CHIANG MAI, THAILAND – Ein 35-jähriger Mann hat in Chiang Mai seine schwangere Ehefrau getötet. Nach seiner Festnahme legte er ein Geständnis ab. Er steht nun vor einer Strafverfolgung wegen Totschlags.
Polizei findet Frau leblos in Wohnung
Am Montagnachmittag rückte die Polizei des Reviers Mae Ping zu einem Wohnhaus in Chiang Mai aus. Dort fanden die Beamten die 33-jährige Yardrung leblos in einem Zimmer. Sie war im fünften Monat schwanger. Das ungeborene Kind überlebte ebenfalls nicht.
Der Ehemann Guntee war zum Zeitpunkt des Eintreffens der Polizei vor Ort. Die Beamten leiteten sofort eine Befragung ein und sicherten Spuren in der Wohnung.
Ehemann schilderte zunächst einen Unfall
Guntee erklärte den Ermittlern zunächst, seine Frau sei im Haus gestürzt und an den Folgen gestorben. Die Polizei hielt diese Version für nicht glaubwürdig und verhörte ihn eingehend.
Im Verlauf des Verhörs änderte Guntee seine Aussage und gab zu, für den Tod seiner Frau verantwortlich zu sein. Das Geständnis bildete die Grundlage für seine anschließende Festnahme.
Eifersucht als Motiv laut Geständnis
Guntee gab an, das Paar sei seit acht Monaten verheiratet gewesen. Er habe infolge von Eifersuchtsstreitigkeiten die Kontrolle verloren. Als Auslöser nannte er Aussagen seiner Frau während eines Konflikts, die ihn in Rage versetzt hätten.
Anwohner berichteten der Polizei, bereits in der Vergangenheit Streitigkeiten aus der Wohnung gehört zu haben. Konkrete Meldungen an Behörden hatte es laut Aktenlage jedoch nicht gegeben.
Festnahme und Strafverfolgung
Guntee wurde noch am selben Tag festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Er zeigte sich nach Angaben der Beamten reuütig. Die Staatsanwaltschaft prüft die Anklagegrundlagen, darunter vorsätzliche Tötung.
Die Polizei Chiang Mai hat die Ermittlungen aufgenommen und arbeitet mit der Rechtsmedizin zusammen, um den genauen Tathergang zu rekonstruieren. Weitere Details sollen nach Abschluss der forensischen Untersuchungen veröffentlicht werden.
Häusliche Gewalt als gesellschaftliches Problem
Der Fall reiht sich in eine Reihe von Vorfällen häuslicher Gewalt in Thailand ein, die in jüngerer Zeit öffentliche Aufmerksamkeit erregten. Frauenrechtsorganisationen fordern seit Jahren stärkere präventive Maßnahmen und niedrigschwellige Meldewege für gefährdete Personen.
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Thailändische Behörden haben in der Vergangenheit Kampagnen zur Sensibilisierung über häusliche Gewalt initiiert. Krisentelefone und Beratungsangebote stehen Betroffenen und ihrem Umfeld zur Verfügung. Fälle, in denen Nachbarn oder Bekannte Anzeichen von Gewalt wahrnehmen, können anonym gemeldet werden.



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