TEKL AVIV, Israel – Israelische Zollbeamte haben am Ben-Gurion-Flughafen rund 300 Bananensetzlinge und Geweihfarne beschlagnahmt. Die Pflanzen steckten in fünf Koffern eines Passagiers, der aus Thailand eingereist war. Rechtliche Schritte wurden eingeleitet, das Landwirtschaftsministerium hat die Pflanzen eingezogen.
300 Bananensetzlinge in fünf Koffern
Bei einer Kontrolle am Flughafen fanden Inspektoren am 13. Oktober die Pflanzen in fünf Koffern. Der Passagier ist Arzt aus Zentralisrael und wurde von Zollermittlern befragt. Kontrolleure des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit nahmen die Pflanzen mit.
Der Arzt gab gegenüber den Ermittlern an, die Setzlinge seien für seinen privaten Garten bestimmt. Dieser sei über die Jahre zu einem regelrechten Dschungel geworden. Außerdem sei sein Sammeln ungewöhnlicher Zierpflanzen ein persönliches Hobby, sagte er.
Auch eine einzelne Pflanze ist strafbar
Das Ministerium stellt klar, dass die Einfuhr von Pflanzen oder Pflanzenprodukten ohne Genehmigung nach dem Pflanzenschutzgesetz eine Straftat ist. Das gilt auch dann, wenn nur eine einzige Pflanze für den persönlichen Gebrauch mitgebracht wird.
Solche Importe können Schädlinge und Pflanzenkrankheiten ins Land bringen, die bisher in Israel nicht vorkommen. Die Folgen wären laut Ministerium dauerhafte Schäden für die heimische Pflanzenwelt und für die Landwirtschaft.
Thailändische Bananen als besonderes Risiko
Die Behörden stufen den Fall als besonders heikel ein, weil es um Bananen aus Thailand geht. Nach Angaben des Ministeriums gibt es in Thailand Schädlinge und Erreger, die in Israel nicht vorkommen.
Ihre Einschleppung könnte den israelischen Bananensektor schwer treffen und sogar dessen Fortbestand gefährden.
Tzioni appelliert an Reisende
Shlomit Tzioni, Direktorin der Pflanzenschutz- und Inspektionsdienste im Landwirtschaftsministerium, warnte: „Schon eine kleine Pflanze im Koffer oder eine einzige Frucht oder ein Gemüse kann enormen Schaden für die Landwirtschaft und die Natur in Israel anrichten.“
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Auch scheinbar gesunde Pflanzen können Schädlinge und Krankheiten tragen, sagte sie. Sie bat die Öffentlichkeit, Verantwortung zu zeigen und keine Pflanzen oder Pflanzenprodukte ohne die nötigen Genehmigungen nach Israel zu bringen. Zoll und Pflanzeninspektoren hätten verhindert, dass die Pflanzen ins Land gelangen.
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