BANGKOK – Das Navaratri-Fest 2026 im Sri Maha Uma Devi-Tempel, besser bekannt als Wat Khaek in der Silom-Gegend, läuft vom 10. bis 22. Oktober 2569 buddhistischer Zeitrechnung, also 2026. Der Höhepunkt ist die Prozession am 20. Oktober, wenn die Götterbilder ab 19.30 Uhr durch die Silom Road und ihre Nachbarstraßen ziehen. Für Reisende ist es eine seltene Gelegenheit, indische Tradition mitten in der thailändischen Hauptstadt zu erleben.
Prozession am 20. Oktober verwandelt die Straßen
Am 20. Oktober, dem Tag Vijayadashami, ist die Prozession der größte Programmpunkt. Die Bilder der Göttin Uma und weiterer Gottheiten verlassen den Tempel um 19.30 Uhr.
Auf den Straßen Silom, Sathon und Narathiwat Ratchanakarin entstehen Zeremonienbögen und festliche Beleuchtung. Die Straßen werden dadurch zu einem Meer aus Bögen und Lichtern.
Neun Nächte mit wechselnden Göttinnen
Vom 12. bis 19. Oktober stehen verschiedene Göttinnen im Mittelpunkt. Mit Homam, einem Feuerritual, und Gebeten werden die Göttinnen verehrt.
Am 12. und 13. Oktober steht Durga im Mittelpunkt, sie soll Hindernisse aus dem Weg räumen und Kraft geben. Vom 14. bis 16. Oktober folgt Lakshmi für Glück, Reichtum und Fülle. Am 17. und 18. Oktober findet eine Svayamvara-Zeremonie für Uma und den Gott Shiva statt, am 19. Oktober wird Saraswati für Bildung, Kunst und Weisheit verehrt.
Auftakt mit Ganesha und Löwenflagge
Die Feierlichkeiten beginnen am 10. Oktober mit einer Zeremonie für den Gott Ganesha, den obersten Lehrer. Damit wird die Erlaubnis für das Fest erbeten. Am 11. Oktober wird die Löwenflagge am Mast gehisst, das Zeichen für den Beginn der Navaratri-Nächte.
Das Fest endet am 22. Oktober mit dem Einholen der Flagge. Bei einer Zeremonie werden den Gläubigen Segensfäden ums Handgelenk gebunden.

Was Navaratri bedeutet
Navaratri heißt wörtlich übersetzt „neun Nächte“. In dieser Zeit halten die Gläubigen Gebote ein, verehren und preisen die Göttin in verschiedenen Gestalten.
Das Fest erinnert an den Sieg der Göttin Durga über den Dämonen Mahishasura. Es steht für das Vertreiben des Bösen, die Überwindung von Hindernissen und die Rückkehr von Licht und Wohlstand.
Glaubenstourismus zieht Besucher aus aller Welt an
Das Fest ist längst mehr als eine religiöse Feier. Es gilt inzwischen als Ziel für Kultur- und Glaubenstourismus, im Englischen Faith-Based Tourism genannt.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Angelockt werden Gläubige, Anhänger der thailändischen „Sai-Mu“-Szene, sowie Blogger und Fotografen aus Indien, Malaysia, Singapur und dem Westen.

Hotels und Läden profitieren vom Fest
Während des Festes wird die Silom-Gegend wieder richtig lebendig. Die Auslastung der Hotels in der Umgebung steigt stark an.
Auch Geschäfte, Restaurants und öffentliche Verkehrsdienste verdienen mit. Verkäufer von Räucherwerk, Blumengirlanden und indischer Kleidung profitieren ebenfalls. Insgesamt fließen mehrere hundert Millionen Baht.
Neue Route zwischen Rattanakosin und Bang Rak
Das Fest erweitert die Tourenroute rund um Rattanakosin und das Viertel Bang Rak bis Silom. Besucher können dort religiöse Vielfalt und Architektur erleben, die sich in Bangkok harmonisch mischen.

Bangkok als Metropole der Vielfalt und Kultur
Das Fest zeigt den Reiz Bangkoks als Metropole der Vielfalt und des Kulturtourismus. Gesänge, Trommeln und Licht in der Nacht von Vijayadashami geben Gläubigen Kraft und Hoffnung. Zugleich soll das Fest Tourismus und Wirtschaft langfristig antreiben.
Lesen Sie auch: Silberfüchse auf Beutezug im Strandparadies
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.


Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: