BANGKOK, THAILAND — In der thailändischen Hauptstadt wurde ein 58-jähriger Deutscher namens Tom H. festgenommen. Er soll auf der Ferieninsel Koh Phangan zahlreiche Schmierereien hinterlassen haben. Die Polizei bezeichnete ihn als „Mr. Spray“. Er hatte es auf öffentliche Gebäude abgesehen.
Identität des Deutschen geklärt
Thailändische Nachrichtenseiten auf Facebook verbreiteten schnell Informationen über den Mann. Den Berichten zufolge handelt es sich bei dem festgenommenen Sprüher um den 58 Jahre alten Deutschen Tom H. Die Beamten der Polizeistation von Koh Phangan konnten ihn zweifelsfrei identifizieren.
Die Ermittler hatten den Mann schon länger im Visier ihrer Untersuchungen. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Behörden gelang es schließlich, den vollen Namen des Verdächtigen zu ermitteln. Tom H. war den Einheimischen auf der Insel zuvor nur unter seinem Spitznamen „Mr. Spray“ bekannt.
Zugriff im Hotelviertel
Die Beamten der Einwanderungsbehörde spürten Tom H. schließlich in einem Hotel in Bangkok auf. Das Gebäude liegt im bekannten Viertel Sao Chingcha im Zentrum der Stadt. Die Festnahme erfolgte am 4. Februar aufgrund eines Haftbefehls. Ein Gericht auf Koh Samui hatte diesen offiziell erlassen.
Nach der Festnahme brachten die Polizisten den Verdächtigen zur weiteren Bearbeitung nach Koh Phangan. Dort muss sich Tom H. nun den thailändischen Behörden stellen. Ihm wird Sachbeschädigung an staatlichem Eigentum vorgeworfen. Die Ermittler hatten ihn zuvor über lange Zeit genau beobachtet.
Schäden auf Koh Phangan
Der Deutsche soll an mehr als 40 Orten auf der Insel Spraydosennachrichten hinterlassen haben. Betroffen waren unter anderem Strommasten und Mauern. Auch Informationstafeln an den Straßen wurden durch die Farbe beschädigt. Die Einheimischen reagierten verärgert auf die nächtlichen Aktionen.
Auf den Fotos im Internet waren Parolen wie „Save Gaza“ auf Straßenschildern zu sehen. Auch das Wort „Libre“ tauchte an verschiedenen Stellen auf. Sogar Kilometersteine und Mülleimer blieben von den Schmierereien nicht verschont. Viele dieser Gegenstände gehören dem thailändischen Staat.
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Beweggründe für den Vandalismus
Vor seiner Verhaftung suchte Tom H. Kontakt zu einer englischsprachigen Zeitung. Er wollte seine Beweggründe für die Taten öffentlich erklären. Er gab an, Thailand eigentlich sehr zu lieben. Seit seinem ersten Besuch im Jahr 2001 sei er immer wieder gerne in das Land gereist.
Allerdings habe er sich über die aktuellen Veränderungen auf Koh Phangan erschreckt. Besonders die hohe Zahl an israelischen Staatsbürgern auf der Insel störte ihn. Er behauptete sogar, dass sich dort mutmaßliche Verbrecher aufhalten würden. Das habe ihn schließlich zu seinen Taten getrieben.
Englische Slogans an Wänden
Mit seinen Sprüchen wollte er die Menschen auf politische Konflikte aufmerksam machen. Er gab an, er wolle die Bewohner an die Geschichte erinnern. Seiner Meinung nach sei ein Gespräch über bestimmte Personen notwendig. Er fühlte sich durch die Anwesenheit einiger Gruppen dort unwohl.
Seine Botschaften waren in englischer Sprache verfasst und weit verbreitet. Die Polizei sieht darin einen klaren Verstoß gegen die geltenden Gesetze. Politische Meinungsäußerungen auf staatlichem Eigentum werden streng verfolgt. Der Mann wird nun für die Reinigungskosten aufkommen müssen.
Reue nach der Tat
Der 58-Jährige zeigte sich nach seiner Ergreifung reumütig gegenüber der Bevölkerung. Er entschuldigte sich ausdrücklich für den entstandenen Sachschaden. Es tue ihm leid, dass er das Eigentum von Personen beschädigt habe. Er wollte die lokale Gemeinschaft auf der Insel nicht verärgern.
Trotz der Entschuldigung bleibt der Vorwurf der Sachbeschädigung bestehen. Die thailändische Justiz kennt bei Vandalismus an öffentlichen Einrichtungen kaum Gnade. Tom H. muss nun mit einem Verfahren und einer Strafe rechnen. Sein Ruf als „Mr. Spray“ wird ihm wohl noch lange Zeit anhaften.
Was sagen Sie zu Tom H.?
Graffitis im Urlaub können teuer werden und den Ruf schädigen. Der Deutsche wollte ein politisches Zeichen setzen, hat dabei aber fremdes Eigentum zerstört. War seine Botschaft diesen Ärger wirklich wert? Wie sollte Thailand Ihrer Meinung nach mit solchen Urlaubern umgehen?



Was für ein Idiot!!!
Kann doch ein anderes Urlaubsziel nehmen oder besser noch zuhause bleiben.
War sicher früher Lehrer und möchte gerne andere Menschen seine Weltanschauung beibringen.
1 Monat Jail und abschieben.
Kommt seit vielen Jahren nach Thailand und weiß nicht, daß jeder Winkel Video überwacht ist!! Eine besondere Intelligenzbestie! 😛😛😛
Gut, dass sie den Idioten geschnappt haben. Mir haben diese blödsinnigen Schmierereien, egal was geschrieben steht, schon in Deutschland nicht gefallen. Wenigstens den Dreck brauchen wir hier nicht auch noch. Einsperren, abkassieren, ausweisen und auf die Schwarze Liste. Fertig! Nicht zu vergessen, ganz groß in den Internationalen Medien bringen. Damit sich das rumspricht.