibt es da auch soviele kostengünstige „damen“-wenn nicht braucht thailand keine angst haben das farangs abwandern!!!

        1. Die Frage kann ich nicht beantworten, da ich kein Freier bin. Im Stadtbild ist dieses spezielle Gewerbe anders als in Thailand so nicht offen erkennbar.
          Überrascht war ich in der Altstadt von Hanoi über die ungewollten Angebote dieses Gewerbes. Als Alleinreisender wird man oft von „Vermittlern“ angesprochen die den „Damen“ dieses Gewerbes die Freier zuführen. Gestern Abend auf dem Weg von Hotel zum Restaurant ist mir das mehrmals passiert. Die Ansprache ist ungefähr so: „Lady, Lady, very cheap, everything, one hour, one million five hundred“ dazu das Smartphone in der Hand mit eindeutigen Bildern. Da ich kein Freier bin, gehe ich auf solche Angebote nicht ein und gehe einfach weiter. Dann wird man noch einige Schritte begleitet und die Dienstleistung „everything, one hour“ kostet „nur“ noch „one million two hundred“. Wo der Endpreis liegt, wenn man Interesse zeigt und verhandeln würde, weiß ich nicht. Vielleicht ein Hinweis. Wenn ich in Vietnam auf einem Markt irgendetwas kaufe, also zum Beispiel Kleidung, dann sind die ausgerufenen Preise um ca. 50 % zu hoch. Wenn man das überträgt, dann liegen die Endpreise wahrscheinlich statt bei 1.500.000 Dong bei 750.000 Dong. Das wären also beim jetzigen Kurs von über 30.000 Dong maximal 25 Euro. Ist das für „one hour, everything“ kostengünstig im Vergleich zu Thailand? Ich weiß es nicht und kann dir deine Frage nicht beantworten.

      2. Andre, ich stimme deinen Kommentaren zu 💯% zu, insbesondere auch deinem Fazit, was die Öffnung Vietnams für Farangs im Ruhestand mittels Langzeitvisa für Folgen hätte! Gott bewahre… 🇻🇳🙏🙏🙏

        1. Mir scheint, dass die Vietnamesen mit ihrem Visa- und Aufenthaltsrechtes einen völlig anderen Ansatz gewählt haben. Ohne jetzt jedes Detail daraus zu kennen, aber offensichtlich wollen sie lieber jüngere, dynamische Leute die auch die Wirtschaft ankurbeln können. Das ist eigentlich das genaue Gegenteil des thailändischen Weges. Hier legen sie mehr Wert darauf möglichst, mit wenigen Ausnahmen, keinen ausländischen Einfluss auf die heimische Wirtschaft zu riskieren. Mitgebrachtes Geld, insbesondere von älteren Semestern im Land umzusetzen reicht den Thailändern völlig. Welche Strategie die bessere ist weiß ich auch nicht. Aber interessant es zu beobachten.

          1. Thailand hat augenscheinlich ein Demographieproblem der Überalterung, sowohl was die eigene Bevölkerung als auch den Zuzug betrifft. Die zeitliche Erweiterung der visafreien Einreise für viele Länder vor zwei Jahren hat sich dabei als kontraproduktiv erwiesen. Ob künftig die neuen Regelungen, die bereits in Kraft sind beziehungsweise Änderungen, die in Kürze in Kraft treten werden, geeignet sind um diese Entwicklung der Überalterung der in Thailand lebenden Menschen einzudämmen, bleibt abzuwarten.

          2. Nach 90 Tagen in Vietnam bin ich seit gestern Abend wieder zurück in Thailand. Der erste Kontrast zu Vietnam, der dabei sofort im Straßenbild auffällt, ist, dass bereits von Harrycan angesprochene Demografieproblem der Überalterung in Thailand. Vietnam hat dagegen eine wesentlich jüngere Bevölkerung. Deine Vermutung, dass das Visa- und Aufenthaltsrecht in Vietnam in Vergleich zu Thailand darauf abzielt jüngere, dynamischere Leute ins Land zu holen, um die Wirtschaft ankurbeln können, ist nicht zutreffend. Die haben genug junge Leute und wenn man sieht wie dynamisch sich das Land entwickelt offensichtlich auf allen Ebenen gut ausgebildete Leute. Das offenbar gute Schul- und Bildungssystem nicht nur im Vergleich zu den anderen Ländern in Südostasien bestätigte sich 2024 in Nha Trang, als ich einen „Ossi“ kennenlernte, der mit einer Vietnamesin verheiratet ist und zwei schulpflichtige Söhne hat. Da der jüngste in diesem Jahr eingeschult wurde, fragte ich ihn, ob er wegen seiner Söhne und der Schule nicht plant wieder nach Deutschland zurückzukehren. Er sagte, warum sollte ich das machen. Die Kinder sind zwar zweisprachig aufgewachsen, das wäre also kein Problem. Das Schulsystem hat er mit seinen Erfahrungen aus der ehemaligen DDR verglichen und da gäbe es viele Parallelen. Bei den Schultests in Deutschland belegten die ostdeutschen Länder nach der „Wende“ wie seine alte Heimat Sachsen sofort die vorderen Plätze. Der große geht in die 3. Klasse, hat viele Freunde, sehr gute Noten, es gibt ein striktes Handyverbot in der Schule und der Beruf von Lehrern geniest sehr hohes Ansehen in Vietnam. Nach seiner „Ossi-Meinung“ hat Vietnam nicht nur einen Spitzenplatz in Südostasien, sondern auch Deutschland lange „abgehängt“. Ernannte den Bau des Berliner Flughafens, die Elbphilharmonie und Stuttgart21. Er lachte noch und sagte, wenn man so hört, was in der alten Heimat los ist, dann könnte es sein, dass bei der Einschulung seines Sohnes in Deutschland sein Sohn eines der wenigen Kinder ist, das fließend Deutsch spricht!
            Fazit: Vietnam hat kein demografisches Problem, offensichtlich auf allen Ebenen der Volkswirtschaft genug gut ausgebildete Fachkräfte, die Wirtschaft wächst dynamisch, es gibt keine Stagflation wie in Thailand. Die Löhne werden sich zukünftig überproportional erhöhen, was sich dann auch steigend auf die Preise auswirken wird. So extrem billig wie derzeit wird das für die Euro-Europäer zukünftig nicht bleiben. Der jetzige Kurs von 30.000 Dong für den Euro wird sich mittelfristig ungünstig für den Euro entwickeln. 2004 bekam ich bei meinem ersten Thailandbesuch auch noch ca. 50 Baht für den Euro. 

