BANGKOK, Thailand – Drei Studenten haben durch Callcenter-Betrug mehr als 2,7 Millionen Baht verloren. Die Täter gaben sich als Polizisten aus oder versprachen ein angebliches Auslandsstipendium. Das Anti Cyber Scam Centre half den Betroffenen am Mittwoch, die Einzelheiten wurden am Sonntag veröffentlicht.
Studentin überweist fast 1,25 Millionen Baht
Im ersten Fall kontaktierte ein Betrüger eine 19-jährige Studentin und gab sich als Mitarbeiter eines Mobilfunkanbieters aus. Er behauptete, ihr Name und ihre nationale Identitätsnummer seien zur Registrierung einer SIM-Karte in Khon Kaen verwendet worden, die mit einem sogenannten Kontovermittler-Konto verbunden sei.
Anschließend wurde sie an einen Mann weitergeleitet, der sich als Polizist der Polizeiwache Muang Khon Kaen ausgab. Bei Videoanrufen trug er eine Polizeiuniform. Sie sollte über Line und Videoanrufe kommunizieren. Die Täter behaupteten, die Studentin stehe mit einem schweren Strafverfahren in Verbindung, und forderten sie auf, ihre gesamten Ersparnisse zur Überprüfung zu überweisen. Insgesamt zahlte sie 1.249.985 Baht. Außerdem warnten die Täter sie, niemandem davon zu erzählen. Später erstattete sie bei der Polizeiwache Min Buri in Bangkok Anzeige.
Angebliches Stipendium führt zu weiterer Überweisung
Ein 22-jähriger Hochschulabsolvent erhielt zunächst einen Anruf von angeblichen Mitarbeitern eines Telekommunikationsunternehmens. Sie behaupteten, seine Telefonnummer sei mit einem Kontovermittler-Konto verknüpft. Danach drohte ihm ein falscher Polizist mit strafrechtlichen Folgen für seine Zukunft.
Später meldete sich ein weiterer Betrüger als Hochschuldozent und behauptete, er habe ein Stipendium für ein Auslandsstudium erhalten. Für einen Finanznachweis müsse ausreichend Geld auf seinem Konto liegen, und er dürfe keine Vorstrafen haben. Der Mann sollte allein bleiben und durchgehend an einem Videoanruf teilnehmen. Er überwies 995.000 Baht und sollte weitere 500.000 Baht beschaffen. Ein Bankmitarbeiter warnte jedoch seinen Vater, weil die Überweisung verdächtig erschien. Dadurch kam es zu keinem weiteren Verlust.
Falscher Polizist verlangt Geld für die Überprüfung
Ein 19-jähriger Student wurde von einem angeblichen Polizisten kontaktiert. Der Anrufer behauptete, die nationale Identitätsnummer des Studenten sei zur Registrierung einer illegalen SIM-Karte in der Provinz Ranong verwendet worden.
Die Täter erklärten, der Student müsse zur Überprüfung Geld an das Anti-Money Laundering Office (Amlo) überweisen. Die Summe werde innerhalb einer Stunde zurückgezahlt. Gleichzeitig sollte er seinen Eltern sagen, er habe ein Stipendium für ein Studium in Großbritannien erhalten und brauche Geld für einen Finanznachweis und den Visumantrag. Er überwies 498.999 Baht, bevor Mitarbeiter des Anti Cyber Scam Centre eingriffen und ihm bei einer Anzeige bei der Polizeiwache Thung Maha Mek halfen.
Behörden verlangen keine Überweisung
Polizeigeneral Jirabhop Bhuridej, stellvertretender Leiter des Anti Cyber Scam Centre, warnte Studenten und die Bevölkerung vor Anrufern, die sich als Polizisten, Mitarbeiter der Geldwäschebehörde oder DSI-Beamte ausgeben. Forderungen nach Geld oder Vermögenswerten zur Überprüfung gelten demnach als Betrugszeichen. Gleiches gilt für angebliche Haftbefehle über Line oder Verhöre per Videoanruf.
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Echte Behörden fordern laut Jirabhop niemals Geld oder Vermögenswerte, um die Unschuld einer Person nachzuweisen. Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.
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