BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Einwanderungsbehörde zieht die Zügel an: Mit der landesweiten „3 Nein“-Kampagne lehnen Beamte zwischen Januar und Mai 2026 fast 29.993 Ausländern die Einreise ab, um nach Behördenangaben transnationale Kriminalität und Gefahren für Sicherheit und Wirtschaft zu bekämpfen.
Was bedeutet die "3 Nein"-Kampagne?
Die Maßnahmen laufen unter dem Motto „Kein Eintritt, kein Aufenthalt und kein Entkommen“ und teilen sich in drei Schwerpunkte auf: Einreiseverweigerung, Widerruf von Aufenthalten und gezielte Ermittlungen gegen Fluchtversuche.
Die Kampagne basiert auf einer Vorgabe des Polizeichefs Pol. Gen. Kittiratt Panphet; Einwanderungs-Kommissar Pol. Lt. Gen. Panumas Boonyalak ordnete die landesweite Umsetzung für 2026 an, wie der stellvertretende Sprecher Pol. Maj. Gen. Cherngron Rimphadee mitteilte.
Kein Eintritt: Sperrliste und technische Kontrolle
Für „No Entry“ nutzt die Behörde das Advanced Passenger Processing System (APPS) mit derzeit 169.506 Einträgen, darunter frühere Inhaftierte in Thailand und Personen mit Interpol-Haftbefehlen.
Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2026 verweigerten die Beamten laut Mitteilung 29.993 Menschen die Einreise; betroffene Reisende wurden am Boarding gehindert oder an Landgrenzen abgewiesen, und Ankömmlinge werden bei Verdacht befragt.
Kein Aufenthalt: Visa-Widerrufe und Abschiebungen
Unter „No Stay“ entziehen die Behörden Visa, wenn Ausländer ihre Aufenthaltsbedingungen missbrauchen, etwa bei Scheinstudium mit Studentenvisa. Solche Fälle führten zu Widerrufen und Abschiebungen.
Vom 1. Januar bis zum 31. Mai 2026 widerriefen Einwanderungsbeamte Visa und schoben 668 Ausländer ab; landesweite Kontrollen und koordinierte Einsätze hatten zwischen dem 1. Januar und dem 30. April 2026 außerdem zu 14.161 Festnahmen wegen Einwanderungs- und verwandter Delikte geführt.
Kein Entkommen: Hochrisiko-Ziele in Provinzen identifiziert
Bei „No Escape“ identifizierten die Behörden 190 Hochrisiko-Ziele in mehreren Provinzen: 147 in Chonburi, 22 in Surat Thani, 10 in Phuket, 9 in Chiang Mai und 2 in Mae Hong Son.
Die Einsätze gegen diese Ziele führten bislang zu 31 Festnahmen; die Ermittlungen zu den übrigen identifizierten Personen laufen nach Angaben der Einwanderungsbehörde weiter.
Wer führt die Maßnahmen – und wie geht es weiter?
Pol. Maj. Gen. Cherngron erklärte, Pol. Lt. Gen. Panumas habe die Einwanderungskommandanten landesweit angewiesen, die „3 Nein“-Maßnahmen weiter umzusetzen und die Ergebnisse genau zu überwachen.
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Die Kampagne wird von der Royal Thai Police unter der Leitung von Kommissar Pol. Gen. Kittiratt Panphet koordiniert, um die nationale Sicherheit zu stärken und grenzüberschreitende Kriminalität effektiv zu bekämpfen.



Beeindruckende Zahlen! Wenn sich das erst mal international rumspricht, dass zigtausende an den thailändischen Grenzen scheitern, dann könnte das durchaus einen Effekt habe. Gut, bei 14.032.649 zwischen Januar und Mai eingereisten Ausländern nach Thailand sind das schon etwas weniger beeindruckende 0,21%. Versteht man jetzt den Unterschied zwischen Ausländer- und Tourismusfreundlich und unfreundlich? Es kommt halt immer nur darauf an welche der beiden Zahlen, die das gleiche beschreiben, man öffentlich vertritt. Aber das scheint ja gewollt zu sein. Das Prinzip von „weniger ist mehr“ und wenn die so weitermachen schaffen die das auch. Und da soll noch mal einer behaupten hierzulande geht nichts voran!