KOH PHANGAN, THAILAND – Trotz eines Gerichtsurteils hat sich die Lage am Laem Son Beach kaum verändert. Auf dem früheren Minengelände stehen weiterhin Gebäude, obwohl für die Flächen keine Landtitel vorliegen. Das Programm „Truth Investigation“ nahm den Streit am Freitag, dem 4. September 2026 zum Anlass, die Folgen ausländischen Kapitals und möglicher Strohfirmen auf Koh Phangan zu untersuchen.
Gerichtsurteil bleibt am Laem Son Beach ohne sichtbare Folgen
Pittaya Inkong, früherer Bürgermeister der Gemeinde Phet Phangan, hatte den Streit juristisch verfolgt. Nach seinen Angaben wurden Gebäude auf Flächen ohne Landtitel errichtet, doch die Situation vor Ort änderte sich nicht.
Die Durchsetzung des Urteils sei für staatliche und kommunale Stellen schwierig. Als Mitarbeiter der Gemeinde Hinweise anbringen wollten, war ein Beamter auf der Ebene des Gemeindesekretärs bereits aus dem Gebiet versetzt worden. Ob die Versetzung mit seiner Dienstausübung zusammenhing, soll geprüft werden.
Vom Minengebiet zum umkämpften Küstenabschnitt
Laem Son Beach war früher ein Minengebiet. Nach dem Ende der Konzession vor mehr als 30 Jahren besetzten Einheimische nach und nach Parzellen und errichteten Gebäude.
Das Gebiet umfasste ursprünglich rund 12,8 Hektar. Strömungen lagerten später Sand an, wodurch sich die Gesamtfläche auf etwa 19,04 Hektar vergrößerte. Mit dem steigenden Wert des Landes entstanden Unterkünfte, Restaurants, Resorts und weitere Gebäude.
Betreiber nennt Registrierung, aber keinen Landtitel
Ein Betreiber erklärte, er habe bereits 1983 mit der Entwicklung des Areals begonnen und verfüge über eine gültige Gewerbeanmeldung. Landtitel für die Fläche besitze er jedoch nicht.
Bei Überprüfungen wurden mehrere Bewohner und Betreiber festgestellt. Eine Angabe nannte 14 Personen, an anderer Stelle war von 13 die Rede. Im Mittelpunkt steht nun die Frage, ob ein langjähriger Aufenthalt auch ein rechtliches Nutzungsrecht begründet.
Das Land gilt als öffentliches Gebiet
Nach den vorliegenden Informationen handelt es sich bei Laem Son Beach um öffentliches Land zur gemeinsamen Nutzung. Lange Aufenthaltszeiten allein reichen damit nicht automatisch als Nachweis für einen rechtmäßigen Anspruch auf die Flächen.
Der Fall zeigt nach Darstellung der Beteiligten den Unterschied zwischen einer faktischen Nutzung und einem rechtlich abgesicherten Anspruch auf das Land. Solange ein Urteil nicht praktisch durchgesetzt wird, bleibt die Lage vor Ort unverändert.
Vorwürfe reichen über Laem Son Beach hinaus
Der Immobilienunternehmer Dr. Preecha Thongyad sagte, die Probleme auf Koh Phangan beschränkten sich nicht auf den Strand. Es gehe auch um Land, Bauvorhaben und Unternehmen, die als Strohfirmen für ausländisches Kapital dienen könnten.
Nach seiner Einschätzung hängt die Ausbreitung ausländischen Kapitals teilweise mit einer schwachen Durchsetzung der Gesetze zusammen. Zudem gebe es Fragen zu thailändischen Netzwerken, die bei der Suche nach Land, bei Genehmigungen und bei der Gründung von Unternehmen helfen könnten.
Prüfung soll das gesamte System erfassen
Die Entwicklung betrifft nach den Angaben auch Berggebiete. Dort wurde Land ausgehoben und Maschinen wurden eingesetzt, ohne dass die Verantwortlichen gefunden wurden. Die Veränderungen in der Umwelt seien jedoch sichtbar.
Einheimische betonten, dass sich die Kritik nicht gegen ausländische Touristen richte, die sich an die Gesetze hielten. Die Prüfung durch die Nationale Antikorruptionskommission und andere Behörden müsse sich auf das gesamte System erstrecken, damit niemand über dem thailändischen Recht stehe.
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