  3. ..u.a. ist Vietnam auch eine Alternative um jährliche Steuerzahlungen von 250000 bis 300000 Baht zu umgehen.

    1. Wahnsinn, da müssen sie ja ein Vermögen verdienen. Ich überweise jedes Monat 85.000 Baht von meiner Rente nach Thailand, und habe für 2025 insges. 49.000 Baht bezahlt. Im Mai und November habe ich je 170.000 Baht überwiesen, also da kam für uns Österreicher die doppelte Rente.

      1. Sie haben ü65 auch andere Freibeträge als ein junger Digital Nomad. Ich zahle z.b. Null Steuern, da ich meiner Frau monatliche Geschenke mache 😉

  4. Wir wohnen in Sattahip und fliegen jedes Jahr nach Vietnam.
    Mal Saigon,Hanoi oder Da Nang. Immer wieder toll, aber hier in Thailand fühlen wir uns besser versorgt .
    Die Kurztrips tun uns eben gut.

  5. Ich war 1980 das erste Mal in Thailand, lebe seit ein paar Jahren glücklich im Isaan und war noch nie in Pattaya. Habe ich etwas falsch gemacht?

      1. Im Isan habe ich auch mal etliche Jahre gelebt. Sogar noch zu Zeiten ohne Mobiles und Internet. Und das sogar sehr gerne, zumindest nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte. Als ich dann zum Brötchen verdienen wieder nach Europa musste, hat sich das wie die Vertreibung aus dem Paradies angefühlt.
        Dass ich dann letztlich vor über 10 Jahren doch in Hua Hin gelandet bin, hatte ganz andere Gründe. Wer aber mit sich selber und dem Menschenschlag dort was anzufangen weiß, für den kann es ein gelebter Traum sein. Kann ich voll und ganz nachvollziehen.

        1. Gute Beobachtung! Die Schreibweise ist tatsächlich nicht einheitlich – das ist aber kein Fehler, sondern eine Eigenheit der Umschrift des thailändischen Worts อีสาน. Im Deutschen (und auch im Englischen) findet man alle drei Varianten: Isan, Isaan und Esaan – manchmal auch Esan. Alle meinen dieselbe Region im Nordosten Thailands.
          Der Grund: Im Thailändischen beginnt das Wort mit dem langen Vokal อี, der je nach Umschriftssystem als „I“ oder als „E“ wiedergegeben wird. Die Verdoppelung des Vokals (Isaan / Esaan) soll die Länge des Lauts andeuten. Eine verbindliche deutsche Transkription gibt es nicht, weshalb verschiedene Medien, Reiseführer und auch wir selbst manchmal unterschiedliche Schreibweisen verwenden.

        2. Das Leben selbst ist der Vorgeschmack auf den Sarg, Siegfried. Der Esaan ist einfach nur ein Zwischenstopp mit hervorragendem Streetfood.

    1. Wenn du glücklich im Isaan bist, dann hast du alles richtig gemacht.
      Da ich kein Thai spreche, könnte ich dort nicht leben. Für das Einkaufen des täglichen Bedarfs würden meine Sprachkenntnisse zwar ausreichen, ansonsten wäre ich in dieser Region quasi isoliert. Dann kommt noch hinzu, dass ich keine Klimaanlage benutze und somit eine Unterkunft benötige die eine frische Meeresbrise durchzieht.
      Wie lange hast du gebraucht um so gut Thai sprechen zu können, dass du nicht sozial isoliert bist und dich mit den Einheimischen fließend unterhalten kannst?

    2. na ja kenne den Isan bestens aber ein leben in den Reisfeldern oder chiang Mai mit der Burning season nö bin seit 4 jahren im Süden – Krabi Samui und Phuket an den Traumstränden

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