Großrazzia in Krabi: Auch Schweizer bei illegalen Immobiliendeals ertappt

Millionenschwerer Immobilienschwindel aufgeflogen: Strippenzieher nutzten Strohmänner und fingierte Dokumente, um sich massenhaft Boden in Krabi unter den Nagel zu reißen. Jetzt schlägt die Justiz mit voller Härte zu.

KRABI, THAILAND – Ein massiver Schlag gegen illegale Landgeschäfte: Behörden in Krabi haben ein weitverzweigtes Netzwerk aus Scheinfirmen und Strohmännern auffliegen lassen, mit denen sich Ausländer Grundstücke im Millionenwert unter den Nagel gerissen haben sollen. Selbst vor Unterschriften Verstorbener machten die Drahtzieher offenbar nicht halt. Zeitgleich liefen landesweit Razzien, bei denen mehr als 300 Beamte im Einsatz waren.

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Zwei Hauptgruppen im Visier der Ermittler

Die Ermittler teilten die Täter in zwei Hauptgruppen ein. In der ersten Gruppe wurden neun Unternehmen als reine Strohmannfirmen enttarnt, die 17 Grundstücke kontrollierten.

Der geschätzte Wert dieser Flächen von über 6 Rai liegt bei satten 209 Millionen Baht. Gegen die Verantwortlichen erließ das Gericht 40 Haftbefehle und 13 Durchsuchungsbeschlüsse, von denen die Polizei 39 Festnahmen erfolgreich vollstreckte.

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27 Thailänder und Ausländer aus vier Nationen verhaftet

Unter den 39 Festgenommenen befinden sich 27 thailändische Staatsangehörige. Sie sollen als Strohmänner für die ausländischen Hintermänner fungiert haben.

Die ausländischen Drahtzieher kommen aus vier Ländern: sechs Israelis, zwei Polen, zwei Schweizer und ein Südafrikaner sitzen nun in Haft. Ihnen wird vorgeworfen, über die Nominee-Strukturen Land erworben zu haben, was nach thailändischem Recht verboten ist.

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290 Millionen Baht Schaden durch ausländische Mehrheitsbesitzer

Die zweite Gruppe umfasst acht Unternehmen, bei denen ausländische Anteilseigner mehr als die Hälfte der Firmenanteile hielten. Diese Firmen kontrollierten acht Grundstücke mit einer Fläche von über 8 Rai.

Der Gesamtwert des illegal gehaltenen Landes wird hier auf rund 290 Millionen Baht geschätzt. Um Beweise zu sichern und Verdächtige zu verhören, erließ das Gericht sechs Durchsuchungsbeschlüsse.

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Polnische Poolvillen-Firma mit 200 Millionen Baht Land erwischt

Ein besonders dreister Fall dreht sich um die Firma Tropical House Co., die in Top-Lagen wie Nuea Khlong und Nong Thale moderne Poolvillen ab 11,5 Millionen Baht vertrieb. Auf dem Papier war das Unternehmen mit einem Stammkapital von 4 Millionen Baht zu 100 Prozent in thailändischer Hand.

Die Ermittlungen zeigen jedoch ein ganz anderes Bild: Faktisch sollen das polnische Paar Katarzyna und Kamil die Fäden gezogen haben. Ihre Firma kontrollierte 16 Grundstücke im Wert von rund 200 Millionen Baht – ein Vielfaches des offiziellen Stammkapitals.

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Gefälschte Dokumente mit Unterschriften von Toten

Im Fall von Gunz Partnership Ltd., einem Unterhaltungsunternehmen, wurde ein Südafrikaner namens Stefan als heimlicher Besitzer enttarnt. Ein Anwalt namens W. und eine Wirtschaftsprüferin namens S. sollen ihm geholfen haben, sein Eigentum zu verschleiern.

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Um die Aktionärsstruktur zu manipulieren, griffen sie zu einer makabren Methode: Sie fälschten Dokumente und verwendeten dabei laut Polizei sogar die Unterschriften bereits verstorbener Personen. Die Behörden beschlagnahmten massenhaft Unterlagen, Computer und Handys.

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Großrazzien in Phuket, Krabi und auf Koh Phangan

Während der Fokus in Krabi lag, weitete die Königlich Thailändische Polizei ihre Operation landesweit massiv aus. In einer dritten Phase nahmen Beamte gezielt ausländische Netzwerke in Phuket, Krabi und Phang Nga ins Visier.

Den Fahndern gelang es, mehrere Verdächtige festzunehmen, denen vorgeworfen wird, mit betrügerischen Nominee-Konstrukten Grundstücke im Wert von 231 Millionen Baht auf Phuket kontrolliert zu haben.

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300 Beamte stürmen Koh Phangan

Auf der Insel Koh Phangan lief eine weitere konzertierte Aktion der Nationalpolizei. Über 300 Beamte wurden mobilisiert, um die weit verzweigten Scheinstrukturen auf der Insel zu zerschlagen.

Ziel der Razzia war es, die Nutzung thailändischer Strohmänner zur Verschleierung von illegalem Landbesitz und Geschäften durch Ausländer zu beenden. Die sichergestellten Daten werden nun forensisch ausgewertet.

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Ermittlungsakten zu Villa Andaman an Staatsanwalt übergeben

Einen bedeutenden Fortschritt gibt es auch im hochkarätigen „Villa Andaman“-Immobilienskandal. Das Department of Special Investigation (DSI) hat die kompletten Fallakten offiziell an die Staatsanwaltschaft für Sonderdelikte überstellt.

Die Akten umfassen 31 Tatverdächtige, die in illegale Immobiliengeschäfte mit ausländischen Hintermännern auf Phuket und Koh Samui verwickelt sein sollen. Der Fall gilt als ein Meilenstein im Kampf gegen ausländisch kontrollierte Immobiliennetzwerke in Thailand.

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Quelle: Phuket Express