Zu wenig Gehalt, Milliarden Schulden: Staat greift bei Lehrern ein

Thailand will die Schulden neu ordnen: 862.539 Mitglieder von 116 Spargenossenschaften stehen mit 1,14 Billionen Baht in der Kreide. Auch neue Kredite sollen blockiert werden.

Zu wenig Gehalt, Milliarden Schulden: Staat greift bei Lehrern ein
Photo by Mario Heller on Unsplash

BANGKOK, Thailand – Die thailändische Regierung will die Schulden der Lehrkräfte grundlegend neu ordnen. Bei 116 Lehrerspargenossenschaften stehen 862.539 Mitglieder mit insgesamt 1.141.545 Millionen Baht in der Kreide. Manche Lehrkräfte behalten nach hohen Gehaltsabzügen weniger als 30 Prozent ihres Monatslohns zum Leben.

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Mehr als 1,14 Billionen Baht Schulden

Nach Angaben der Genossenschaftsbehörde vergeben die 116 Lehrerspargenossenschaften zusammen Kredite von 1.141.545 Millionen Baht. Die Zahl der Mitglieder liegt bei 862.539.

Der durchschnittliche Kreditzins beträgt 5,60 Prozent, in einzelnen Genossenschaften aber bis zu 9 Prozent. 15 Genossenschaften verlangen mehr als 7 Prozent.

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Lehrkräften bleibt teils weniger als ein Drittel des Gehalts

Die Regierung sieht das Problem nicht allein bei den Zinsen. Bei einem Teil der Lehrkräfte werden so hohe Beträge direkt vom Gehalt abgezogen, dass für den Alltag weniger als 30 Prozent des Monatslohns übrig bleiben.

Die geplante Lösung soll deshalb mehrere Punkte verbinden: niedrigere Finanzierungskosten, geringere Monatsraten, eine Anpassung der Schulden an das Einkommen und Schutz vor neuen Krediten.

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Zwei Ministerien bilden gemeinsames Komitee

Das Bildungsministerium und das Landwirtschafts- und Genossenschaftsministerium wollen ein gemeinsames Komitee einsetzen. Den Vorsitz auf den beiden Seiten übernehmen der Generalsekretär des สกสค. und der Generaldirektor der Genossenschaftsbehörde.

Vertreter des Büros des Staatsrats sollen die rechtlichen Fragen prüfen. Die Entscheidung geht auf Gespräche vom 2. September 2569 zwischen Bildungsminister ประเสริฐ จันทรรวงทอง und der stellvertretenden Landwirtschafts- und Genossenschaftsministerin Piyarat Tiyapairat zurück.

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Niedrigere Zinsen und gebündelte Kredite geplant

Die Ministerien prüfen günstige Finanzierungsquellen für die Genossenschaften. Dadurch sollen deren Kosten bei der Kreditvergabe sinken und mehr Mittel für die Verwaltung bereitstehen.

Für die Mitglieder werden ein Wechsel zu günstigeren Kreditquellen, die Zusammenlegung mehrerer Schulden, neue Rückzahlungspläne und längere Laufzeiten geprüft. Die monatlichen Raten sollen besser zum Einkommen und zur tatsächlichen Zahlungsfähigkeit passen.

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Credit Lock soll neue Schulden verhindern

Die Entschuldung soll nicht bei der Begleichung alter Kredite enden. Geplant ist der Einsatz von „Credit Lock“ gemeinsam mit der National Credit Bureau Company, kurz NCB, um teilnehmende Mitglieder nach festgelegten Bedingungen an neuen Krediten bei anderen Finanzinstituten oder Kreditgebern zu hindern.

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14 Genossenschaften nutzen das Verfahren bereits für 914 Mitglieder. Darunter sind neun Lehrerspargenossenschaften mit 864 Mitgliedern.

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Neue Regeln für Dividenden und Kreditvergabe

Die Genossenschaftsbehörde prüft auch Vorgaben für Dividenden. Diese sollen zur wirtschaftlichen Leistung der jeweiligen Genossenschaft passen und den Druck verringern, riskante Kredite vergeben zu müssen, um Einnahmen zu erzielen.

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Bei neuen Darlehen soll künftig stärker auf eine langfristige Rückzahlungsfähigkeit und die finanziellen Belastungen nach dem Ruhestand geachtet werden. Das gemeinsame Komitee soll die Maßnahmen, Finanzierungsquellen, Umschuldungen und Rechtsfragen prüfen und innerhalb von 30 Tagen berichten.

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Quelle: Naewna

Ein Kommentar zu „Zu wenig Gehalt, Milliarden Schulden: Staat greift bei Lehrern ein

  1. Sehe das Problem woanders. Staatsdiener bekommen hier immer ohne Kontrollen einen Kredit. Da gehen sie zu Bank X bekommen einen Kredit und eine Stunde später zu Bank Y. Bevor das System es merkt,ist es auch schon zu spät.
    Das Gleiche Szenarium wird auch in DE gemacht. Immer eins auf dicke Hose machen, dann Probleme beim zurückzahlen.

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