KRABI, THAILAND – Zwei französische Touristen wurden im Maya Bay (Phi-Phi-Inseln) mit einer Geldstrafe belegt, nachdem sie in einer ausgewiesenen Nicht-Schwimm-Zone ins Wasser gegangen waren. Die Nationalparkverwaltung verweist auf strenge Regeln zum Schutz der wiederhergestellten Meeresumwelt.
Vorfall in Maya Bay: Schwimmen trotz Verbot
Nach Angaben des Hat Noppharat Thara–Mu Ko Phi Phi Nationalparks betraten ein französischer Mann und eine französische Frau eine Zone, in der Schwimmen ausdrücklich untersagt ist. Die Behörde veröffentlichte dazu am 18. April eine Stellungnahme.
Die Untersuchung ergab, dass sich der Vorfall am 26. Februar gegen 12 Uhr an der Schutzstation PP.5 in Maya Bay ereignete. Beide Touristen hätten damit gegen die Parkregeln verstoßen.
Rechtsgrundlage: National Park Act 2019
Parkbeamte erklärten, das Verhalten verstoße gegen eine Anordnung, die auf Grundlage von Abschnitt 20 des Nationalparkgesetzes von 2019 erlassen wurde. Demnach müssen Besucher die von den zuständigen Beamten festgelegten Parkvorschriften befolgen.
Diese Regeln werden laut Mitteilung im Rahmen von Vorgaben umgesetzt, die vom Generaldirektor der zuständigen Behörde bestimmt werden. Ziel ist es, Schutzmaßnahmen im Nationalpark verbindlich durchzusetzen.
Mögliche Strafen: Bis zu 100.000 Baht
Wer die Vorschriften missachtet, kann nach Abschnitt 47 des Gesetzes bestraft werden, darunter mit einer Geldstrafe von bis zu 100.000 Baht. Darauf wies der Nationalpark in seiner Erklärung ausdrücklich hin.
Die beiden französischen Touristen seien bereits im Rahmen eines Vergleichsverfahrens (Settlement case No. 64/2569) mit Datum vom 26. Februar 2026 belangt worden. Weitere Details zur Höhe der konkreten Strafe nannte die Mitteilung nicht.
Warum Maya Bay besonders geschützt wird
Der Nationalpark betonte, Maya Bay gelte als eines der klarsten Beispiele Thailands für eine erfolgreiche Rehabilitation mariner Ressourcen. Die Bucht steht seit Jahren im Fokus von Schutz- und Lenkungsmaßnahmen.
Maya Bay wurde 2018 zur Erholung der Natur für mehr als drei Jahre geschlossen und 2022 wieder geöffnet. Seitdem gelten strengere Tourismusauflagen, darunter Besucherlimits und klar ausgewiesene Nicht-Schwimm-Zonen.
Konsequenzen für Besucher: Regeln sind Teil des Schutzkonzepts
Mit den Einschränkungen soll verhindert werden, dass empfindliche Küsten- und Meeresbereiche erneut überlastet werden. Die Parkverwaltung macht deutlich, dass Verstöße nicht als Bagatelle behandelt werden.
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Für Reisende bedeutet das: Hinweise vor Ort und Anweisungen der Ranger sind verbindlich, auch wenn das Wasser verlockend wirkt. Gerade in Schutzgebieten können einzelne Regelbrüche die Akzeptanz und Wirksamkeit der Maßnahmen untergraben.
Ähnlicher Fall in Phuket: Rettung trotz roter Flaggen
Unabhängig davon wurde an Phukets Karon Beach ein Tourist gerettet, nachdem er trotz roter Warnflaggen ins Meer gegangen war. Die Flaggen waren wegen gefährlicher Bedingungen durch starke Wellen und Strömungen gesetzt worden.
Zeugen berichteten, der ausländische Mann sei von einer großen Welle hinausgezogen worden und habe im Brandungsbereich gekämpft, während Freunde um Hilfe riefen. Ein Rettungsschwimmer eilte ins Wasser und brachte ihn innerhalb weniger Minuten sicher an Land.
Deine Meinung
Sollten Nationalparks in Thailand bei Verstößen wie dem Schwimmen in Sperrzonen noch härter durchgreifen, oder reichen Geldstrafen und Aufklärung aus? Wie siehst du die Balance zwischen Tourismus und Naturschutz in Maya Bay?
Und was hältst du von der Missachtung roter Flaggen an Stränden wie in Phuket – braucht es strengere Kontrollen oder mehr Verantwortung der Urlauber? Schreib deine Meinung in die Kommentare.



Nun sah ich kurz vor Songkran Videos eines YTubers der in diesen Gewässern rund um die bekannten Inseln urlaubte. Da wurden Massen an Touristen in Long- oder Speedboots in die Buchten und auf die Inseln geschippert. Bei manchen Einfahrten zur Bucht stauten sich die Boote die rein und raus wollten. Was ist nun wichtiger? Naturschutz oder Tourismus? Weil letzterer passt da dann auch nicht ins Konzept. Umso mehr da hin befördert werden umso mehr erhöht sich die Gefahr das manche sich nicht an die Regeln halten.