Kampf gegen Abflugsteuer – Tourismus fordert Aufschub

Der Verband verlangt eine Wirtschaftsprüfung, bevor das Gesetz weitergeht. Die Abgabe von 1.000 Baht ist noch nicht genehmigt, Rückmeldungen sind bis 29. Oktober möglich.

Kampf gegen Abflugsteuer - Tourismus fordert Aufschub
"Suvarnabhumi ท่าอากาศยานสุวรรณภูมิ" by lynhdan is licensed under CC BY 2.0

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Reisebranche bittet das Finanzministerium, die geplante Abflugsteuer von 1.000 Baht für internationale Flugpassagiere zu verschieben. Der Verband fürchtet, dass der Aufschlag Reisen bremst und Familien, Fluggesellschaften und kleine Unternehmen weiter belastet. Betroffen wären zunächst internationale Flugreisende aller Nationalitäten.

Werbeanzeige

Abflugsteuer: 1.000 Baht pro Person bei Flügen

Die Steuerbehörde Revenue Department führt derzeit eine öffentliche Anhörung zu einem Gesetzesentwurf über die Abflugsteuer durch. Zunächst würde die Abgabe bei Abflügen per Flugzeug 1.000 Baht pro Person betragen. Der Entwurf erlaubt einen Höchstsatz von 5.000 Baht.

Abreisen über Land und See wären zunächst von der Steuer ausgenommen. Die Rückmeldungen können vom 30. September bis zum 29. Oktober eingereicht werden. Die Maßnahme ist noch nicht genehmigt und noch nicht eingeführt.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Reisebüro-Verband legt sechs Einwände vor

Der Verband der thailändischen Reisebüros (ATTA) will offiziell Einspruch einlegen. Er nennt sechs Bedenken und fordert eine umfassende wirtschaftliche Bewertung, bevor das Gesetz weiterkommt. Generalsekretär Adith Chairattananon sagt, die Abgabe belaste Reisende unnötig.

Besonders hart träfe sie Menschen, die für Ausbildung, Arbeit, Geschäft oder Investitionen ins Ausland reisen und nicht aus Urlaubsgründen. Eine pauschale Gebühr würde laut Verband vor allem Familien, Studierende und Kleinunternehmen mit knappem Budget treffen.

Werbeanzeige

Flughafengebühr steigt schon, weitere Abgaben sind geplant

Die Flughafengesellschaft Airports of Thailand (AOT) hat ihre internationale Passagiergebühr am 20. Juni von 730 auf 1.120 Baht angehoben. Betroffen sind sechs große Flughäfen, darunter Suvarnabhumi, Don Mueang und Phuket. Anders als die Abflugsteuer ist diese Gebühr bereits in Kraft.

ATTA warnt, dass die Belastung aus allen bestehenden und geplanten Reiseabgaben zusammen wirkt. Jede weitere Erhöhung könnte die Nachfrage nach Flugtickets weiter drücken. Der Verband verwies zudem auf die finanziellen Schwierigkeiten von Haushalten und Kleinunternehmen, die sich von den jüngsten Überschwemmungen erholen.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Regierung prüft Einreisegebühr von 450 Baht

Die Regierung prüft zusätzlich eine Einreisegebühr von 450 Baht für ausländische Touristen. Die Erhebung bei berechtigten Ankömmlingen per Flugzeug ist für 2027 vorgesehen. Auch diese Gebühr ist bislang nur ein Vorschlag.

Finanzminister Ekniti Nitithanprapas hat die Abflugsteuer zuvor verteidigt. Sie könne mehr Thailänder dazu bringen, im Inland Urlaub zu machen, und Tourismusausgaben im Land halten.

Werbeanzeige

Flugverbindungen und Beziehungen zu Japan und China auf dem Spiel

Der Verband warnt, dass weitere Kostensteigerungen die Zahl der Passagiere senken könnten. Das würde die Auslastung der Airlines treffen. Fluggesellschaften könnten dann weniger Flüge anbieten, Kapazitäten kürzen oder Strecken streichen.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Laut ATTA reisen mehr als 13 Millionen Thailänder ins Ausland und tragen zu internationalem Handel, Investitionen und persönlichen Beziehungen bei, besonders mit Japan und China. Wer Auslandsreisen durch höhere Kosten einschränkt, schwächt diese Verbindungen und damit auch die Tourismuswirtschaft des Landes.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Verband verlangt Aufschub und breitere Prüfung

ATTA fordert, die Abflugsteuer vorerst aufzuschieben, bis Regierung, Tourismus-, Transport- und Wirtschaftsvertreter die Folgen geprüft haben. Die Prüfung soll mögliche Jobverluste, Konsumausgaben, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und andere Steuereinnahmen berücksichtigen. Außerdem soll die Regierung nach Einnahmequellen suchen, die Reisende und Kleinunternehmen nicht zusätzlich belasten.

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Lesen Sie auch: Thailand plant 1.000 Baht Ausreisesteuer!

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Thaiger

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.