Khao San Road: Lokale fordern Ende der Mitternachtssperre

Die strikte Durchsetzung der Mitternachtsregel trifft die Geschäfte hart. Zudem drängt der Verband auf das Pilotprogramm Khaosan Sandbox.

Khao San Road: Lokale fordern Ende der Mitternachtssperre
Photo by Bundo Kim on Unsplash

BANGKOK, THAILAND – Betreiber von Nachtlokalen in der Khao San Road bitten Premierminister Anutin Charnvirakul, die Sperrstunden zu überprüfen. Die strikte Durchsetzung der Mitternachtsregel trifft die Geschäfte im beliebten Touristenviertel hart. Der Verband fordert, dass die Zonierungsregeln geändert werden, damit Betriebe überhaupt eine Lizenz für den Betrieb nach Mitternacht beantragen können.

Brief an den Premierminister fordert neue Zonierungsregeln

Sanga Ruangwattanakul, Präsident der Khao San Road Business Association, hat den Brief am 22. Oktober beim Premierminister eingereicht. Der Verband bittet Anutin, der zugleich Innenminister ist, die zuständigen Behörden anzuweisen, die Zonierungsvorschriften zu überarbeiten.

Ziel ist, dass die Betriebe im Viertel die Lizenzen beantragen können, die sie für Öffnungszeiten nach Mitternacht brauchen. Nach Angaben des Verbands verhindern die aktuellen Regeln das bei vielen Betreibern.

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Mitternachtsregel trifft Geschäfte und Touristen

Die Betriebe kämpfen laut Verband mit der Durchsetzung der Vorschrift, nach der bestimmte Lokale um Mitternacht schließen müssen. Dabei wollen ausländische Gäste oft länger ausgehen.

Die Regeln seien nicht mit der Entwicklung der Khao San Road zu einem internationalen Nachtleben-Ziel mitgewachsen. Das wirkt sich nach Darstellung des Verbands auf Tourismus, Investitionen und Umsätze aus.

Anutin nennt die Khao San Road als Unterhaltungszone

Anutin hatte die Khao San Road im Juli als eine von Bangkoks ausgewiesenen Unterhaltungszonen bezeichnet. Die genauen Grenzen des Gebiets und die Lizenzbeschränkungen für einzelne Betriebe sind allerdings weiterhin unklar.

Das Lizenzproblem war schon früher in diesem Jahr Thema im Parlament. Abgeordnete forderten Reformen der Gesetze für Unterhaltungsstätten, weil viele Betreiber in Thailand Schwierigkeiten bei der Lizenzierung hätten, auch auf der Khao San Road.

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Khaosan Sandbox soll schneller kommen

Der Verband verlangt außerdem eine raschere Umsetzung des geplanten Pilotprogramms „Khaosan Sandbox“. Die Regierung will damit veraltete Vorschriften angehen und die Aufsicht über die Nachtlokale verbessern.

Am 21. Oktober sagte Minister Paradorn Prissanananthakul, der im Büro des Premierministers tätig ist, dass die Antikorruptionskommission des öffentlichen Sektors, die Metropolitan Police Bureau und die Stadtverwaltung Bangkoks Maßnahmen für das Pilotprogramm entwickeln sollen.

Verband sagt Zusammenarbeit mit Behörden zu

In dem Brief verspricht der Verband, mit den Behörden bei Sicherheitsstandards, einem geordneten Geschäftsbetrieb, der Drogenprävention und dem Schutz von Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten.

Zudem bittet der Verband um ein Treffen mit den zuständigen Stellen. Dort sollen praktische Lösungen besprochen werden, mit denen Betriebe legal öffnen können, ohne die öffentliche Sicherheit zu gefährden.

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Bisher keine Änderung bei den Sperrstunden

Nach dem Appell wurden bislang keine Änderungen an den Sperrstunden im Viertel angekündigt. Die Betreiber haben damit zwar ihr Anliegen klar formuliert.

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Quelle: Thaiger

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