PHITSANULOK, THAILAND – Ein 16-Jähriger ist in Phitsanulok nach einem Zusammenstoß mit einem Auto gestorben. Die Polizei ermittelte anhand von Überwachungskameras einen Fahrer im Rang eines Polizisten und stellte fest, dass das am Unfallort gefundene Kennzeichen zu einem anderen Fahrzeug gehört. Die Familie befürchtet deshalb, dass der Fall nicht fair aufgeklärt wird.
Polizei verfolgt die Spur bis zu einem Polizeioffizier
Nach Angaben von Leiter des Polizeireviers Wacharapong Sitthirungroj vom Polizeirevier Muang Phitsanulok fanden Ermittler am Unfallort einen grauen Stoßfänger und das Kennzeichen กต 6098 Phitsanulok. Dieses Kennzeichen ist laut Überprüfung einem schwarzen Honda Jazz zugeordnet, während das Fluchtauto ein Toyota Fortuner aus etwa dem Jahr 2006 gewesen sein soll.
Die Beamten werteten Überwachungskameras entlang der Strecke aus. Dabei verfolgten sie das Fahrzeug bis zu einem Lokal namens Tawan Daeng zurück. Nach Angaben der Polizei fuhr ein 53-jähriger Polizist das Auto. Die Ermittler bestellten ihn zur Aufnahme der Vorwürfe ein.
Ein Toter und zwei Verletzte
Das Auto soll mit zwei Motorrädern zusammengestoßen sein. Dabei starb ein Mensch, zwei weitere Personen wurden verletzt.
Bei dem Todesopfer handelt es sich um Peeranat Rathuai, genannt Khao Pan, einen 16-Jährigen. Die Familie nahm am 6. September im Tempel Sut Sawat in Bang Sakae, Gemeinde Ban Khlong an der Zeremonie zur Sammlung der Knochen teil, nachdem zuvor drei Nächte lang Trauergebete abgehalten worden waren.
Familie wartet vergeblich auf Verantwortung
Der Stiefvater Phonlak Seua Klai und die Stiefmutter Siriporn Seua Klai sagten, sie könnten den Tod noch nicht akzeptieren. Fünf Tage nach dem Unfall habe sich der Fahrer weder bei der Familie gemeldet noch Schadenersatz angeboten oder sich den Ermittlern gestellt.
Die Angehörigen erfuhren erst am späten Vormittag vom Tod, als der zuständige Ermittlungsbeamte anrief. Nach Angaben der Familie gab es später Anrufe mit Fragen zu einer Einigung und zur Übernahme von Verantwortung, doch niemand sei persönlich erschienen.Die Angehörigen befürchten deshalb, dass der Fall zum Schweigen gebracht und der Täter ausgetauscht werden könnte.
Der Jugendliche finanzierte seine Ausbildung selbst
Khao Pan war früher Musiker im Blasorchester der Buddhachinarat-Schule und besuchte anschließend das technische College von Phitsanulok. Dort lernte er im ersten Jahr der beruflichen Ausbildung im Fach Architektur.
Um seine Ausbildung zu finanzieren, arbeitete er nach Angaben seiner Familie in einem Hähnchenreis-Restaurant und in einem Grillrestaurant. Am Unfalltag war er auf dem Heimweg von seiner Arbeit in einem Hähnchenreis-Restaurant.
Abgeordneter schaltet sich ein
Der Abgeordnete Natthachon Chanaburanasak von der Volkspartei im Wahlkreis 1 von Phitsanulok unterstützt die Angehörigen und die Verletzten. Sie hatten ihn um Hilfe gebeten, weil das Verfahren nach dem Unfall mit Fahrerflucht aus ihrer Sicht nicht vorankam.
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Natthachon traf sich mit dem Leiter des Polizeireviers Muang Phitsanulok und drängte auf eine Beschleunigung der Ermittlungen. Er kündigte außerdem an, gegen unbekannte Anrufer Anzeige zu erstatten, nachdem er nach eigenen Angaben Drohanrufe erhalten hatte.
Beschuldigter soll sich am 7. September melden
Die Polizei erklärte, der ermittelte Polizist befinde sich derzeit zur Behandlung in einem Krankenhaus. Er soll sich am 7. September 2569 bei den Ermittlern melden, nachdem eine Vorladung zur Aufnahme der Vorwürfe ergangen ist.
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Die Familie sorgt sich wegen des Kennzeichenwechsels und der Stellung des ermittelten Fahrers um eine faire Behandlung des Falls. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen anhand der Überwachungskameras und der weiteren Beweise fort.

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