Herzliche Geste in Krisenzeiten:
Däne und Thai-Ehefrau spenden Hilfsgßter
Ein dänischer Staatsbßrger und seine thailändische Ehefrau haben ihren Geburtstag in eine Hilfsaktion verwandelt. Statt zu feiern, unterstßtzten sie Flßchtlinge und ein Krankenhaus in der von Grenzspannungen betroffenen Provinz Surin.
Hilfslieferung fĂźr Krankenhaus und Evakuierungszentren
Am 26. Juli gegen 13:30 Uhr ßbergab Otto Villumsen gemeinsam mit seiner Frau Ornuma Khetnimitt und deren Bruder Luechai Khetnimiti eine Spende von Windeln an das Sri Narong Krankenhaus in der Provinz Surin. Das Krankenhaus versorgt derzeit Verletzte und Vertriebene aus den Grenzgebieten Sangkhla und Buachet, wo es zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Thailand und Kambodscha kam.
Neben medizinischen Artikeln brachte das Ehepaar auch Reis, Instantnudeln, Konserven, Trinkwasser, Moskitospray, Unterwäsche und Hygieneartikel in die Ürtlichen Evakuierungszentren. Die Logistik ßbernahm Ornumas Bruder Luechai, Manager der Firma BT Concrete Co. Ltd., mit Unterstßtzung seiner Mitarbeiter.
Geburtstagsfeier wird zur Hilfsaktion
Eigentlich war Otto aus Dänemark angereist, um mit seiner Frau und deren Familie seinen Geburtstag zu feiern. Doch als er von den Grenzkonflikten in der Heimatregion seiner Frau erfuhr, entschied er sich um.
âMeine Frau erzählte mir von den Evakuierungszentren in Sri Narong. Da wir in der Nähe waren, wollten wir den Leuten in dieser schwierigen Situation helfenâ, erklärte Villumsen.
Auch fĂźr Ornuma war es eine ungewĂśhnliche Feier. Normalerweise begeht sie ihren Geburtstag mit einer Almosenzeremonie und einem Familienessen. Doch diesmal sagte die Familie die Feierlichkeiten ab.
âStatt einer Party haben wir lieber HilfsgĂźter gespendet. Mein Bruder und unsere Firmenmitarbeiter haben bei der Verteilung geholfen. Es ist vielleicht nicht viel, aber es kommt von Herzenâ, sagte sie.
Lokale Solidarität in unsicheren Zeiten
Die Grenzregion zwischen Thailand und Kambodscha bleibt angespannt. Viele Bewohner der betroffenen DÜrfer mussten ihre Häuser verlassen und harren in Notunterkßnften aus. Die spontane Hilfe der Familie zeigt, wie privates Engagement in Krisenzeiten einen Unterschied machen kann.
Die BehĂśrden vor Ort begrĂźĂten die Initiative.
âSolche UnterstĂźtzung ist jetzt besonders wertvollâ, sagte ein Vertreter des Krankenhauses.
Gleichzeitig warnte er davor, dass die Lage weiterhin unberechenbar sei und bat um weitere Hilfsbereitschaft.
Während die politische LĂśsung des Grenzkonflikts auf hĂśchster Ebene verhandelt wird, bleibt die Situation fĂźr die ZivilbevĂślkerung prekär. Die Familie Villumsen-Khetnimitt hat mit ihrer Aktion ein Zeichen gesetzt â und vielleicht andere dazu inspiriert, es ihnen gleichzutun.


