HUA HIN, Thailand – Die Stadt Hua Hin hat einen Auftragnehmer mit dem Abriss von 15 Gebäuden am Wasser beauftragt. Die Eigentümer hatten eine Frist verstreichen lassen, ohne die Bauten trotz eines endgültigen Urteils des Obersten Verwaltungsgerichts selbst zu entfernen.
15 Gebäude sollen am Ufer verschwinden
Die betroffenen Bauten stehen an der Naresdamri Road zwischen dem Fischereipier von Hua Hin und dem Schrein Chao Mae Thap Thim. Die Stadtverwaltung und Bürgermeister Nopporn Wutthikul gaben die Entscheidung nach einer Sitzung unter Leitung des Bürgermeisters am Donnerstag, dem 3. September, auf ihren offiziellen Facebook-Seiten bekannt.
Nach Zustellung der offiziellen Schreiben hatten die Eigentümer 30 Tage Zeit, die Gebäude selbst abzubauen. Laut Stadt meldete kein Eigentümer den Abschluss der Arbeiten.
Abriss folgt auf endgültiges Gerichtsurteil
Die Stadt erklärte, sie werde nun nach dem Urteil und den geltenden Gesetzen vorgehen. Ein Termin für den Abriss wurde bisher nicht genannt.
Die Entscheidung ist die jüngste Entwicklung in einem Streit, der mindestens bis ins Jahr 2002 zurückreicht. Betroffen sind Häuser, Fischrestaurants, Gästehäuser und weitere Gebäude an einem rund 400 Meter langen Abschnitt der Küste.
Stadt sieht staatliches Land betroffen
Die Behörden vertreten den Standpunkt, dass die Gebäude auf Strand- oder Gezeitenland stehen. Dieses Land gehört nach ihrer Darstellung zum öffentlichen Eigentum des Staates.
Einige Bauten ragen nach Angaben der Behörden über das Meer hinaus. Die Bewohner und Eigentümer weisen diese Einschätzung seit Jahren zurück.
Eigentümer berufen sich auf alte Unterlagen
Einige Familien erklären, sie gehörten zur ursprünglichen Fischergemeinschaft von Hua Hin und hätten das Gebiet bewohnt, bevor sich der Ort zu einem Badeort entwickelte. Als Belege nennen sie alte Grundstücksunterlagen, Steuerquittungen, Genehmigungen und frühere offizielle Anerkennungen.
Für die Grundstücke auf der dem Meer zugewandten Seite der Straße verfügen jedoch nicht alle Bewohner über formelle Eigentumsurkunden.
Streit zieht sich über mehrere Gerichtsinstanzen
Im Jahr 2016 sollten rund 40 Gebäude entfernt werden. Einige Eigentümer bauten ihre Gebäude später selbst ab, während andere die Anordnungen der Stadt vor dem Verwaltungsgericht anfochten.
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Das Verwaltungsgericht von Phetchaburi bestätigte 2018 in mehreren Fällen die Abrissanordnungen. Es kam zu dem Schluss, dass die umstrittenen Gebäude auf staatlichem öffentlichem Land standen. Gegen die Entscheidungen wurden Rechtsmittel beim Obersten Verwaltungsgericht eingelegt.
Verbindung zu größerer Abrissgruppe bleibt offen
Hua Hin Today berichtete im Juni 2025, dass mehr als 30 Gebäude in einem Vollstreckungsverfahren unter Beteiligung des Meeresamts erneut vor einer Abrissfrist standen.
Die Stadt erklärte nicht, wie die nun genannten 15 Gebäude mit dieser größeren Gruppe zusammenhängen. Ein Datum für die Arbeiten gibt es weiterhin nicht.
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Angeblich soll dort – auf ca 400m Länge – eine Strandpromenade entstehen.
Illegale Bebauung und Nutzung ist das Eine – der Abriss der Piers, die der Naresdamri Road
ihren Charme verleihen das Andere.
Öde, überall gleich gestaltete Promenaden mit ein paar Cafés, Bars und Restaurants gibt es überall auf der Welt und sie sind nichts Besonderes. Die schönen alten Holzpiers hingegen schaffen insbesondere abends mit Beleuchtung eine tolle Atmosphäre und sind bei in- und ausländischen Touristen sehr beliebt.
Es wäre nicht nur wünschenswert, sondern durchaus auch im Interesse der Stadt, wenn diese gemeinsam mit den Betreibern der Restaurants und Guesthouses eine Lösung finden, die Eigentumsverhältnisse und die Nutzung zu legalisieren, um den jetzigen Zustand zu erhalten.
Ohne die Fishing Piers kann man sich den Spaziergang durch diesen Teil der Naresdamri spaten. Und dies würde auch den auf der anderen Straßenseite gelegenen Geschäften, Hotels und Restaurants massiv schaden.
Sie müssen ja auch was tun für die super high end Touristen
Sollte diese Seite abgerissen werden, verliert Hua Hin eines der schönsten Stadtteile
Ein Abriss wäre meines Erachtens die Krönung behördlicher Idiotie. Zumindest lokal betrachtet. Aber zwischenzeitlich sind wir hierzulande fast schon gewohnt zuzusehen wie man sich hier ganz erfolgreich immer wieder ins eigene Knie schießt. Fragt sich nur wie oft man das noch machen kann bis man gar nicht mehr aufstehen kann.
Die Stelzenhäuser machen den Charme von Hua Hin aus, nicht die hühnerlegebatterieartigen Hochhäuser.
Man sollte eine andere Lösung finden als abreissen.