NONTHABURI, Thailand – Die Polizei nahm am 20. Mai einen 24-jährigen nigerianischen Mann fest, nachdem Ermittler mehrere Dutzend Mobiltelefone und Bankkarten sicherstellten. Die Beamten prüfen, ob die gefundenen Geräte zu einem Romance‑Scam-Netzwerk gehören; im Zentrum steht eine thailändische Frau, gegen die zahlreiche Haftbefehle vorliegen.
Festnahme während Abhebung am Geldautomaten
Nach Angaben der Rattanathibet Police Station hielten Beamte den Verdächtigen am Abend des 20. Mai gegen 18:00 Uhr an, als er an einem Geldautomaten auf der Nonthaburi 1 Road Geld abhob.
Die Polizisten forderten Ausweispapiere an, bemerkten laut Superintendent Prut Jamroonsarn verdächtiges Verhalten und leiteten eine Durchsuchung ein, woraufhin der Mann zur Polizeistation gebracht wurde.
Sieben Telefone und sieben Bankkarten sichergestellt
Bei der ersten Kontrolle entdeckten die Beamten sieben Mobiltelefone und sieben Geldautomatenkarten bei dem Verdächtigen.
Eine anschließende Wohnungsdurchsuchung im Sai Ma‑Bezirk ergab weitere 35 Mobiltelefone, die als Beweismittel beschlagnahmt wurden.
Verdächtiger nennt Freundin als Besitzerin
Der 24‑Jährige gab an, die Telefone und Karten gehörten seiner 34‑jährigen thailändischen Freundin Apaporn, die demnach ein Mobilfunkgeschäft im Ramkhamhaeng‑Gebiet von Bangkok betreibe.
Er behauptete laut Polizei, das am Automaten abgehobene Bargeld stamme aus den Geschäftseinnahmen seiner Freundin, nicht aus Betrugsgeldern.
Gegen Apaporn liegen 23 Haftbefehle vor
Die Polizei prüfte Akten und stellte fest, dass gegen Apaporn 23 Haftbefehle wegen Online‑Betrugs und Romance‑Scams in mehreren Provinzen bestehen, darunter Nonthaburi, Phetchabun, Lamphun, Nakhon Pathom, Mukdahan und Phuket.
Der derzeitige Aufenthaltsort von Apaporn ist nach Angaben der Ermittler unbekannt; die Behörden gaben keine Details zu ihren Fahndungsmaßnahmen bekannt.
Anklage und Ermittlungsstand
Gegen den Festgenommenen wurde zunächst Anklage nach Abschnitt 269 des Strafgesetzbuches erhoben, der Besitz oder Nutzung fremder elektronischer Zahlungskarten unter Strafe stellt; das Delikt sieht bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 60.000 Baht oder beides vor.
Die Polizei sagte, sie prüfe eine mögliche Beteiligung des Mannes an dem mutmaßlichen Scam‑Netzwerk, benötige aber weitere Beweise, bevor zusätzliche Anklagen erhoben werden; Acege befindet sich zur Befragung auf der Rattanathibet Police Station.



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