EuropÀer reisen verstÀrkt nach Ostthailand

🌍 Europas Urlauber Ă€ndern plötzlich ihre PlĂ€ne: Statt in den SĂŒden zieht es viele jetzt in eine andere Region Thailands. Hinter der Entwicklung steckt ein globaler Konflikt – mit spĂŒrbaren Folgen fĂŒr den Tourismus. Welche Ziele profitieren jetzt?

EuropÀer reisen verstÀrkt nach Ostthailand
Jakkrit Waewkhlaihong, Bangkok Post

TRAT, THAILAND – Europas Reisegruppen orientieren sich bei Thailand-Trips spĂŒrbar um: Weg von sĂŒdlichen Hotspots, hin zu Zielen an der OstkĂŒste wie Koh Chang und Koh Kut. Die Tourismusbehörde TAT fĂŒhrt die Verschiebung auf die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten auf Flugrouten und Kosten zurĂŒck.

OstkĂŒste wird zur neuen Wunschregion

Kanokkittika Kritwuttikorn, Direktorin der Tourism Authority of Thailand (TAT) fĂŒr die Ostregion, berichtete, europĂ€ische Reisegruppen und Veranstalter zeigten deutlich mehr Interesse an der OstkĂŒste.

Besonders die Inseln Koh Chang und Koh Kut in der Provinz Trat wĂŒrden von vielen Anbietern als „neue“ Destinationen vermarktet.

Warum der SĂŒden stĂ€rker leidet

Nach Angaben von Kanokkittika Kritwuttikorn habe der Konflikt die Ostregion bislang weniger getroffen als sĂŒdliche Ziele, was bei europĂ€ischen Planern die RisikoabwĂ€gung verĂ€ndere.

Viele Besucher planten deshalb lÀngere Aufenthalte in Pattaya und wollten bis zum Songkran-Fest im April bleiben, obwohl der Krieg weiter andauere.

Flugrouten als entscheidender Hebel

Die TAT verweist darauf, dass EuropĂ€er fĂŒr Reisen in den Osten bequem ĂŒber Bangkok einreisen könnten und dabei direkte Verbindungen nutzen, sofern verfĂŒgbar.

Gleichzeitig ließen sich so teure Umwege und Transitstrecken vermeiden, die bei Reisen in andere Landesteile aus Sicht vieler Veranstalter inzwischen als zwingend und kostentreibend gelten.

Trat rĂŒckt bei Veranstaltern auf die Landkarte

Pichaya Thachai-adisap, PrĂ€sidentin der Trat Tourism and Hotel Association, sagte, Betriebe im SĂŒden berichteten von einem deutlichen RĂŒckgang europĂ€ischer GĂ€ste.

Als Grund nannte sie, dass viele Verbindungen in den SĂŒden stĂ€rker von FlĂŒgen ĂŒber den Nahen Osten abhĂ€ngig seien, wĂ€hrend EuropĂ€er fĂŒr die OstkĂŒste meist ĂŒber Bangkok flögen.

TAT setzt auf Messe in Pattaya als Schaufenster

Um den Trend zu verstĂ€rken, kĂŒndigte die TAT an, die Ostinseln im Juni bei der Branchenmesse Thailand Travel Mart in Pattaya gezielt zu bewerben.

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Das Risiko – wenn Energiepreise den Trend drehen

Trotz der aktuellen Dynamik warnte Pichaya Thachai-adisap, ein langer Konflikt könne ĂŒber steigende Treibstoffpreise die Kalkulation europĂ€ischer Reisender grundsĂ€tzlich verĂ€ndern.

Sollten Flugkosten stark anziehen, könnten sich viele EuropĂ€er am Ende fĂŒr Urlaub in der eigenen Region entscheiden, statt Langstreckenreisen nach SĂŒdostasien zu buchen.

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Quelle: bangkokpost.com

3 Kommentare zu „EuropĂ€er reisen verstĂ€rkt nach Ostthailand“

  1. Ich wĂŒrde eher sagen, es liegt an den respekt- und anstandslosen Miturlaubern aus gewissen LĂ€ndern, die völlig andere Verhaltensvorstellungen haben und mehr und mehr diese Regionen dominieren. Warum soll man sich das antun, wenn man ausweichen kann.

  2. Finde ich eine geile Idee! Bis man sich mal wieder mit den Kambodschanern an der sehr nahen Grenze beschießt. Gehört dann wohl zum Paket „Abenteuerurlaub“, oder was?

  3. Ob EuropĂ€er verstĂ€rkt Ostthailand bereisen, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, aber fĂŒr diese Region gibt es immer noch eine Teilreisewarnung des AuswĂ€rtigen Amtes (Deutschland). Außerdem fliegen auch sehr viele Flieger ĂŒber den arabischen Raum, wo es derzeit knallt, nach Bangkok; nicht bloß die Flieger nach Phuket & Co. Ich bin selber immer nach Bangkok geflogen und von dort aus weitergereist, aber ĂŒberwiegend waren es arabische Fluglinien (Emirates, Etihad, Gulf, Kuwait Air).

Kommentare sind geschlossen.

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